Aktualisiert am 19. Juni 2026
💾 Datenmengen-Umrechner
Datenmengen umrechnen: Byte, KB, MB, GB, TB sowie binäre KiB/MiB/GiB — und warum „500 GB“ als 465 GiB erscheinen.
500 Gigabyte (GB) entsprechen
465,66 Gibibyte (GiB)
Rechenweg
500 × 1.000.000.000 ÷ 1.073.741.824 = 465,66
Basis: 500.000.000.000 Byte
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Bit, Byte und die Einheiten-Präfixe
Die kleinste Informationseinheit ist das Bit — eine 0 oder 1. Acht Bit ergeben ein Byte, die Grundeinheit für Datenmengen. Ein Buchstabe belegt etwa ein Byte, ein Foto einige Millionen, ein Film mehrere Milliarden. Damit man nicht mit endlosen Nullen hantiert, gibt es Präfixe: Kilo, Mega, Giga, Tera, Peta.
Hier beginnt die Tücke: Es gibt zwei Präfix-Systeme. Das dezimale (SI) rechnet in Tausenderschritten — 1 Kilobyte (KB) = 1.000 Byte, 1 Megabyte (MB) = 1.000.000 Byte. Das binäre (IEC) rechnet in 1.024er-Schritten, passend zur Zweierlogik der Computer — 1 Kibibyte (KiB) = 1.024 Byte, 1 Mebibyte (MiB) = 1.048.576 Byte. Beide sind korrekt, liefern aber unterschiedliche Zahlen für dieselbe Datenmenge. Genau daraus entsteht die bekannte Verwirrung, warum eine „500-GB"-Festplatte im Computer als nur 465 „GB" erscheint. Dieser Rechner wandelt zwischen allen Einheiten beider Systeme um und zeigt zusätzlich den Rechenweg über die Basiseinheit Byte — so wird jede Datenmenge vergleichbar, egal in welcher Schreibweise sie ursprünglich angegeben war.
Dezimale Einheiten (Faktor 1.000)
| Einheit | Symbol | in Byte |
|---|---|---|
| Byte | B | 1 |
| Kilobyte | KB | 1.000 |
| Megabyte | MB | 1.000.000 |
| Gigabyte | GB | 1.000.000.000 |
| Terabyte | TB | 1.000.000.000.000 |
| Petabyte | PB | 1.000.000.000.000.000 |
Dezimale Präfixe nach dem SI-System — jede Stufe ist das 1.000-Fache der vorigen. So zählen Festplatten- und SSD-Hersteller, USB-Sticks und Internetanbieter (Mbit/s). Grundlage bleibt: 1 Byte = 8 Bit.
Binäre Einheiten (Faktor 1.024)
| Einheit | Symbol | in Byte |
|---|---|---|
| Kibibyte | KiB | 1.024 |
| Mebibyte | MiB | 1.048.576 |
| Gibibyte | GiB | 1.073.741.824 |
| Tebibyte | TiB | 1.099.511.627.776 |
| Pebibyte | PiB | 1.125.899.906.842.624 |
Binäre Präfixe nach IEC 80000-13 — jede Stufe ist das 1.024-Fache (2¹⁰) der vorigen. So zählen Betriebssysteme den Arbeitsspeicher und häufig auch Datei- und Speichergrößen. Das eingeschobene „bi" (KiBi, MeBi, GiBi) steht für „binär". Diese Einheiten wirken ungewohnt, sind aber die einzig eindeutigen: Wer „GiB" schreibt, meint zweifelsfrei 1.073.741.824 Byte, während „GB" je nach Quelle dezimal oder binär gemeint sein kann.
500-GB-Festplatte in GiB
- 1Hersteller-Angabe in Byte500 GB × 1.000.000.000= 500.000.000.000 Byte
- 2In GiB umrechnen (÷ 1.073.741.824)500.000.000.000 ÷ 1.073.741.824= ≈ 465,66 GiB
Warum Hersteller und Betriebssystem unterschiedlich zählen
Festplatten-, SSD- und USB-Hersteller geben die Kapazität dezimal an: Eine „500-GB"-Platte hat genau 500.000.000.000 Byte (500 × 1 Milliarde). Das ist mathematisch sauber — und ergibt nebenbei die größere, werbewirksamere Zahl.
