Aktualisiert am 19. Juni 2026
⚡ Stromverbrauch-Rechner für Geräte
Stromverbrauch und -kosten einzelner Geräte berechnen: Watt × Nutzungszeit, Standby und Gerätevergleich.
Stromkosten pro Jahr
127,75 €
Rechenweg
200 W × 5 h ÷ 1.000 = 1 kWh/Tag
1 kWh × 365 × 0,35 € = 127,75 €/Jahr
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Stromverbrauch eines Geräts berechnen (Watt × Zeit)
Der Stromverbrauch eines Geräts ergibt sich aus zwei Größen: seiner Leistung in Watt (W) und der Nutzungsdauer. Multipliziert man beides und teilt durch 1.000, erhält man den Verbrauch in Kilowattstunden (kWh) — der Einheit, nach der Strom abgerechnet wird. Die Formel lautet: kWh = Watt × Stunden ÷ 1.000.
Ein Gerät mit 200 Watt, das 5 Stunden am Tag läuft, verbraucht also 200 × 5 ÷ 1.000 = 1 kWh pro Tag, über das Jahr rund 365 kWh. Die Kosten ergeben sich, indem man die kWh mit dem Strompreis multipliziert — bei rund 35 Cent pro kWh sind das etwa 128 Euro im Jahr. Die Leistung steht auf dem Typenschild des Geräts oder im Datenblatt. Anders als ein Haushalts-Stromrechner betrachtet dieser Rechner gezielt einzelne Geräte — ideal, um Stromfresser aufzuspüren und gegeneinander zu vergleichen. Wer den Gesamtverbrauch des Haushalts wissen will, addiert die Einzelwerte oder nutzt den Stromkosten-Rechner; wer den Beitrag eines bestimmten Geräts kennen möchte, ist hier richtig.
Typische Leistung gängiger Geräte
PC mit 200 W, 5 h/Tag, 0,35 €/kWh
- 1Verbrauch pro Tag200 W × 5 h ÷ 1.000= 1 kWh
- 2Verbrauch pro Jahr1 kWh × 365= 365 kWh
- 3Kosten pro Jahr365 kWh × 0,35 €= 127,75 €
Standby frisst unbemerkt Strom
Viele Geräte verbrauchen Strom, obwohl sie scheinbar ausgeschaltet sind. Im Standby halten sie Empfangsbereitschaft, Uhrzeit oder die Fernbedienungs-Funktion aufrecht — und ziehen dafür dauerhaft ein paar Watt. Einzeln wirkt das harmlos, doch weil diese Last rund um die Uhr anliegt, summiert sie sich über das Jahr beträchtlich.
Ein Fernseher mit Receiver, eine Spielkonsole, der PC mit Monitor, die Stereoanlage, das Mikrowellen-Display: Zusammen kommen in einem Haushalt schnell 30 bis 50 Watt Dauerlast zusammen. Über ein Jahr (8.760 Stunden) sind das mehrere Hundert Kilowattstunden — oft 100 Euro und mehr, nur für den Ruhezustand. Die einfachste Abhilfe ist eine schaltbare Steckdosenleiste: Ein Klick trennt alle angeschlossenen Geräte vollständig vom Netz. Geräte, die ständig erreichbar sein müssen — etwa der WLAN-Router —, bleiben ausgenommen, alle anderen lassen sich bedenkenlos ganz abschalten. Seit der EU-Ökodesign-Richtlinie dürfen neue Geräte im Standby nur noch sehr wenig verbrauchen, oft unter 0,5 Watt. Bei älteren Geräten lohnt der Blick aber weiterhin, denn dort liegen die Standby-Werte teils zehnmal so hoch.
Standby-Verbrauch typischer Geräte
Standby-Kosten im Haushalt (mehrere Geräte)
- 1Dauer-Standby-Leistung addierenTV 8 + PC 10 + Router 10 + Sonstiges 12= 40 W
- 2Verbrauch pro Jahr (× 8.760 h)40 W × 8.760 ÷ 1.000= ≈ 350 kWh
- 3Kosten pro Jahr350 kWh × 0,35 €= ≈ 123 €
Gerätevergleich: Verbrauch und Jahreskosten
| Gerät | Watt | h/Tag | kWh/Jahr | €/Jahr (0,35 €) |
|---|---|---|---|---|
| Kühl-Gefrier-Kombi | 100 | 6* | 219 | 77 € |
| Fernseher (LED) | 90 | 4 | 131 | 46 € |
| Desktop-PC | 150 | 5 | 274 | 96 € |
| WLAN-Router | 10 | 24 | 88 | 31 € |
| Waschmaschine | 2.000 | 0,3* | 219 | 77 € |
| Wäschetrockner | 2.500 | 0,4* | 365 | 128 € |
| LED-Lampe | 10 | 5 | 18 | 6 € |
Beispielwerte bei 0,35 €/kWh; die tatsächlichen Stunden variieren stark. *Bei Kühlschrank und Waschmaschine/Trockner ist die Stundenangabe die effektive Laufzeit (Verdichter-Takt bzw. Heizphase), nicht die Anschlusszeit. Die genaue Leistung steht auf dem Typenschild des Geräts. Auffällig ist, dass die Geräte mit der höchsten Watt-Zahl (Trockner, Waschmaschine) nicht zwingend die höchsten Jahreskosten haben — entscheidend ist immer das Produkt aus Leistung und Laufzeit. Der dauerlaufende Router mit nur 10 Watt kommt auf ähnliche Jahreswerte wie kurz, aber kräftig heizende Geräte.
