Aktualisiert am 10. Juni 2026
⛽ Spritkostenrechner
Spritkosten und Fahrtkosten berechnen: Benzinverbrauch, Kosten pro Kilometer und Gesamtkosten für jede Strecke.
Gesamtkosten
12,38 €
Aufschlüsselung
Benzinverbrauch
7,50 L
Kosten pro km
0,12 €
Gesamtstrecke
100,00 km
Kostenvergleich bei unterschiedlichem Verbrauch
Spartipp
Durch eine spritsparende Fahrweise (vorausschauend fahren, niedrige Drehzahlen, Reifendruck prüfen) können Sie Ihren Verbrauch um bis zu 20% senken. Das wären bei dieser Fahrt ca. 2,48 € Ersparnis.
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Was kostet eine Fahrt wirklich?
Der Spritkostenrechner zeigt in Sekunden, was eine Strecke tatsächlich kostet — egal ob Urlaubsreise, täglicher Arbeitsweg oder Reisekostenabrechnung. Sie geben Entfernung, Durchschnittsverbrauch und den aktuellen Spritpreis ein, optional erweitert auf Hin- und Rückfahrt.
Sofort erhalten Sie die Gesamtkosten, den Verbrauch in Litern und die Kosten pro Kilometer. Der größte Hebel für ein realistisches Ergebnis ist Ihr tatsächlicher Verbrauch: Die Herstellerangaben nach WLTP liegen in der Praxis meist 15–25 % darunter. Wer den Bordcomputer-Langzeitwert oder zwei bis drei eigene Tankfüllungen mittelt, rechnet deutlich genauer.
Warum die Herstellerangabe so oft danebenliegt, hat mehrere Gründe. Der WLTP-Normzyklus wird unter standardisierten Laborbedingungen ermittelt; reale Fahrten weichen davon ab. Stadtverkehr mit ständigem Anfahren treibt den Verbrauch nach oben, schnelle Autobahnfahrt ebenfalls, während gleichmäßige Landstraßenfahrt am sparsamsten ist. Dazu kommen Beladung, Dachträger und die Jahreszeit: Im Winter erhöhen kalter Motor, Sitzheizung und höherer Rollwiderstand den Verbrauch spürbar. Der eigene Bordcomputer-Langzeitwert bildet all das bereits ab und ist deshalb die beste Eingabe für den Rechner.
Was den Spritverbrauch in der Praxis beeinflusst
Der Verbrauch ist keine feste Zahl, sondern hängt von vielen Faktoren ab — die meisten davon kann man beeinflussen.
Fahrweise: Gleichmäßiges, vorausschauendes Fahren spart gegenüber aggressivem Beschleunigen und Bremsen leicht 10 bis 20 %. Kurzstrecke und Kaltstart: Auf den ersten Kilometern nach einem Kaltstart verbraucht der Motor deutlich mehr — bei reinen Kurzstrecken kann der Mehrverbrauch 30 bis 80 % betragen. Reifendruck: Zu niedriger Druck erhöht den Rollwiderstand und den Verbrauch um bis zu 5 %.
Klimaanlage und Heizung: Die Klimaanlage kostet je nach Außentemperatur 0,5 bis 1,5 L/100km. Dachbox und Ballast: Eine Dachbox erhöht den Luftwiderstand und schlägt mit 1 bis 2 L/100km zu Buche; jedes zusätzliche Gewicht kostet ebenfalls Sprit. Geschwindigkeit: Der Luftwiderstand steigt mit dem Quadrat der Geschwindigkeit — wer auf der Autobahn von 130 auf 160 km/h beschleunigt, erhöht den Verbrauch überproportional. Schon 10 bis 20 km/h weniger machen sich an der Tankstelle bemerkbar.
