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Aktualisiert am 21. Mai 2026

🔋 Reichweiten-Rechner (E-Auto)

Realistische E-Auto-Reichweite berechnen — abhängig von Temperatur, Fahrprofil und Verbrauch.

kWh
km
Fahrprofil
Heizung / Klimaanlage
ct/kWh

Haushaltsstrom ≈ 32 ct, Wallbox-Sondertarif ≈ 28 ct, öffentlich AC ≈ 45 ct, DC-Schnelllader ≈ 60 ct.

Reale Reichweite

340 km

60 km weniger als WLTP (15 % Abschlag)

Details

WLTP-Verbrauch15,00 kWh/100 km
Realer Verbrauch17,65 kWh/100 km
Ladekosten pro 100 km5,82
Volle Ladung (60 kWh)19,80
WLTP vs. Real400 km → 340 km
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So funktioniert der Reichweiten-Rechner (E-Auto)

Formel

Realverbrauch = WLTP-Verbrauch ÷ (Fahrprofil × Temperatur × Klima) | Realreichweite = Akku ÷ Realverbrauch × 100

Rechenbeispiel

Beispiel: 60 kWh Akku, 400 km WLTP → 15 kWh/100 km WLTP. Autobahn × 0,70, Winter 0–10 °C × 0,85, Heizung an × 0,90 → Realverbrauch 28 kWh/100 km, Realreichweite ~215 km.

Warum die WLTP-Reichweite nicht der Realität entspricht

Die von Herstellern angegebene WLTP-Reichweite (Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure) wird unter Laborbedingungen ermittelt: moderate Temperaturen, definierte Geschwindigkeitsprofile, keine Klimaanlage. Für den Alltag ist sie daher eine Bestwert-Angabe, die Sie im realen Fahrbetrieb fast nie erreichen. Vor allem auf der Autobahn, bei Kälte oder mit eingeschalteter Heizung sinkt die Reichweite teils drastisch — um 20 bis 40 Prozent. Unser Reichweiten-Rechner zeigt Ihnen, welche realistische Reichweite Sie von Ihrem E-Auto tatsächlich erwarten können.

Einflussfaktoren auf die Reichweite

Vier große Hebel bestimmen, wie weit Sie mit einer Akkuladung kommen:

  • Geschwindigkeit (Fahrprofil): Der Luftwiderstand wächst im Quadrat zur Geschwindigkeit. Tempo 100 verbraucht etwa doppelt so viel wie Tempo 70, Tempo 130 rund das Dreifache. Stadtfahrten profitieren von Rekuperation — hier landet ein Teil der Bremsenergie zurück im Akku.
  • Außentemperatur: Lithium-Ionen-Akkus arbeiten ab etwa 20 °C ideal. Bei 0 °C liefert der Akku nur noch rund 85 %, bei −10 °C kann es unter 70 % fallen. Gleichzeitig braucht die Heizung viel Strom, weil E-Autos keine Motorabwärme zum Heizen nutzen können.
  • Heizung und Klimaanlage: Klassische Widerstandsheizungen können im Winter 3–5 kW ziehen — das entspricht bei 100 km/h einem Mehrverbrauch von 3–5 kWh/100 km. Moderne Wärmepumpen reduzieren das auf etwa 1 kWh/100 km.
  • Beladung, Dachboxen und Anhänger: Jedes zusätzliche Gewicht und jeder aerodynamische Störfaktor kostet Reichweite — beim Anhänger kann sich die Reichweite halbieren.

Winter-Reichweite: Was Sie einplanen sollten

Der kritischste Moment für E-Auto-Reichweite ist der Winter. Kalte Batterien liefern weniger Energie, die Heizung zieht zusätzlich. Faustregel: Rechnen Sie mit 70 bis 80 % der sommerlichen Reichweite bei Temperaturen unter 0 °C. Wer das unterschätzt, bleibt schnell liegen. Gute Strategien:

  • Vorheizen am Stecker: Wenn Sie mit Akku am Ladekabel vorheizen, verbraucht das Heizen keinen Strom aus dem Akku.
  • Sitz- und Lenkradheizung statt Raumheizung: Sitzheizungen verbrauchen nur 50–100 Watt und heizen effizienter direkt am Körper.
  • Gemächliches Fahren: Auf der Autobahn kostet Tempo 130 im Winter besonders viel — 10–20 km/h weniger zahlen sich direkt in Reichweite aus.
  • Eco-Modus nutzen: Reduziert Beschleunigung und Heizleistung — oft 10–15 % Reichweitengewinn.

