Aktualisiert am 21. Mai 2026
🚗 Autokosten-Rechner
Autokosten berechnen: Monatliche und jährliche Gesamtkosten Ihres Autos — von Versicherung über Sprit bis Wertverlust.
1Fahrzeug & Anschaffung
3Kraftstoff
4Laufende Kosten
Ölwechsel, Inspektion, Verschleißteile
Reifenwechsel + anteilige Neuanschaffung
Monatliche Gesamtkosten
551 €
Pro Monat
551 €
Pro Kilometer
0,44 €
Pro Tag
18,12 €
Restwert
12.866 €
Kostenverteilung
Aufschlüsselung
| Position | Monat | Jahr | Anteil |
|---|---|---|---|
| Wertverlust | 202 € | 2.427 € | 37 % |
| Kraftstoff | 153 € | 1.838 € | 28 % |
| Versicherung | 80 € | 960 € | 15 % |
| Kfz-Steuer | 13 € | 150 € | 2 % |
| Wartung & Reifen | 83 € | 1.000 € | 15 % |
| TÜV / HU+AU | 5 € | 60 € | 1 % |
| Parken & Pflege | 15 € | 180 € | 3 % |
| Gesamt | 551 € | 6.614 € | 100 % |
⛽ Kraftstoffverbrauch
Verbrauch
7 l/100 km
Preis
1,75 €/l
Liter / Jahr
1.050
Spritkosten / km
0,12 €
💡 Wussten Sie? Der Wertverlust macht ca. 37% Ihrer Autokosten aus (202 €/Monat). Bei einem Neuwagen für 25.000 € verlieren Sie in 5 Jahren insgesamt 12.134 € an Wert.
Ihre Kosten liegen ca. 10% über dem Durchschnitt (ca. 400–600 €/Monat).
🛣️ Spritkosten pro Strecke
Reine Kraftstoffkosten — ohne Fixkosten wie Versicherung oder Wertverlust
⚠️ Hinweis: Die Berechnung basiert auf Durchschnittswerten und Ihren Angaben. Der tatsächliche Wertverlust hängt von Marke, Modell, Zustand und Nachfrage ab. Reparaturkosten und unvorhergesehene Ausgaben sind nicht eingerechnet. Für den exakten Spritverbrauch nutzen Sie unseren Spritkostenrechner.
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TCO: die wahren Kosten eines Autos
Die meisten Autofahrer kennen ihre Tankrechnung und die Versicherungsprämie — aber nicht die Gesamtbetriebskosten (englisch Total Cost of Ownership, TCO). Genau die entscheiden, was ein Auto wirklich kostet. Laut ADAC liegt ein durchschnittlicher Kompaktwagen bei rund 400 bis 600 Euro im Monat, und der größte Posten ist meist unsichtbar: der Wertverlust.
Der Rechner addiert alle Kostenblöcke zur Jahres- und Monatssumme und teilt sie auf die Fahrleistung um — das ergibt die aussagekräftigste Kennzahl, die Kosten pro Kilometer. Sechs Gruppen fließen ein: Wertverlust (oder Finanzierungsrate), Kraftstoff, Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung mit Reifen und TÜV sowie sonstige Kosten wie Parken und Pflege. Erst diese Vollkostenrechnung macht verschiedene Fahrzeuge und auch die Alternative zum eigenen Auto fair vergleichbar. Die folgenden Beispiele rechnen mit einem Neuwagen für 25.000 Euro, 15.000 km im Jahr und 7 l/100 km Benzin zu 1,75 €/l. Alle Werte lassen sich im Rechner durch die eigenen ersetzen — das Beispiel dient nur als Orientierung für die Größenordnung der einzelnen Posten.
Kostenblöcke eines Beispielfahrzeugs (25.000 €, 15.000 km/Jahr)
Wertverlust — der größte und stillste Posten
Der Wertverlust ist bei den meisten Autos der größte einzelne Kostenfaktor — oft 30 bis 50 Prozent der Gesamtkosten. Er tut nicht weh, weil kein Geld vom Konto abgeht; trotzdem ist er real und schlägt beim Verkauf voll durch. Ein Neuwagen verliert im ersten Jahr rund 24 Prozent seines Werts, im zweiten weitere 13 Prozent, danach pendelt sich der jährliche Verlust bei 6 bis 8 Prozent ein.
Daraus folgt eine einfache Spar-Logik: Den steilsten Wertverlust trägt der Erstkäufer. Wer einen zwei bis vier Jahre alten Gebrauchtwagen kauft, überspringt genau diese teuerste Phase und bekommt das beste Verhältnis aus geringem Wertverlust und noch hoher Zuverlässigkeit. Auch die Haltedauer wirkt: Je länger man ein Auto fährt, desto stärker verteilt sich der einmalige Wertverlust auf viele Jahre — ein Auto acht statt fünf Jahre zu fahren senkt den jährlichen Wertverlust deutlich. Bei einer Finanzierung tritt an die Stelle des Wertverlusts die monatliche Rate als Belastung — der Rechner setzt dann die Rate an, damit die Anschaffung nicht doppelt gezählt wird.
