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Aktualisiert am 21. Juni 2026

💻 Binär-Rechner

Zahlen zwischen Dezimal, Binär, Oktal und Hexadezimal live umrechnen — mit Rechenweg und ASCII-Code.

Erlaubte Zeichen: 0–9

Binärdarstellung

101010

Dezimal: 42

Alle Zahlensysteme

Dezimal (Basis 10)42
Binär (Basis 2)101010
Oktal (Basis 8)52
Hexadezimal (Basis 16)2A
ASCII-Zeichen'*'

Rechenweg (Zweierpotenzen)

Jede 1-Stelle im Binärcode entspricht einer Zweierpotenz.

2^532
2^38
2^12
Summe42
Einheiten umrechnenWissenschaftlicher RechnerBruchrechner
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Zahlensysteme: warum Computer binär rechnen

Im Alltag rechnen wir im Dezimalsystem mit zehn Ziffern (0–9) — vermutlich, weil wir zehn Finger haben. Computer dagegen arbeiten im Binärsystem mit nur zwei Ziffern, 0 und 1. Der Grund liegt in der Technik: Ein elektronischer Schaltkreis unterscheidet zuverlässig nur zwei Zustände — Strom an oder aus, Spannung hoch oder niedrig. Zwei Zustände sind robust gegen Störungen, viele feine Abstufungen wären es nicht.

Aus diesen beiden Ziffern lässt sich jede Zahl darstellen — nur braucht man dafür mehr Stellen. Weil lange Nullen-und-Einsen-Ketten für Menschen unübersichtlich sind, nutzt die Informatik zwei kompaktere Schreibweisen: das Oktalsystem (Basis 8) und vor allem das Hexadezimalsystem (Basis 16). Alle vier Systeme beschreiben dieselben Zahlen, nur in unterschiedlicher Schreibweise. Dieser Rechner wandelt zwischen Dezimal, Binär, Oktal und Hexadezimal um und zeigt den Rechenweg. Die Umrechnung ist immer exakt — es geht keine Information verloren.

Dezimal, Binär, Oktal und Hex nebeneinander (0–16)

DezimalBinärOktalHex
0000
1111
21022
31133
410044
510155
611066
711177
81000108
91001119
10101012A
11101113B
12110014C
13110115D
14111016E
15111117F
16100002010

Dieselbe Zahl in vier Schreibweisen. Auffällig: Im Binärsystem kommt bei jeder neuen Zweierpotenz (1, 2, 4, 8, 16) eine Stelle hinzu, im Hexadezimalsystem erst nach der 15. Ab Dezimal 10 nutzt Hex die Buchstaben A bis F, und ab 16 werden alle Systeme außer Dezimal wieder mehrstellig.

Dezimal 42 in Binär (Division durch 2)

  1. 1
    42 ÷ 2= 21= Rest 0
  2. 2
    21 ÷ 2= 10= Rest 1
  3. 3
    10 ÷ 2= 5= Rest 0
  4. 4
    5 ÷ 2= 2= Rest 1
  5. 5
    2 ÷ 2= 1= Rest 0
  6. 6
    1 ÷ 2= 0= Rest 1
  7. 7
    Reste von unten nach obenzusammensetzen= 101010₂
Die Division-durch-2-Methode liefert die Binärdarstellung Schritt für Schritt: Man teilt die Zahl fortlaufend durch 2 und notiert jeweils den Rest (0 oder 1). Liest man die Reste von unten nach oben, ergibt sich die Binärzahl — hier 101010 für die Dezimalzahl 42. Probe über die Stellenwerte: 32 + 8 + 2 = 42. Der zweite, oft schnellere Weg ist die Zerlegung in Zweierpotenzen: Man sucht die größte Zweierpotenz, die noch hineinpasst (hier 32), zieht sie ab und wiederholt das mit dem Rest (10 = 8 + 2). An jeder genutzten Potenz steht eine 1, an den übrigen eine 0. Beide Methoden führen zwingend zum selben Ergebnis.

Wie Stellenwerte funktionieren (Basis hoch Position)

Jedes dieser Systeme ist ein Stellenwertsystem: Der Wert einer Ziffer hängt von ihrer Position ab. Im Dezimalsystem steht die Zahl 425 für 4·100 + 2·10 + 5·1, also für 4·10² + 2·10¹ + 5·10⁰. Die Position bestimmt, mit welcher Potenz der Basis multipliziert wird — ganz rechts steht immer die Position 0 mit dem Wert 1.

Im Binärsystem ist die Basis 2 statt 10. Die Stellen von rechts nach links haben die Werte 1, 2, 4, 8, 16, 32 und so weiter — die Zweierpotenzen. Eine Binärzahl gibt für jede Stelle nur an, ob die zugehörige Zweierpotenz mitzählt (1) oder nicht (0). Genauso funktioniert Hexadezimal mit der Basis 16 und Oktal mit der Basis 8. Der allgemeine Bauplan lautet immer: Wert = Summe aus Ziffer × Basis hoch Position. Wer dieses eine Prinzip verstanden hat, kann jedes Stellenwertsystem umrechnen — unabhängig von der Basis.