Das Betriebssystem — vor allem Windows — zählt dagegen binär: Es teilt die Byte-Zahl durch 1.073.741.824 (= 2³⁰) und kommt so auf rund 465. Verwirrend ist, dass Windows das Ergebnis trotzdem mit „GB" beschriftet, obwohl es eigentlich GiB meint. Es fehlt also kein einziges Byte — die Platte ist exakt so groß wie angegeben. Nur die Einheit, in der gezählt wird, ist eine andere. Und je größer die Kapazität, desto größer die scheinbare Lücke: Bei einer „1-TB"-Platte sind es schon rund 9 Prozent, die im System zu „fehlen" scheinen, obwohl alles korrekt ist. Historisch ist das gewachsen: Lange nutzten alle dieselben Buchstaben (KB, MB, GB) für beide Bedeutungen. Erst 1998 führte die IEC die eindeutigen Bezeichnungen KiB, MiB und GiB für die binären Größen ein — durchgesetzt haben sie sich bis heute nur teilweise, weshalb die Doppeldeutigkeit bestehen bleibt.
1-TB-Backup: dezimal vs. binär
- 1Dezimal (Hersteller)1 TB = 1.000.000.000.000 Byte= 10¹² Byte
- 2In GiB (Systemanzeige)10¹² ÷ 1.073.741.824= ≈ 931,32 GiB
- 3In TiB10¹² ÷ 1.099.511.627.776= ≈ 0,909 TiB
Abweichung dezimal ↔ binär
| Präfix | dezimal (Byte) | binär (Byte) | binär größer um |
|---|---|---|---|
| Kilo | 1.000 | 1.024 | +2,4 % |
| Mega | 1.000.000 | 1.048.576 | +4,9 % |
| Giga | 1.000.000.000 | 1.073.741.824 | +7,4 % |
| Tera | 10¹² (1 Bio.) | 1.099.511.627.776 | +10,0 % |
| Peta | 10¹⁵ | 1.125.899.906.842.624 | +12,6 % |
Die Abweichung wächst mit jeder Präfix-Stufe, weil sich der kleine Unterschied (1.024 statt 1.000) bei jeder Stufe erneut multipliziert. Deshalb erscheint eine dezimal beworbene „1-TB"-Platte im binär zählenden System als nur rund 931 GiB — gut 9 Prozent „weniger", obwohl kein Byte fehlt. Auf KB-Ebene ist der Unterschied mit 2,4 Prozent kaum spürbar, auf PB-Ebene sind es bereits 12,6 Prozent — die Lücke ist also kein fester Wert, sondern hängt davon ab, wie hoch das Präfix ist.
Wo binär gilt, wo dezimal (RAM vs. Speicher/Netz)
Welches System gilt, hängt vom Bereich ab. Binär wird beim Arbeitsspeicher (RAM) gerechnet: Ein 8-GB-Riegel ist tatsächlich 8 GiB, also 8 × 1.073.741.824 Byte. Das liegt an der Hardware — Speicher wird über Adressleitungen in Zweierpotenzen angesprochen, weshalb RAM-Größen immer 2, 4, 8, 16, 32 GiB sind und nie krumme Werte.
Dezimal rechnen dagegen Festplatten, SSDs, USB-Sticks und die Netzwerk-Bandbreite: Eine 1-TB-SSD hat 10¹² Byte, ein 100-Mbit-Anschluss überträgt 100 Millionen Bit pro Sekunde. Die Betriebssysteme zeigen Speichergrößen dann je nach Hersteller unterschiedlich an — Windows rechnet binär (und beschriftet es leider als „GB"), macOS und viele Linux-Dateimanager zeigen dezimale GB. Dieselbe Datei kann deshalb auf verschiedenen Systemen mit leicht unterschiedlichen Zahlen erscheinen, ohne dass sich ihre echte Größe ändert. Für den Alltag heißt das: Beim Kauf von Speicher die dezimale Hersteller-Angabe als das nehmen, was sie ist, und bei der Frage „passt das noch drauf?" mit den binären Werten des Systems rechnen. Wer beides kennt, wird von keiner der beiden Zahlen mehr überrascht.
