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Aktualisiert am 21. Mai 2026

❤️ BMI-Rechner

Body Mass Index berechnen: Mit WHO-Einordnung, farbiger Skala und optimalem BMI-Bereich für Ihr Alter.

Geschlecht
kg
cm
Jahre

Ihr Body Mass Index

24,5

Normalgewicht

BMI-Einordnung

24,5
1018,52530354050
Untergewicht (018.5)
Normalgewicht (18.525)
Übergewicht (2530)
Adipositas Grad I (3035)
Adipositas Grad II (3540)
Adipositas Grad III (4040+)

Optimaler BMI-Bereich für Ihr Alter (30 Jahre)

BMI 2025,9 entspricht einem Gewicht von 61,379,3 kg bei Ihrer Größe.

Hinweis: Der BMI-Rechner ersetzt keine ärztliche Beratung. Der BMI berücksichtigt weder Muskelmasse noch Körperfettverteilung. Wenden Sie sich für eine individuelle Einschätzung an Ihren Arzt.

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Was der BMI misst — und was nicht

Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine Maßzahl, die das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt. Berechnet wird er als Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Entwickelt wurde die Formel bereits im 19. Jahrhundert vom belgischen Mathematiker und Statistiker Adolphe Quetelet — ursprünglich nicht als medizinisches, sondern als bevölkerungsstatistisches Werkzeug.

Heute nutzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den BMI als einfaches Screening-Instrument, um das Gewicht von Erwachsenen grob in Kategorien einzuordnen. Sein großer Vorteil ist die Einfachheit: Zwei Werte genügen, und das Ergebnis ist weltweit vergleichbar. Genau diese Einfachheit ist aber auch seine Grenze.

Denn der BMI misst nur Gewicht und Größe — sonst nichts. Er unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse, sagt nichts über die Verteilung des Körperfetts und berücksichtigt weder Alter noch Geschlecht, Knochenbau oder ethnische Herkunft. Zwei Menschen mit identischem BMI können körperlich völlig unterschiedlich gebaut sein. Der BMI liefert deshalb eine erste Orientierung, ersetzt aber keine genauere Betrachtung und schon gar keine ärztliche Einschätzung.

Trotz dieser Einschränkungen ist der BMI so weit verbreitet, weil er schnell, kostenlos und überall verfügbar ist: Waage, Maßband, eine kurze Rechnung — fertig. Für eine erste grobe Einordnung auf Bevölkerungsebene oder als Ausgangspunkt für ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt ist das oft ausreichend. Probleme entstehen erst, wenn man die eine Zahl überinterpretiert.

Vom Quetelet-Index zum weltweiten Standard

Die Idee hinter dem BMI ist fast 200 Jahre alt. Der belgische Universalgelehrte Adolphe Quetelet suchte in den 1830er-Jahren nach einer Formel, um den „mittleren Menschen" statistisch zu beschreiben. Er fand, dass das Gewicht bei Erwachsenen ungefähr mit dem Quadrat der Körpergröße zunimmt — und prägte damit den nach ihm benannten Quetelet-Index.

Zum medizinischen Allzweckwerkzeug wurde die Kennzahl aber erst viel später. 1972 untersuchte der amerikanische Physiologe Ancel Keys verschiedene Gewichts-Größen-Indizes und befand den Quetelet-Index als den brauchbarsten einfachen Näherungswert für den Körperfettanteil. Er taufte ihn Body-Mass-Index. In den folgenden Jahrzehnten übernahmen Forschung, Krankenkassen und schließlich die WHO den BMI als Standard für Bevölkerungsstatistiken und als grobes Screening.

Seine Karriere verdankt der BMI vor allem der Praktikabilität: Er ist mit Maßband und Waage überall erhebbar, kostet nichts und liefert weltweit vergleichbare Zahlen. Gerade weil er so einfach ist, blieb er trotz aller bekannten Schwächen bis heute das verbreitetste Maß — als schneller erster Anhaltspunkt, nicht als abschließendes Urteil.