Binär 101010 zurück in Dezimal

  1. 1
    Stelle 2⁵ (Bit 1)32 × 1= 32
  2. 2
    Stelle 2⁴ (Bit 0)16 × 0= 0
  3. 3
    Stelle 2³ (Bit 1)8 × 1= 8
  4. 4
    Stelle 2² (Bit 0)4 × 0= 0
  5. 5
    Stelle 2¹ (Bit 1)2 × 1= 2
  6. 6
    Stelle 2⁰ (Bit 0)1 × 0= 0
  7. 7
    Summe der Stellenwerte32 + 8 + 2= 42₁₀
Der Weg zurück von Binär nach Dezimal ist eine reine Addition: Jede Stelle wird mit ihrer Wertigkeit multipliziert, dann werden die Ergebnisse summiert. Bei 101010 zählen nur die Stellen mit einer 1 — das sind 2⁵ (32), 2³ (8) und 2¹ (2). Ihre Summe ist 42. Die Nullen tragen nichts bei und können beim Aufsummieren übersprungen werden. Praktisch schreibt man sich die Zweierpotenzen über die Bits und addiert einfach die Werte über jeder 1. Genau diese Methode steckt auch hinter der Schnellumrechnung im Kopf: Wer die ersten zehn Zweierpotenzen auswendig kennt, liest kurze Binärzahlen fast so flüssig wie Dezimalzahlen.

Zweierpotenzen (2⁰ bis 2¹⁰)

ZweierpotenzDezimalwertBinär
2⁰11
210
4100
81000
2⁴1610000
2⁵32100000
2⁶641000000
2⁷12810000000
2⁸256100000000
2⁹5121000000000
2¹⁰102410000000000

Die Zweierpotenzen sind die Wertigkeiten der Binärstellen. In Binär ist jede Potenz eine 1 mit so vielen Nullen, wie der Exponent angibt. Diese Reihe auswendig zu kennen, beschleunigt jede Umrechnung erheblich — und 2¹⁰ = 1024 ist zugleich der Grund, warum ein Kibibyte 1024 Byte umfasst und nicht glatt 1000.

Dezimal 255 in Hexadezimal (255 → FF)

  1. 1
    255 ÷ 16= 15= Rest 15 → F
  2. 2
    15 ÷ 16= 0= Rest 15 → F
  3. 3
    Reste von unten nach obenF und F= FF₁₆
  4. 4
    Probe15 × 16 + 15 × 1= 255
Für die Umrechnung nach Hexadezimal teilt man durch 16 statt durch 2. Bei 255 ergibt sich zweimal der Rest 15, der im Hexadezimalsystem als F geschrieben wird — also FF. Die Probe bestätigt: 15·16 + 15·1 = 240 + 15 = 255. FF ist der größte Wert, der in zwei Hex-Ziffern passt, und entspricht genau einem Byte (8 Bit, binär 11111111). Deshalb reichen für ein Byte immer zwei Hex-Ziffern, und ein Farbkanal von 0 bis 255 wird im Web als 00 bis FF geschrieben. Die enge Beziehung zwischen Hex und Binär macht Hexadezimal zur bevorzugten Kurzschrift für Bitmuster.

Hex-Ziffern und ihr 4-Bit-Muster

HexDezimalBinär (4 Bit)
000000
110001
220010
330011
440100
550101
660110
770111
881000
991001
A101010
B111011
C121100
D131101
E141110
F151111

Jede der 16 Hex-Ziffern steht für ein festes Vier-Bit-Muster (ein Nibble). Damit lässt sich jede Binärzahl in Vierergruppen direkt nach Hex übersetzen und zurück — ganz ohne Division. Zwei Hex-Ziffern ergeben zusammen ein Byte (8 Bit).

Wo Hex und Binär im Alltag vorkommen

Auch wer nicht programmiert, begegnet diesen Systemen häufiger als gedacht. Am sichtbarsten ist Hexadezimal bei Farben im Web: Ein Farbcode wie #FF8800 setzt sich aus drei Bytes für Rot, Grün und Blau zusammen, jeweils als zweistellige Hex-Zahl von 00 bis FF (also 0 bis 255). #FFFFFF ist Weiß, #000000 ist Schwarz.

Hexadezimal taucht außerdem in MAC-Adressen von Netzwerkgeräten auf, in Speicheradressen, in Prüfsummen und Hashwerten (etwa SHA-256) und bei der Darstellung von Bytes ganz allgemein. Binär begegnet einem bei Subnetzmasken in der Netzwerktechnik und überall dort, wo einzelne Schalter oder Statusbits gesetzt werden. Oktal lebt vor allem in den Unix-Dateirechten fort: „chmod 755" beschreibt mit drei Oktalziffern die Lese-, Schreib- und Ausführungsrechte. Gemeinsam ist allen: Sie sind nur eine andere Schreibweise für Zahlen, die ein Computer ohnehin binär verarbeitet.