Restwert eines 25.000-€-Neuwagens nach Haltedauer
Kosten pro Kilometer berechnen
- 1Alle Kostenblöcke zur Jahressumme addierenWertverlust + laufende Kosten= 6.599 €/Jahr
- 2Auf die Fahrleistung umlegen6.599 € ÷ 15.000 km= 0,44 €/km
- 3Auf den Tag umlegen6.599 € ÷ 365= 18,08 €/Tag
- 4Auf den Monat umlegen6.599 € ÷ 12= 549,94 €/Monat
Energiekosten nach Antriebsart (typische Werte)
| Antrieb | Typischer Verbrauch | Energiepreis | Energiekosten/100 km |
|---|---|---|---|
| Benzin | 7 l/100 km | 1,75 €/l | 12,25 € |
| Diesel | 5,5 l/100 km | 1,65 €/l | 9,08 € |
| Elektro | 18 kWh/100 km | 0,35 €/kWh | 6,30 € |
| Hybrid | 5 l/100 km | 1,75 €/l | 8,75 € |
Energiepreise als Standardwerte des Rechners (Benzin 1,75 €/l, Diesel 1,65 €/l, Strom 0,35 €/kWh); der Verbrauch ist ein typischer Beispielwert und im Rechner frei einstellbar. Die Tabelle zeigt nur die Energiekosten, nicht die Gesamtkosten — Diesel und Elektro haben oft höhere Anschaffung bzw. Steuer/Versicherung, die sich erst über die Fahrleistung rechnen. Beim Elektroauto hängt der Preis pro 100 km zudem stark davon ab, ob zu Hause günstig oder unterwegs am teuren Schnelllader geladen wird — die Spanne ist hier größer als bei Benzin oder Diesel.
Fixkosten gegen variable Kosten (Beispielfahrzeug)
Fixkosten: unabhängig von der Fahrleistung
Ein entscheidender Punkt für die Wirtschaftlichkeit: Ein großer Teil der Autokosten ist fix — er fällt an, egal ob das Auto bewegt wird oder in der Garage steht. Wertverlust, Versicherung, Kfz-Steuer, der TÜV-Anteil und die Stellplatzmiete laufen weiter. Im Beispiel sind das rund 62 Prozent der Gesamtkosten. Nur die variablen Kosten — Kraftstoff sowie verschleißabhängige Wartung und Reifen — hängen direkt an den gefahrenen Kilometern.
Diese Aufteilung erklärt ein scheinbares Paradox: Wenigfahrer zahlen pro Kilometer am meisten. Wer nur 5.000 km im Jahr fährt, verteilt dieselben Fixkosten auf wenige Kilometer — der Kilometersatz steigt stark. Genau hier liegt die Grenze zum Carsharing: In der Stadt ist unterhalb von etwa 10.000 bis 12.000 km im Jahr die Kombination aus Deutschlandticket und gelegentlichem Carsharing oft günstiger als ein eigenes Auto. Auf dem Land ohne ÖPNV-Anbindung ändert sich diese Rechnung, weil das Auto dort oft alternativlos ist und der Zeitgewinn zusätzlich zählt. Auch der Zweitwagen lohnt sich finanziell selten, wenn er nur wenige tausend Kilometer im Jahr bewegt wird.
Vielfahrer gegen Wenigfahrer: derselbe Wagen, anderer Kilometersatz
- 1Wenigfahrer (5.000 km/Jahr)5.374 € ÷ 5.000 km= 1,07 €/km
- 2Durchschnitt (15.000 km/Jahr)6.599 € ÷ 15.000 km= 0,44 €/km
- 3Vielfahrer (20.000 km/Jahr)7.212 € ÷ 20.000 km= 0,36 €/km
Kostenposten-Übersicht: typische Höhe und Stellschrauben
| Kostenposten | Typisch €/Jahr | Beeinflussbar? |
|---|---|---|
| Wertverlust | ~2.400 € | bedingt — Modellwahl, Haltedauer, Gebrauchtkauf |
| Kraftstoff / Strom | ~1.800 € | ja — Antrieb, Fahrweise, Tankstellenwahl |
| Versicherung | ~960 € | ja — Tarifvergleich, SF-Klasse, Selbstbeteiligung |
| Wartung & Reifen | ~650 € | bedingt — freie statt Vertragswerkstatt |
| Parken & Pflege | ~540 € | ja — Stellplatz, Eigenpflege |
| Kfz-Steuer | ~120 € | nein — gesetzlich nach Hubraum/CO₂ |
| TÜV / HU+AU | ~65 € | nein — Pflicht alle zwei Jahre |
Richtwerte aus dem Beispielfahrzeug; die tatsächliche Höhe hängt stark von Modell, Region und Fahrprofil ab. Die größten Stellschrauben sind die Modell- bzw. Gebrauchtwahl (Wertverlust) und der jährliche Versicherungsvergleich. Die gesetzlich fixen Posten — Kfz-Steuer und TÜV — sind klein und kaum beeinflussbar; den Hebel hat man bei den großen Blöcken Wertverlust, Kraftstoff und Versicherung.
