Aktualisiert am 20. Juni 2026
🏷️ Rabattrechner
Rabatt berechnen: Endpreis, Ersparnis in Euro, Rabatt in Prozent & Doppelrabatt — mit Rechenweg.
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Rabatt berechnen — der Prozent-Abzug vom Preis
Ein Rabatt ist ein prozentualer Nachlass auf einen Preis. Um den Endpreis zu finden, zieht man den Rabattanteil vom Originalpreis ab. Die Formel lautet: Endpreis = Originalpreis × (1 − Rabatt ÷ 100). Ein Rabatt von 20 Prozent bedeutet also, dass 80 Prozent des Preises übrig bleiben. Die Ersparnis in Euro ist die Differenz zwischen Original- und Endpreis.
In der Praxis sind zwei Fragen häufig: Wie viel zahle ich nach einem bekannten Rabatt — und wie viel Prozent Rabatt sind es eigentlich, wenn ein Preis von X auf Y gesenkt wurde? Beides rechnet dieser Rechner aus und zeigt den vollständigen Rechenweg. Wichtig ist, immer zu unterscheiden zwischen dem Prozent-Rabatt (relativer Nachlass) und der Ersparnis in Euro (absoluter Betrag): 20 Prozent auf 50 Euro sind nur 10 Euro, 20 Prozent auf 500 Euro dagegen 100 Euro. Für die Beurteilung eines Angebots zählt am Ende immer der Endpreis, nicht die Prozentzahl auf dem Schild.
20 % Rabatt auf 80 €
- 1OriginalpreisAusgangspreis= 80,00 €
- 2Rabattsatzprozentualer Nachlass= 20 %
- 3Ersparnis80 € × 20 ÷ 100= 16,00 €
- 4Endpreis80 € − 16 €= 64,00 €
Reduziert von 250 € auf 200 € — wie viel Prozent?
- 1Originalpreisvorher= 250,00 €
- 2Neuer Preisnachher= 200,00 €
- 3Ersparnis250 € − 200 €= 50,00 €
- 4Rabatt in Prozent50 € ÷ 250 € × 100= 20 %
Rabatt-Schnelltabelle (bei 100 € Originalpreis)
| Rabatt | Ersparnis | Endpreis |
|---|---|---|
| 10 % | 10,00 € | 90,00 € |
| 20 % | 20,00 € | 80,00 € |
| 25 % | 25,00 € | 75,00 € |
| 30 % | 30,00 € | 70,00 € |
| 40 % | 40,00 € | 60,00 € |
| 50 % | 50,00 € | 50,00 € |
| 70 % | 70,00 € | 30,00 € |
Werte für einen Originalpreis von 100 €. Für andere Preise proportional umrechnen: Bei 250 € Originalpreis sind 20 Prozent dann 50 € Ersparnis. Die Tabelle macht deutlich, dass erst hohe Rabattsätze ab etwa 30 bis 40 Prozent den Preis spürbar senken; ein „10 Prozent"-Gutschein klingt gut, bewegt aber bei kleinen Beträgen wenig.
Mehrere Rabatte: warum man NICHT addiert
Ein verbreiteter Irrtum: Wenn auf einen Artikel erst 20 Prozent Sale und dann noch einmal 10 Prozent per Gutschein gewährt werden, ergibt das keine 30 Prozent. Der zweite Rabatt wird nämlich nicht auf den Originalpreis berechnet, sondern auf den bereits reduzierten Preis. Mehrere Rabatte wirken deshalb multiplikativ, nicht additiv — der Gesamtrabatt fällt immer kleiner aus als die Summe der Einzelrabatte.
Rechnerisch multipliziert man die verbleibenden Anteile: 20 Prozent Rabatt lassen 80 Prozent übrig (Faktor 0,8), 10 Prozent lassen 90 Prozent übrig (Faktor 0,9). Zusammen ergibt 0,8 × 0,9 = 0,72 — es bleiben also 72 Prozent des Preises, der Gesamtrabatt beträgt 28 Prozent. Die Reihenfolge spielt dabei keine Rolle: ob erst 20 und dann 10 Prozent oder umgekehrt, das Ergebnis ist identisch. Je mehr Einzelrabatte kombiniert werden, desto größer wird die Lücke zur naiven Summe. Wer den Gesamtrabatt korrekt wissen will, rechnet die Schritte immer nacheinander durch — genau das übernimmt der Doppelrabatt-Modus des Rechners.
20 % + zusätzlich 10 % (multiplikativ)
- 1OriginalpreisAusgangspreis= 100,00 €
- 2Nach 20 % Rabatt100 € × 0,80= 80,00 €
- 3Nach weiteren 10 %80 € × 0,90= 72,00 €
- 4Gesamtrabatt(100 − 72) ÷ 100 × 100= 28 % (nicht 30 %)
Skonto: 2 % bei Zahlung in 14 Tagen
- 1RechnungsbetragBruttobetrag= 1.000,00 €
- 2Skontosatzbei Zahlung in 14 Tagen= 2 %
- 3Skonto-Ersparnis1.000 € × 2 ÷ 100= 20,00 €
- 4Zahlbetrag1.000 € − 20 €= 980,00 €
UVP, Streichpreis und psychologische Tricks
Nicht jeder ausgewiesene Rabatt ist ein echter Preisvorteil. Die UVP (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers) liegt oft deutlich über dem Preis, zu dem ein Produkt ohnehin schon verkauft wird. Wirbt ein Händler mit „40 Prozent unter UVP", kann der Straßenpreis trotzdem nur wenig günstiger sein als üblich. Der durchgestrichene Streichpreis daneben ist nicht immer ein realer früherer Verkaufspreis.