BMI Schritt für Schritt

  1. 1
    Körpergröße quadrieren1,80 m × 1,80 m= 3,24
  2. 2
    Gewicht ÷ Größe²80 kg ÷ 3,24= 24,69
Ein BMI von 24,69 liegt im WHO-Bereich Normalgewicht (18,5–24,9). Wichtig: die Größe in Metern einsetzen — mit 180 statt 1,80 entsteht ein unsinniger Wert im Promillebereich.

BMI-Kategorien nach WHO (Erwachsene)

WHO-KategorieBMI-Bereich
Untergewichtunter 18,5
Normalgewicht18,5 – 24,9
Präadipositas (Übergewicht)25,0 – 29,9
Adipositas Grad I30,0 – 34,9
Adipositas Grad II35,0 – 39,9
Adipositas Grad III40,0 und höher

Gilt für Erwachsene. Für Kinder und Jugendliche unter 18 gelten altersabhängige Perzentilen (Kromeyer-Hauschild), nicht diese Kategorien.

BMI-Verteilung der Erwachsenen in Deutschland

  • Normal-/Untergewicht (< 25)47 %
  • Übergewicht (25–30)35 %
  • Adipositas (≥ 30)18 %

Erwachsene ab 18 Jahren. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Mikrozensus 2025 — 53,4 % mit BMI ≥ 25, davon 17,9 % adipös. Werte auf Basis von Selbstauskunft, reine Beobachtungsstatistik ohne Bewertung.

Übergewicht in Deutschland — die Zahlen einordnen

Wie verteilt sich das Gewicht in der Bevölkerung? Der Mikrozensus 2025 des Statistischen Bundesamtes (Destatis) liefert dazu aktuelle Zahlen: 53,4 % der Erwachsenen ab 18 Jahren haben einen BMI von 25 oder höher, gelten nach WHO-Einteilung also als übergewichtig. 17,9 % erreichen einen BMI von 30 oder mehr und fallen damit in den Adipositas-Bereich.

Zwischen den Geschlechtern zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Bei den Männern liegen 62,6 % im Bereich BMI ≥ 25 und 19,9 % im Adipositas-Bereich, bei den Frauen sind es 43,8 % beziehungsweise 15,8 %. Der oder die durchschnittliche Erwachsene ist laut Erhebung 1,73 m groß und wiegt 78,3 kg.

Ein methodischer Hinweis gehört zur Einordnung dazu: Die Daten beruhen auf Selbstauskunft der Befragten. Studien zeigen, dass Menschen ihr Gewicht tendenziell etwas zu niedrig und ihre Größe etwas zu hoch angeben — der tatsächliche Anteil mit Adipositas dürfte daher eher höher liegen, als die Selbstauskunft ausweist. Die Zahlen sind als sachliche Beobachtung der Bevölkerung zu verstehen, nicht als Bewertung einzelner Personen.

Was die WHO-Kategorien aussagen — und was nicht

Die Einteilung der WHO in Unter-, Normalgewicht, Präadipositas und Adipositas geht auf große Bevölkerungsstudien zurück, die statistische Zusammenhänge zwischen BMI-Bereichen und gesundheitlichen Kennzahlen untersucht haben. Wichtig ist das Wort statistisch: Die Kategorien beschreiben Durchschnittswerte über viele Menschen hinweg, nicht das Schicksal einer einzelnen Person.

Ein bestimmter BMI-Wert ist deshalb kein Urteil über die Gesundheit eines konkreten Menschen. Innerhalb jeder Kategorie gibt es eine große Bandbreite — Menschen mit identischem BMI können sich in Fitness, Stoffwechsel, Muskelanteil und Blutwerten stark unterscheiden. Die Kategorie sagt nur, in welchem rechnerischen Bereich jemand liegt, nicht, wie es um die individuelle Gesundheit bestellt ist.

Für eine tatsächliche Einschätzung des Gesundheitszustands ziehen Ärztinnen und Ärzte neben dem BMI weitere Faktoren heran: Taillenumfang, Blutdruck, Blutzucker- und Blutfettwerte, Bewegungsverhalten und die Familiengeschichte. Der BMI ist in diesem Zusammenspiel ein erster, schnell verfügbarer Anhaltspunkt — mehr nicht. Wer seine Werte einordnen möchte, ist mit einem ärztlichen Gespräch besser beraten als mit einer einzelnen Zahl.