Autokosten realistisch kalkulieren
- Den Wertverlust immer mitrechnen — er ist meist größer als die Spritkosten, auch wenn er nicht auffällt.
- Mit Vollkosten pro Kilometer rechnen, nicht nur mit dem Tankpreis: Versicherung, Steuer, Wartung und Wertverlust gehören dazu.
- Die eigene Fahrleistung ehrlich schätzen — sie entscheidet über den Kilometersatz und damit über die Carsharing-Grenze.
- Versicherung jährlich vergleichen; ein Wechsel spart oft 300 bis 500 € pro Jahr (Sonderkündigungsrecht meist im November).
- Beim Antrieb die Gesamtkosten betrachten, nicht nur den Energiepreis: Diesel und Elektro rechnen sich erst ab höherer Fahrleistung.
- Bei Finanzierung oder Leasing die Rate statt des Wertverlusts ansetzen — sonst zählt man die Anschaffung doppelt.
- Reifen, TÜV und größere Inspektionen als jährlichen Durchschnitt ansetzen, auch wenn sie nur alle ein bis zwei Jahre anfallen.
- Den Restwert nicht zu optimistisch schätzen — gerade bei beliebten Modellen verleitet der hohe Wiederverkaufswert dazu, den Wertverlust zu unterschätzen.
Kosten pro Kilometer schlagen die Monatsrate
Wer Fahrzeuge oder die Alternative zum eigenen Auto vergleicht, sollte auf die Kosten pro Kilometer schauen, nicht auf die monatliche Rate. Eine niedrige Leasingrate sagt nichts über die Gesamtkosten, weil Sprit, Versicherung, Wartung und Mehrkilometer außen vor bleiben. Der Vollkosten-Kilometersatz dagegen fasst alles zusammen und macht ein sparsames Wenigfahrer-Auto und einen genutzten Vielfahrer-Wagen direkt vergleichbar — auch gegenüber Carsharing, das meist mit einem Kilometer- plus Zeitpreis abrechnet. Faustformel für den Schnellvergleich: Jahreskosten geteilt durch Jahreskilometer ergibt den eigenen Kilometersatz — liegt er über dem, was Carsharing oder ein Mietwagen für die gleiche Strecke kostet, lohnt sich das eigene Auto bei dieser Nutzung kaum. Auch beim Vergleich zweier Fahrzeuge ist der Kilometersatz ehrlicher als der Listenpreis: Ein günstiger Wagen mit hohem Verbrauch und schlechtem Wiederverkaufswert kann pro Kilometer teurer sein als ein teureres, sparsames Modell.
Referenzwerte sind Marktdurchschnitte — eigene Zahlen einsetzen
Die hier gezeigten Beträge beruhen auf einem Beispielfahrzeug und typischen Marktdurchschnitten. Versicherungsprämie, Kfz-Steuer, Wartungskosten und vor allem der Wertverlust hängen stark vom konkreten Modell, der Region und dem Fahrprofil ab. Setzen Sie im Rechner Ihre eigenen Werte ein — Kaufpreis, Versicherungsbeitrag aus der Police, Steuer aus dem Bescheid und die realistische Jahresfahrleistung —, dann wird aus der Überschlagsrechnung eine belastbare Kalkulation für genau Ihr Auto. Den Restwert nach der geplanten Haltedauer schätzt der Rechner aus typischen Wertverlustkurven; wer einen konkreten Wiederverkaufswert kennt (etwa aus einer Händler- oder Online-Bewertung), kann den Wertverlust damit noch genauer einordnen.
Häufige Fragen
Wie viel kostet ein Auto im Monat?
Was sind die größten Kostenfaktoren beim Auto?
Wie berechne ich die Kosten pro Kilometer?
Ist ein Elektroauto günstiger als ein Benziner?
Wie kann ich meine Autokosten senken?
Wie hoch ist der Wertverlust bei einem Neuwagen?
Lohnt sich ein eigenes Auto oder ist Carsharing günstiger?
Quellen & Methodik
- ADAC — Autokosten / Kostenvergleich — OriginaltextVollkostenmethodik (TCO) für Pkw
- Destatis — Kraftfahrzeughaltungskosten — OriginaltextDurchschnittliche Haltungskosten privater Haushalte