Ladekosten richtig einschätzen

Die Kosten pro 100 km hängen vom Strompreis und Ladepunkt ab:

  • Zuhause an der Wallbox (Haushaltstrom ≈ 33 ct/kWh): 4–6 € pro 100 km bei 15–18 kWh/100 km.
  • Wallbox-Sondertarif (ca. 28 ct): 3,50–5 €.
  • Öffentliche AC-Säule (ca. 45 ct): 7–9 €.
  • DC-Schnelllader (ca. 60–80 ct): 9–15 €.

Zum Vergleich: Ein Verbrenner mit 6 l/100 km und 1,75 €/l kostet rund 10,50 € pro 100 km. E-Autos sind also beim Heimladen klar günstiger — beim Dauer-Nutzen öffentlicher Schnelllader kann der Preisvorteil allerdings schrumpfen.

Wann lohnt sich das E-Auto?

Die Antwort hängt von Ihrem Fahrprofil ab. E-Autos spielen ihre Vorteile aus, wenn Sie

  • überwiegend zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können,
  • hauptsächlich im Pendel- und Alltagsverkehr unterwegs sind,
  • die THG-Quote (aktuell 100–200 €/Jahr) mitnehmen,
  • eine PV-Anlage haben und selbst erzeugten Strom laden.

Weniger attraktiv wird die Rechnung bei häufigen Langstrecken mit Schnelllader-Zwang oder in Miet- und Tiefgaragen ohne eigene Wallbox.

Unser Reichweiten-Rechner zeigt:

  • Die realistische Reichweite in km — abhängig von Ihrem Fahrprofil
  • Den Realverbrauch in kWh/100 km
  • Die Ladekosten pro 100 km und pro voller Ladung
  • Den Abschlag gegenüber WLTP in Prozent

Häufige Fragen

Warum erreiche ich die WLTP-Reichweite nie?
Die WLTP-Norm wird unter optimalen Bedingungen gemessen: rund 23 °C, moderate Geschwindigkeit, keine Heizung, kein Stau. Im Alltag kommen Klima, höhere Geschwindigkeiten und Temperatur-Extreme hinzu — die tatsächliche Reichweite liegt daher meist 15 bis 30 % unter dem WLTP-Wert. Rechnen Sie mit 80 % WLTP im Sommer und 60–70 % im Winter.
Wie stark sinkt die Reichweite im Winter?
Bei Temperaturen um 0 °C müssen Sie mit etwa 85 % der sommerlichen Reichweite rechnen, bei −10 °C mit 70 % oder weniger. Die Hauptursachen: langsamere Akkuchemie bei Kälte, höherer Heizbedarf, Rollwiderstand durch Winterreifen. Fahrzeuge mit Wärmepumpe kommen deutlich besser durch den Winter als Modelle mit reiner Widerstandsheizung.
Was ist die Rekuperation?
Beim Bremsen und Bergabfahren wandelt der E-Motor einen Teil der Bewegungsenergie in Strom zurück und speist ihn in den Akku. Im Stadtverkehr mit vielen Brems- und Anfahrvorgängen lassen sich dadurch 15–25 % Reichweite zurückgewinnen. Auf der Autobahn ist der Effekt klein, weil kaum gebremst wird — deshalb ist Stadt für E-Autos effizienter als Autobahn.
Lohnt sich ein E-Auto bei Vielfahrern?
Je mehr Kilometer, desto deutlicher der Kostenvorteil — vorausgesetzt, Sie laden überwiegend zu Hause oder im Betrieb. Bei 20.000 km/Jahr sparen Sie gegenüber einem Verbrenner leicht 800–1.200 € pro Jahr an Energiekosten. Bei ausschließlicher Nutzung öffentlicher Schnelllader relativiert sich der Vorteil deutlich, weil DC-Strom teilweise 60–80 ct/kWh kostet.
Wie oft sollte ich auf 100 % laden?
Im Alltag empfehlen Hersteller, den Akku zwischen 20 und 80 % zu halten — das schont die Zellen und verzögert die kalendarische Alterung. Für lange Strecken dürfen Sie selbstverständlich auf 100 % laden, sollten den vollen Akku dann aber zeitnah nutzen. Regelmäßiges Tiefentladen (<10 %) ist dagegen ungünstig.
Wie groß sollte der Akku sein?
Für reine Pendler reichen 40–50 kWh völlig aus (200–300 km real). Wer regelmäßig Langstrecken fährt, sollte 70 kWh aufwärts anpeilen — bessere Realreichweite, weniger Ladestopps. Riesige 100-kWh-Akkus haben Nachteile: höheres Gewicht, höhere Anschaffungskosten, längere Ladezeit zu Hause. Die beste Wahl richtet sich nach Ihrem 95-%-Fahrprofil, nicht nach seltenen Langstrecken-Ausnahmen.

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