Energieeffizienzklassen & Sparpotenzial
Seit 2021 gilt in der EU ein neues Energielabel mit den Klassen A bis G. Die früheren Plus-Klassen (A+++, A++) sind entfallen, die Skala wurde verschärft — viele Geräte, die früher A+++ waren, liegen heute bei C oder D. Das Label zeigt neben der Klasse den Verbrauch in kWh pro Jahr unter genormten Bedingungen, was Geräte direkt vergleichbar macht.
Das größte Sparpotenzial steckt bei Dauerläufern: Kühlschrank, Gefriertruhe und Heizungspumpe laufen das ganze Jahr, weshalb sich dort schon kleine Effizienzunterschiede stark auswirken. Ein alter Kühlschrank kann das Drei- bis Vierfache eines neuen, effizienten Geräts verbrauchen. Über die lange Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren übersteigt die Stromersparnis dann oft den Anschaffungspreis. Bei selten genutzten Geräten wie dem Wasserkocher lohnt ein Austausch allein wegen der Effizienz dagegen kaum — hier zählt eher die richtige Nutzung, etwa nur so viel Wasser zu kochen wie nötig. Faustregel fürs Sparen: zuerst die Dauerläufer optimieren, dann die heizenden Großgeräte (Trockner, Backofen) bewusster einsetzen und zuletzt die vielen kleinen Standby-Verbraucher abschalten.
Alter vs. neuer Kühlschrank — die Ersparnis
- 1Alter Kühlschrank~330 kWh/Jahr × 0,35 €= ≈ 116 €/Jahr
- 2Neues, effizientes Gerät~100 kWh/Jahr × 0,35 €= ≈ 35 €/Jahr
- 3Ersparnis pro Jahr116 € − 35 €= ≈ 81 €
Größte Stromverbraucher im Haushalt (Anteile)
Stromfresser identifizieren
- Leistung (Watt) auf dem Typenschild oder im Datenblatt ablesen.
- Tägliche Nutzungsdauer realistisch schätzen — im Zweifel etwas großzügig.
- Dauerläufer zuerst prüfen: Kühlschrank, Gefriertruhe, Router, Aquarium-Pumpe.
- Standby-Geräte aufspüren: Was leuchtet oder ist warm, obwohl es „aus" ist?
- Eine Messsteckdose nutzen, um den echten Verbrauch über mehrere Tage zu messen.
- Alte Dauerläufer auf Ersatz prüfen — die Ersparnis kann den Neukauf tragen.
- Schaltbare Steckdosenleisten für die TV-, PC- und Audio-Ecke einsetzen.
- Den eigenen Strompreis (€/kWh) aus der letzten Abrechnung in die Rechnung einsetzen.
Eine Messsteckdose deckt heimliche Verbraucher auf
Wer wissen will, was ein Gerät wirklich verbraucht, steckt ein Energiekosten-Messgerät (Messsteckdose) zwischen Steckdose und Gerät. Es zeigt die aktuelle Leistung in Watt und summiert den Verbrauch über Stunden oder Tage in kWh — gerade bei Geräten mit schwankender Last wie Kühlschrank, PC oder Waschmaschine viel genauer als jede Schätzung. So entlarvt man auch heimliche Standby-Verbraucher und vergessene Dauerläufer. Solche Messgeräte kosten nur wenige Euro und werden von vielen Verbraucherzentralen sogar kostenlos verliehen. Eine Woche Messung pro Gerät genügt meist, um die größten Stromfresser im Haushalt sicher zu finden.
Strompreis als Eingabe — die Werte sind Orientierung
Die Kostenangaben dieses Rechners hängen direkt vom Strompreis ab, den Sie eingeben. Als Voreinstellung dienen rund 35 Cent pro Kilowattstunde — Ihr tatsächlicher Preis steht auf der letzten Stromabrechnung und kann je nach Tarif und Region spürbar abweichen. Setzen Sie diesen Wert ein, um realistische Zahlen zu erhalten. Auch die Geräteleistung und die Nutzungsdauer sind Schätzwerte: Viele Geräte verbrauchen je nach Betriebszustand sehr unterschiedlich, ein Kühlschrank etwa nur, während der Verdichter läuft. Für eine genaue Messung hilft eine Messsteckdose. Die genannten Verbrauchswerte sind typische Richtwerte und kein Ersatz für die Angaben auf dem Typenschild. Auch der Strompreis ändert sich über die Jahre — eine Rechnung von heute kann morgen schon anders ausfallen. Für langfristige Vergleiche lohnt es sich daher, eher den kWh-Verbrauch als die Euro-Kosten im Blick zu behalten.
Häufige Fragen
Wie berechne ich den Stromverbrauch eines Geräts?
Wie viel kostet 1 kWh Strom?
Wie viel kostet Standby im Jahr?
Welche Geräte verbrauchen am meisten Strom?
Lohnt sich der Austausch eines alten Geräts?
Quellen & Methodik
- Stromverbrauch berechnen — MethodikkWh = Watt × Stunden / 1000; Kosten = kWh × Strompreis. Die Geräteleistung steht auf dem Typenschild.
- BMWK / co2online — Stromspar-Infos — OriginaltextEffizienz & Verbrauch