Warum der BMI nur ein grober Richtwert ist

Der BMI ist praktisch, aber an mehreren Stellen ungenau — wer ihn deutet, sollte seine Schwächen kennen.

Muskel- statt Fettmasse: Muskelgewebe ist schwerer als Fettgewebe. Menschen mit viel Muskulatur, etwa nach intensivem Krafttraining, können einen hohen BMI haben, obwohl ihr Körperfettanteil niedrig ist. Der BMI würde sie rechnerisch in eine höhere Kategorie einordnen, als es ihrer Körperzusammensetzung entspricht. Ein anschauliches Beispiel: Eine durchtrainierte Person von 1,80 m und 95 kg käme rechnerisch auf einen BMI von 29,3 — fast an der Adipositas-Grenze —, obwohl dieser Wert nahezu vollständig aus Muskelmasse stammt und der Körperfettanteil sehr niedrig ist. Umgekehrt kann jemand mit wenig Muskulatur trotz normalem BMI einen überdurchschnittlich hohen Fettanteil haben. Die gleiche Zahl kann also Gegensätzliches bedeuten.

Fettverteilung: Der BMI sagt nichts darüber, wo das Fett sitzt. Aus medizinischer Sicht ist das Bauchfett (viszerales Fett) bedeutsamer als Fett an Hüften und Oberschenkeln — zwei Personen mit gleichem BMI können hier sehr unterschiedlich sein. Deshalb wird der BMI oft mit dem Taillenumfang ergänzt.

Alter, Geschlecht und Herkunft: Mit dem Alter verschiebt sich die Körperzusammensetzung, der Muskelanteil nimmt tendenziell ab. Frauen haben von Natur aus einen höheren Körperfettanteil als Männer. Und für einige Bevölkerungsgruppen empfiehlt die WHO niedrigere Schwellenwerte, weil gesundheitliche Risiken dort bereits bei niedrigerem BMI beobachtet werden. All das fließt in die einfache Formel nicht ein — der BMI bleibt ein grober Richtwert, kein Präzisionsinstrument.

BMI vs. Taillenumfang

KriteriumBMITaillenumfang
Was wird gemessenGewicht im Verhältnis zur GrößeMenge des Bauchfetts
Aussage zur Fettverteilungkeineja (viszerales Bauchfett)
Bei viel Muskelmassekann das Risiko überschätzenmisst nur Bauchfett, unverzerrt
Orientierung Männer18,5 – 24,9ab 94 cm erhöht, ab 102 cm deutlich
Orientierung Frauen18,5 – 24,9ab 80 cm erhöht, ab 88 cm deutlich
Beste Nutzungschnelle Gesamteinschätzungverfeinert das Bild

Was außer dem BMI noch gemessen wird

Weil der BMI nur Gewicht und Größe kennt, gibt es ergänzende Maße, die ein genaueres Bild zeichnen — jedes mit eigenem Blickwinkel.

Der Taillenumfang erfasst, wie viel Fett sich im Bauchraum sammelt. Da dieses viszerale Fett aus medizinischer Sicht bedeutsamer ist als Fett an Hüfte und Beinen, ergänzt der Taillenumfang den BMI sinnvoll. Eng verwandt ist das Taille-Hüft-Verhältnis sowie das Verhältnis von Taille zu Körpergröße, das den Bauchumfang in Relation zur Statur setzt.

Genauer, aber aufwendiger ist die direkte Messung des Körperfettanteils — etwa über Bioimpedanz-Waagen, Hautfaltenmessung oder spezielle Verfahren in Sportmedizin und Forschung. Diese Methoden unterscheiden zwischen Fett- und Magermasse, die dem BMI verborgen bleibt. Welches Maß im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der Fragestellung ab: Für eine schnelle Selbsteinordnung reichen BMI und Taillenumfang, für eine medizinische Beurteilung gehört die Auswahl der passenden Methode in fachliche Hände.