Die Formel — und worauf der Rechner basiert
Hinter dem Rechner steht eine einfache Formel: Spritkosten = (Strecke ÷ 100) × Verbrauch × Preis. Die Strecke wird durch 100 geteilt, weil der Verbrauch auf 100 Kilometer bezogen ist; das Ergebnis mal Verbrauch ergibt die getankten Liter, mal Literpreis die Kosten.
Drei Eingaben bestimmen also das Ergebnis — und jede sollte realistisch gewählt sein. Bei der Strecke lohnt der Blick auf die tatsächlich gefahrene Distanz statt der Luftlinie; Umwege, Staus und Parkplatzsuche kommen in der Praxis hinzu. Über den Schalter für Hin- und Rückfahrt verdoppelt der Rechner die Strecke automatisch.
Besonders nützlich ist der ausgewiesene Wert Kosten pro Kilometer. Er macht Fahrten unterschiedlicher Länge vergleichbar und ist die Basis für Reisekostenabrechnungen oder den Vergleich mit Bahn, Mietwagen oder Carsharing. Wer regelmäßig dienstlich fährt, kann so schnell prüfen, ob die übliche Kilometerpauschale die realen Kosten überhaupt deckt.
Aktuelle Spritpreise (ADAC-Bundesschnitt)
Beispiel: Köln–München (575 km)
- 1Strecke durch 100 teilen575 km ÷ 100= 5,75
- 2mal Verbrauch (Diesel, 7,0 L/100km)5,75 × 7,0 L= 40,25 L
- 3mal Dieselpreis40,25 L × 1,893 €/L= 76,19 €
Beispiel: Jährliche Pendlerkosten
- 1Jahresfahrleistung (30 km × 2 × 220 Tage)30 × 2 × 220= 13.200 km
- 2Spritverbrauch (7 L/100km)132 × 7 L= 924 L
- 3mal Super E10924 L × 1,907 €/L= 1762 €
Durchschnittsverbrauch nach Fahrzeugklasse
| Klasse | Benzin (L/100km) | Diesel (L/100km) | Beispielmodelle |
|---|---|---|---|
| Kleinwagen | 5,0–6,5 | 4,0–5,0 | VW Polo, Opel Corsa |
| Kompaktklasse | 6,0–7,5 | 4,5–5,5 | VW Golf, Ford Focus |
| Mittelklasse | 7,0–9,0 | 5,0–6,5 | BMW 3er, Mercedes C-Klasse |
| SUV | 8,0–11,0 | 6,0–8,0 | VW Tiguan, BMW X3 |
| Van/Transporter | 9,0–13,0 | 7,0–9,0 | VW Sharan, Mercedes Sprinter |
Richtwerte — der reale Verbrauch hängt stark von Fahrweise, Beladung und Streckenprofil ab.
Monatliche Spritkosten bei 1.000 km/Monat (Super E10)
Annahme: 1.000 km/Monat, Super E10 1,907 €/L (ADAC, Stand 08.06.2026). Reale Kosten variieren mit Fahrweise und Tagespreis.
Benzin, Diesel oder Elektro — die Kosten pro 100 km
Wie viel kostet die Energie für 100 Kilometer — unabhängig von Anschaffung, Steuer und Wartung? Ein grober Vergleich auf Basis der aktuellen Preise zeigt die Größenordnung.
Ein Benziner mit 7 Litern Super E10 auf 100 km kommt bei 1,907 €/L auf rund 13,35 € pro 100 km. Ein Diesel mit 6 Litern auf 100 km liegt bei 1,893 €/L bei etwa 11,36 €. Ein Elektroauto mit einem angenommenen Verbrauch von 18 kWh/100 km kostet bei einem Haushaltsstrompreis von rund 0,35 €/kWh etwa 6,30 € pro 100 km — wer zu Hause mit einem günstigeren Tarif oder eigenem Solarstrom lädt, fährt noch günstiger, beim teuren Schnellladen unterwegs dagegen deutlich teurer.