Bit vs. Byte (8 Mbit = 1 MB)
- 11 Byte besteht aus8 Bit= Grundbeziehung
- 28 Megabit in Megabyte8 Mbit ÷ 8= 1 MB
- 3Beispiel: 100 Mbit/s100 ÷ 8= 12,5 MB/s
Dezimal vs. binär im Überblick
| Kriterium | Dezimal (SI: KB, MB, GB) | Binär (IEC: KiB, MiB, GiB) |
|---|---|---|
| Faktor pro Stufe | 1.000 (10³) | 1.024 (2¹⁰) |
| Typische Verwendung | Festplatten, SSDs, USB, Netz-Bandbreite | Arbeitsspeicher (RAM), System-Anzeige |
| 1 Einheit auf Giga-Ebene | 1 GB = 1.000.000.000 Byte | 1 GiB = 1.073.741.824 Byte |
| Vorteil | einfach zu rechnen, größere Marketing-Zahl | passt zur binären Hardware-Adressierung |
| Norm | SI-Präfixe | IEC 80000-13 |
Datenmengen richtig einordnen
- Steht die Größe in dezimalen Einheiten (KB/MB/GB) oder binären (KiB/MiB/GiB)?
- Festplatten-, SSD- und USB-Angaben sind dezimal: 1 GB = 1 Milliarde Byte (Hersteller-Marketing).
- Windows zeigt Speichergrößen binär an, beschriftet sie aber oft trotzdem als „GB".
- Bit (b) und Byte (B) nicht verwechseln: 8 Bit = 1 Byte, also 8 Mbit = 1 MB.
- Bei knappem Speicher binär rechnen — eine dezimale 1-TB-Platte fasst nur rund 0,9 TiB.
- Internet-Bandbreite in Mbit/s ist dezimal; für MB/s durch 8 teilen.
- Die Abweichung wächst mit der Größe: auf TB/TiB-Ebene sind es schon rund 10 Prozent.
- Im Zweifel alles in Byte umrechnen — das ist die eindeutige Basiseinheit.
RAM wird binär gezählt, Festplatten meist dezimal beworben
Eine gute Eselsbrücke: Arbeitsspeicher (RAM) kommt immer in binären Größen — 8 GB RAM sind tatsächlich 8 GiB (8 × 1.073.741.824 Byte), weil die Hardware binär adressiert wird. Festplatten, SSDs und USB-Sticks werden dagegen dezimal beworben — eine 1-TB-SSD hat 1.000.000.000.000 Byte. Das Betriebssystem rechnet sie dann in binäre Einheiten um und zeigt rund 931 „GB" an, obwohl es GiB meint. Wer das weiß, hält die fehlenden Gigabyte nicht mehr für einen Defekt oder Betrug — es ist nur ein Einheiten-Unterschied. Internetanbieter zählen übrigens wie die Festplatten dezimal. Daher die kurze Merkregel: Was man kauft und überträgt, wird dezimal gezählt; was im Speicher steckt und das System anzeigt, eher binär. Mit dieser Unterscheidung lösen sich die meisten Datenmengen-Rätsel von selbst auf.
Werte sind exakt — nur die Anzeige unterscheidet sich je Gerät
An den Datenmengen selbst ändert sich nichts: Ein Byte ist ein Byte. Unterschiedlich ist nur, in welche Einheit ein Gerät die Byte-Zahl umrechnet und wie es sie beschriftet. Windows zeigt binäre Größen, beschriftet sie aber meist mit „GB" statt korrekt mit „GiB" — das sorgt für zusätzliche Verwirrung. macOS und viele Linux-Dateimanager zeigen dagegen dezimale GB. Dieselbe Datei kann also je nach System mit leicht verschiedenen Zahlen erscheinen, ohne dass sich ihre tatsächliche Größe ändert. Die Umrechnungen dieses Rechners sind exakt; welche Schreibweise ein konkretes Gerät verwendet, hängt vom Betriebssystem ab. Im Zweifel hilft der Blick auf die Byte-Zahl: Sie ist über alle Systeme hinweg identisch und damit der einzig verlässliche Vergleichsmaßstab. Erst die Umrechnung in ein Präfix — dezimal oder binär — bringt die scheinbaren Unterschiede ins Spiel.
Häufige Fragen
Warum zeigt meine 500-GB-Festplatte weniger an?
Was ist der Unterschied zwischen GB und GiB?
Wie viele Byte hat ein Megabyte?
Was ist der Unterschied zwischen Bit und Byte?
Wird RAM dezimal oder binär gezählt?
Quellen & Methodik
- IEC 80000-13 — binäre vs. dezimale PräfixeKiB/MiB (×1024) vs. KB/MB (×1000); SI-Präfixe sind dezimal, IEC-Präfixe binär.