Wann der BMI nur eingeschränkt taugt

  • Bei viel Muskelmasse (Kraftsport) überschätzt der BMI den Körperfettanteil
  • Im Alter ab 65 kann ein leicht höherer Bereich normal sein
  • Während der Schwangerschaft ist der BMI nicht aussagekräftig
  • Bei Kindern und Jugendlichen gelten Perzentilen statt Erwachsenenkategorien
  • Normal-BMI mit hohem Bauchumfang ärztlich abklären lassen

BMI bei Kindern, Älteren und in der Schwangerschaft

In bestimmten Lebensphasen ist der erwachsene BMI-Maßstab nicht der richtige.

Kinder und Jugendliche unter 18: Hier gelten nicht die WHO-Erwachsenenkategorien. Weil sich Körpergröße und Körperzusammensetzung während des Wachstums laufend verändern, wird der BMI in alters- und geschlechtsspezifische Referenzkurven eingeordnet — sogenannte Perzentilen. In Deutschland sind die Perzentilen nach Kromeyer-Hauschild gebräuchlich. Eine fundierte Einschätzung gehört in die Hände der Kinderärztin oder des Kinderarztes; Eltern sollten den BMI ihres Kindes nicht selbst nach Erwachsenenkategorien bewerten.

Ältere Menschen: Im höheren Alter verschiebt sich die Körperzusammensetzung, und manche Studien sehen einen leicht höheren BMI-Bereich als unbedenklich. Eine pauschale Grenze gibt es hier nicht.

Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft ist der BMI nicht aussagekräftig, weil die natürliche Gewichtszunahme den Wert verändert. Sinnvoll ist allenfalls der Ausgangs-BMI vor der Schwangerschaft. Die Begleitung erfolgt durch Frauenärztin, Frauenarzt oder Hebamme.

In all diesen Lebensphasen gilt dasselbe Prinzip: Die einfache Erwachsenenformel führt leicht in die Irre, und die richtige Einordnung gehört in fachkundige Hände — bei Kindern und Jugendlichen in die der Kinder- und Jugendmedizin, in Schwangerschaft und höherem Alter in die der jeweils betreuenden Fachperson.

Kein Diagnose-Werkzeug

Der BMI ist ein grobes Screening-Maß, keine Diagnose. Er ersetzt keine ärztliche Untersuchung und sagt für sich allein nichts über den Gesundheitszustand eines einzelnen Menschen aus. Für Kinder und Jugendliche unter 18 gelten Perzentilen nach Kromeyer-Hauschild, nicht die Erwachsenenkategorien. Nutzen Sie den Wert nur zur groben Orientierung und besprechen Sie Auffälligkeiten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt — eine fundierte Bewertung des Gewichts gehört in fachliche Hände.