Wichtig zur Einordnung: Das ist ein reiner Energiekosten-Vergleich. Anschaffungspreis, Wertverlust, Kfz-Steuer, Versicherung und Wartung sind hier nicht enthalten und können das Gesamtbild stark verschieben. Der Vergleich ersetzt also keine Kaufentscheidung, zeigt aber den laufenden Energiekosten-Unterschied bei heutigen Preisen.
Spritkosten über das Jahr — die größere Rechnung
Eine einzelne Fahrt wirkt überschaubar — über ein ganzes Jahr summieren sich die Spritkosten aber zu einem der größten variablen Posten beim Autofahren. Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von rund 15.000 km im Jahr und 7 Litern Super E10 auf 100 km kommt ein Benziner bei 1,907 €/L auf etwa 2002 € pro Jahr. Ein vergleichbarer Diesel mit 6 Litern liegt bei 1,893 €/L bei rund 1704 €.
Diese Jahresbetrachtung macht klar, warum schon kleine Unterschiede ins Gewicht fallen: Ein Liter Mehrverbrauch auf 100 km bedeutet bei 15.000 km rund 150 zusätzliche Liter im Jahr — beim aktuellen Preis also gut 286 € extra. Wer Fahrzeuge vergleicht oder über einen Wechsel nachdenkt, sollte deshalb nicht die einzelne Tankfüllung, sondern die Jahreskosten betrachten.
Der oft diskutierte Diesel-Vorteil entsteht genau hier: Der niedrigere Verbrauch und meist günstigere Literpreis machen sich vor allem bei hoher Fahrleistung bemerkbar. Höhere Anschaffung, Kfz-Steuer und Wartung können den Vorteil bei Wenigfahrern allerdings aufzehren — die reine Spritrechnung ist nur ein Teil des Gesamtbildes.
Für einen vollständigen Kostenüberblick gehört zur Spritrechnung deshalb der Blick auf die weiteren Posten: Wertverlust, Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung und Reparaturen machen über das Jahr oft mehr aus als der Sprit selbst. Der Spritkostenrechner deckt den variabelsten und am leichtesten beeinflussbaren Teil ab — die übrigen laufenden Kosten lassen sich mit einem Autokosten-Rechner ergänzen.
Kurzstrecke vs. Langstrecke
| Kriterium | Kurzstrecke (< 5 km) | Langstrecke (> 20 km) |
|---|---|---|
| Verbrauch | deutlich höher (Kaltlauf) | niedriger (Betriebstemperatur erreicht) |
| Motorverschleiß | erhöht (Kondenswasser, Kaltstart) | gering |
| Kaltstart-Anteil | prägt die gesamte Fahrt | fällt kaum ins Gewicht |
| Empfehlung | Rad oder ÖPNV oft günstiger | Pkw meist wirtschaftlich |
Spritpreise verstehen: Tagesschwankung & Zusammensetzung
Wer aufmerksam tankt, bemerkt: Der Preis an derselben Tankstelle schwankt im Tagesverlauf erheblich. Typischerweise ist Sprit morgens am teuersten und abends zwischen 17 und 19 Uhr am günstigsten — der Unterschied kann bis zu rund 13 Cent pro Liter betragen (ADAC). Über ein Jahr summiert sich das bei regelmäßigem Tanken zu einem dreistelligen Betrag.
Auch die Zusammensetzung des Literpreises ist aufschlussreich. Nur ein Teil entfällt auf den eigentlichen Produktpreis für den Kraftstoff. Hinzu kommen feste Steuern und Abgaben: die Energiesteuer, der CO₂-Preis und obendrauf die Mehrwertsteuer von 19 %, die auch auf die anderen Bestandteile erhoben wird. Steuern und Abgaben machen damit einen erheblichen Anteil des Preises an der Zapfsäule aus.
Eine Besonderheit gilt 2026: Seit dem 1. Mai 2026 senkt eine Energiesteuersenkung den Literpreis um rund 17 Cent. Diese Entlastung ist in den hier genannten ADAC-Referenzwerten bereits enthalten. Tagesaktuelle Preise zeigen Tank-Apps wie Tankerkönig oder der ADAC-Spritpreismonitor.