Hinzu kommen psychologische Effekte: Ein hoher Ausgangspreis lässt den reduzierten Preis als großes Schnäppchen erscheinen (Ankereffekt), zeitlich begrenzte Aktionen erzeugen Kaufdruck, und runde Rabatt-Prozente wirken großzügiger, als sie sind. Seriöse Orientierung gibt nur der Vergleich des Endpreises mit dem tatsächlichen Marktpreis — etwa über Preisvergleichsportale oder die eigene Preisbeobachtung über einige Wochen. Eine EU-Regel verpflichtet Händler inzwischen, bei Rabattaktionen den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Bezugsgröße anzugeben; dieser Wert ist aussagekräftiger als ein beliebiger Streichpreis. Wer regelmäßig kauft, dem hilft ein kurzer Preischeck vor dem Klick — oft war der vermeintliche Aktionspreis schon Tage zuvor genauso verfügbar. Entscheidend bleibt: nicht der Rabatt, sondern der Endpreis.
Echter Rabatt vs. hochgesetzter Streichpreis
| Kriterium | Echter Rabatt | Hochgesetzter Streichpreis |
|---|---|---|
| Bezugsgröße | tatsächlicher früherer Verkaufspreis | künstlich hohe UVP oder nie verlangter Preis |
| Endpreis vs. Markt | liegt unter dem üblichen Marktpreis | kaum günstiger als sonst |
| 30-Tage-Tiefstpreis | Rabatt darauf bezogen | Streichpreis blendet ihn aus |
| Erkennbar durch | Preisvergleich, eigene Beobachtung | auffällig hoher „statt"-Preis |
| Worauf achten | der Endpreis zählt | Prozentzahl als Lockmittel |
Typische Rabatt-Aktionen — neutral eingeordnet
Rabatte richtig bewerten
- Auf den Endpreis schauen, nicht auf die Rabatt-Prozente.
- Den reduzierten Preis mit dem tatsächlichen Marktpreis vergleichen, nicht mit der UVP.
- Mehrere Rabatte nacheinander rechnen, nie die Prozente addieren.
- Den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als ehrliche Bezugsgröße heranziehen.
- Versandkosten und Zusatzkosten in den Endpreis einrechnen.
- Bei Mengenangeboten den echten Stückpreis ausrechnen.
- Skonto bei Rechnungen nutzen — die Jahresrendite ist meist hoch.
- Sich von Countdown-Timern und „nur heute" nicht zu Spontankäufen drängen lassen.
Mehrere Rabatte immer nacheinander rechnen
Die wichtigste Faustregel bei kombinierten Rabatten: niemals die Prozente addieren, sondern Schritt für Schritt rechnen. Multiplizieren Sie die verbleibenden Anteile — 20 Prozent Rabatt bedeuten Faktor 0,8, weitere 15 Prozent Faktor 0,85, zusammen 0,8 × 0,85 = 0,68, also 32 Prozent Gesamtrabatt statt der naiven 35. Im Kopf geht das selten sauber auf, deshalb lohnt der Doppelrabatt-Modus des Rechners. Praktisch wichtig wird das bei „Extra-Gutschein auf Sale-Ware" oder gestaffelten Aktionen: Der reale Vorteil ist stets etwas kleiner als beworben. Wer den Endpreis konkret ausrechnet, trifft die bessere Kaufentscheidung als jemand, der sich von der addierten Prozentsumme blenden lässt.
Der Endpreis zählt, nicht der Streichpreis
Ein hoher durchgestrichener Preis macht ein Angebot nicht automatisch gut. Streichpreise und UVP sind nicht immer der echte Marktpreis — manchmal wird der Ausgangspreis nur angesetzt, damit der Rabatt größer wirkt. Aussagekräftig ist allein der Vergleich des Endpreises mit dem, was das Produkt sonst tatsächlich kostet. Hilfreich sind Preisvergleichsportale und die seit der EU-Preisangabenregel verpflichtende Angabe des niedrigsten Preises der letzten 30 Tage. Die Beispielwerte auf dieser Seite dienen der Veranschaulichung der Rechenwege; konkrete Rabattaktionen und Preise unterscheiden sich nach Händler und Zeitpunkt. Eine ruhige Minute zum Nachrechnen schützt zuverlässiger vor Fehlkäufen als jede zeitlich begrenzte Aktion. Lassen Sie sich nicht von der Prozentzahl, sondern vom Endpreis leiten.
Häufige Fragen
Wie berechne ich einen Rabatt in Euro?
Wie viel Prozent Rabatt bekomme ich?
Warum sind 20% + 10% Rabatt nicht 30%?
Wie berechne ich den Originalpreis aus dem reduzierten Preis?
Was ist Skonto und wie berechne ich es?
Quellen & Methodik
- Rabatt- & Skonto-BerechnungEndpreis = Preis × (1 − Rabatt/100); Rabatt in % = Ersparnis ÷ Originalpreis × 100; mehrere Rabatte wirken multiplikativ, nicht additiv.