Häufige Fragen

Was ist ein guter BMI-Wert?
Ein guter BMI liegt laut WHO zwischen 18,5 und 24,9 (Normalgewicht). Dieser Bereich ist mit dem geringsten Risiko für gewichtsbedingte Erkrankungen verbunden. Für ältere Menschen kann der optimale Bereich leicht höher liegen.
Wie berechne ich meinen BMI?
Teilen Sie Ihr Körpergewicht in Kilogramm durch Ihre Körpergröße in Metern zum Quadrat. Formel: BMI = kg ÷ m². Beispiel: 70 kg bei 1,70 m = 70 ÷ (1,70 × 1,70) = 70 ÷ 2,89 = 24,2.
Ist der BMI für Sportler aussagekräftig?
Nur eingeschränkt. Da Muskelmasse schwerer ist als Fettgewebe, können durchtrainierte Sportler einen hohen BMI haben, ohne übergewichtig zu sein. Für Sportler sind der Körperfettanteil und der Taillenumfang bessere Indikatoren.
Gelten für Männer und Frauen die gleichen BMI-Werte?
Die WHO-Tabelle gilt für beide Geschlechter gleichermaßen. Allerdings haben Frauen von Natur aus einen höheren Körperfettanteil. Manche Experten empfehlen daher leicht unterschiedliche Bewertungen.
Ab welchem BMI sollte man zum Arzt?
Bei einem BMI unter 18,5 (Untergewicht) oder ab 30 (Adipositas) ist eine ärztliche Beratung empfehlenswert. Auch bei einem BMI zwischen 25 und 30 sollte man aufmerksam sein, besonders wenn weitere Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes vorliegen.
Wie berechne ich den BMI bei Kindern?
Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird der BMI zwar mit derselben Formel berechnet (Gewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat), aber die WHO-Erwachsenenkategorien gelten nicht. Stattdessen werden die berechneten Werte in alters- und geschlechtsspezifische Referenztabellen eingeordnet — sogenannte BMI-Perzentilen. In Deutschland sind die Perzentilen nach Kromeyer-Hauschild gebräuchlich. Eine fundierte Einschätzung ist nur durch Kinderärzt:innen oder kinder- und jugendmedizinische Praxen möglich, die diese Tabellen routinemäßig nutzen. Eltern sollten den BMI eines Kindes nicht selbst nach Erwachsenenkategorien bewerten — das führt häufig zu falschen Schlüssen.
Welcher BMI ist während der Schwangerschaft gesund?
Während der Schwangerschaft ist der BMI nicht aussagekräftig, weil die natürliche Gewichtszunahme den Wert verfälscht. Was Ärzt:innen interessiert, ist der Ausgangs-BMI vor der Schwangerschaft — er bestimmt, wie viel Gewichtszunahme medizinisch empfohlen wird. Bei einem Ausgangs-BMI von 18,5–24,9 (Normalgewicht) gelten 11,5–16 kg als typischer Bereich; bei Übergewicht weniger, bei Untergewicht etwas mehr. Diese Werte sind nur Orientierungswerte — die individuelle Begleitung durch Frauenärzt:in oder Hebamme ist entscheidend. Nach der Geburt kann der BMI etwa nach 6 Monaten wieder als Orientierung dienen, sollte aber nicht zur frühzeitigen Selbstbewertung herangezogen werden.
Was ist aussagekräftiger — BMI oder Bauchumfang?
Der Bauchumfang ist in vielen Fällen aussagekräftiger als der BMI, weil er etwas über die Fettverteilung verrät. Viszerales Bauchfett (das tief im Bauchraum liegt und Organe umschließt) ist gesundheitlich deutlich riskanter als subkutanes Fett an Hüfte oder Oberschenkel. Faustregel der WHO: Taillenumfang unter 94 cm bei Männern und unter 80 cm bei Frauen gilt als unbedenklich; ab 102 cm bzw. 88 cm liegt ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 vor. In der Praxis werden BMI und Bauchumfang gerne kombiniert: der BMI liefert eine schnelle Gesamteinschätzung, der Bauchumfang verfeinert das Bild. Wer einen Normal-BMI, aber einen hohen Taillenumfang hat, sollte das ärztlich abklären lassen.

Quellen & Methodik

  1. WHO Fact Sheet: Obesity and Overweight OriginaltextBMI-Klassifikation für Erwachsene: Übergewicht ≥ 25, Adipositas ≥ 30
  2. Kromeyer-Hauschild PerzentilenIn Deutschland gebräuchliche alters- und geschlechtsspezifische BMI-Referenztabellen für Kinder und Jugendliche (Monatsschrift Kinderheilkunde 2001)
  3. Deutsche Adipositas-Gesellschaft: S3-Leitlinie Prävention und Therapie der AdipositasKlinische Klassifikation Grad I–III, Therapieindikationen (AWMF-Register 050-001)
  4. Robert Koch-Institut: Übergewicht und Adipositas in DeutschlandAktuelle DEGS- und KiGGS-Studienergebnisse zu Adipositas-Prävalenz, abrufbar über rki.de Themenbereich Nicht-übertragbare Krankheiten
Karsten Kautz, Gründer von Rechenfix.de

Karsten Kautz · Gründer und Betreiber von Rechenfix.de

Pflegt alle Rechner aktuell und prüft die Werte jährlich anhand der Primärquellen.

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