Tanken an der Autobahn und im Ausland
Wo man tankt, beeinflusst den Preis fast so stark wie wann. Autobahn-Tankstellen sind im Schnitt deutlich teurer als Tankstellen abseits der Autobahn — Aufschläge von 15 bis 25 Cent pro Liter sind keine Seltenheit. Wer es einrichten kann, tankt günstiger an einer Abfahrt im Ort statt direkt an der Raststätte.
Auch im Ausland unterscheiden sich die Preise erheblich, weil Steuern und Abgaben von Land zu Land variieren. In manchen Nachbarländern ist Sprit spürbar günstiger, in anderen teurer als in Deutschland. Für Grenzregionen und auf Urlaubsfahrten kann sich der Blick auf die dortigen Preise lohnen — viele Tank-Apps zeigen auch ausländische Tankstellen an.
In jedem Fall gilt: Der größte Hebel beim Tankpreis ist nicht die Marke, sondern Zeitpunkt und Standort. Ein kurzer Blick in eine Spritpreis-App vor dem Tanken spart über das Jahr oft mehr als jeder einzelne Spar-Tipp am Fahrstil.
7 Tipps zum Spritsparen
- Abends tanken — das Tagestief liegt oft zwischen 17 und 19 Uhr, bis zu ~13 Cent/L günstiger als am Morgen (ADAC).
- Reifendruck alle vier Wochen prüfen — zu niedriger Druck erhöht den Verbrauch um bis zu 5 %.
- Ballast und Dachbox entfernen, wenn nicht gebraucht — jedes Kilo und jede zusätzliche Stirnfläche kostet Sprit.
- Vorausschauend fahren — gleichmäßiges Tempo statt ständigem Bremsen und Beschleunigen.
- Früh hochschalten — bei 1.500–2.000 U/min in den nächsten Gang, niedertourig fahren spart spürbar.
- Klimaanlage gezielt einsetzen — sie kostet 0,5–1,5 L/100km; bei milden Temperaturen reicht oft die Lüftung.
- Tank-Apps nutzen — Dienste wie Tankerkönig oder der ADAC-Spritpreismonitor zeigen die günstigste Tankstelle in der Nähe.
Stand & Quelle
Spritpreise schwanken täglich. Die hier genannten Referenzwerte sind ADAC-Bundesschnitt, Stand 08.06.2026. Aktuelle Tagespreise finden Sie beim ADAC oder über eine Tank-App.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Spritkosten für eine Strecke?
Wie hoch sind die Spritkosten pro Kilometer?
Was ist ein normaler Benzinverbrauch?
Wie kann ich meinen tatsächlichen Verbrauch ermitteln?
Lohnt sich ein Diesel oder Benziner mehr?
Wie wirken sich Spritpreis-Schwankungen auf die Jahreskosten aus?
Wie viel mehr verbraucht man mit Dachbox oder Anhänger?
Lohnt der Wechsel zum E-Auto bei meinem Verbrauchsprofil?
Quellen & Rechtsgrundlagen
- Statistisches Bundesamt: Preisstatistiken — OriginaltextVerbraucherpreisindex inkl. Erzeugerpreise für Mineralölprodukte (Tabelle 61111)
- Energiesteuergesetz (EnergieStG) — OriginaltextSteueranteil im Kraftstoffpreis (Benzin: 65,45 ct/L, Diesel: 47,04 ct/L Energiesteuer)
- ADAC: Durchschnittsverbrauch und Spritspar-TippsJährliche ADAC-Tests + Verbrauchsstatistiken, abrufbar über adac.de Themenbereich Verkehr → Tanken

Karsten Kautz · Gründer und Betreiber von Rechenfix.de
Pflegt alle Rechner aktuell und prüft die Werte jährlich anhand der Primärquellen.
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