Hex-Farbcode #FF8800 in RGB-Dezimal

  1. 1
    Rot-Anteil (FF)15 × 16 + 15= 255
  2. 2
    Grün-Anteil (88)8 × 16 + 8= 136
  3. 3
    Blau-Anteil (00)0 × 16 + 0= 0
  4. 4
    RGB-Wertrgb(255, 136, 0)= kräftiges Orange
Ein Hex-Farbcode besteht aus drei Byte-Paaren für Rot, Grün und Blau. #FF8800 zerlegt sich in FF, 88 und 00. Jedes Paar wird einzeln nach Dezimal umgerechnet: FF ist 255 (voller Rotanteil), 88 ist 136 (mittlerer Grünanteil), 00 ist 0 (kein Blau). Das ergibt rgb(255, 136, 0) — ein kräftiges Orange. Jeder Kanal reicht von 0 (gar nicht) bis 255 (maximal), woraus sich 256 × 256 × 256 ≈ 16,7 Millionen darstellbare Farben ergeben. Wer die Hex-Zerlegung beherrscht, kann Webfarben lesen, ohne ein Tool zu öffnen: Die ersten beiden Zeichen sind Rot, die mittleren Grün, die letzten Blau.

Binär vs. Hexadezimal — warum Hex kompakter ist

KriteriumBinär (Basis 2)Hexadezimal (Basis 16)
Ziffern0, 10–9 und A–F
Stellen für ein Byte8 (z. B. 11111111)2 (z. B. FF)
Lesbarkeit für Menschenschnell unübersichtlichkompakt und übersichtlich
Nähe zur Hardwaredirekt (1 Bit = 1 Stelle)1 Ziffer = genau 4 Bit
Typischer EinsatzSchaltzustände, MaskenFarbcodes, Adressen, Hashes

Zahlensysteme sicher umrechnen

  • Zuerst die Basis des Systems klären: 2 (binär), 8 (oktal), 10 (dezimal) oder 16 (hex).
  • Stellen immer von rechts mit Position 0 zählen — dort steht der Wert 1.
  • Nach Dezimal: jede Ziffer mit Basis hoch Position multiplizieren und summieren.
  • Von Dezimal weg: fortlaufend durch die Basis teilen, Reste von unten nach oben lesen.
  • Die ersten Zweierpotenzen (1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128) auswendig parat haben.
  • Zwischen Binär und Hex über Vierergruppen (Nibbles) umrechnen.
  • Das Ergebnis am Ende durch eine Rückrechnung gegenprüfen.
  • Führende Nullen weglassen — sie ändern den Wert nicht (007 entspricht 7).

Hex ist Kurzschrift für Binär (1 Ziffer = 4 Bit)

Der praktischste Trick beim Umrechnen: Jede Hexadezimalziffer entspricht genau vier Binärstellen (einem Nibble). Statt eine lange Binärzahl mühsam in einem Rutsch nach Hex zu rechnen, teilt man sie von rechts in Vierergruppen und übersetzt jede Gruppe einzeln. 1010 1010 wird so zu AA, 1111 1111 zu FF. Umgekehrt schreibt man jede Hex-Ziffer als ihr Vier-Bit-Muster: 2A wird zu 0010 1010. Reicht die Binärzahl nicht für volle Vierergruppen, füllt man links mit Nullen auf — das ändert den Wert nicht. Mit dieser Vierergruppen-Regel gelingt die Umrechnung zwischen Binär und Hex fast ohne Rechnen, was Hexadezimal zur idealen Kurzschrift für Bitmuster macht.

Umrechnung ist exakt; führende Nullen ändern nichts

Anders als bei manchen Dezimalbrüchen ist die Umrechnung ganzer Zahlen zwischen Zahlensystemen immer exakt — es entsteht kein Rundungsfehler, weil nur die Schreibweise wechselt, nicht der Wert. Eine 42 bleibt eine 42, ob als 101010, 52 oder 2A geschrieben. Führende Nullen haben dabei keinen Einfluss: 00101010 ist derselbe Wert wie 101010, genau wie 007 im Dezimalsystem schlicht 7 bedeutet. Sie werden in der Praxis nur ergänzt, um Bytes auf feste Breite zu bringen (etwa acht Bit) oder Hex-Paare vollständig darzustellen. Dieser Rechner ist als Lern- und Kontrollwerkzeug gedacht; alle Rechenwege lassen sich jederzeit von Hand nachvollziehen.

Häufige Fragen

Wie wandle ich eine Dezimalzahl in Binär um?
Dividieren Sie die Zahl fortlaufend durch 2 und notieren Sie die Reste. Die Reste von unten nach oben ergeben die Binärzahl. Alternativ: Suchen Sie die größten Zweierpotenzen (1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, …), die kleiner oder gleich der Zahl sind, und setzen Sie Einsen an diesen Stellen. Unser Rechner erledigt das automatisch und zeigt den Rechenweg.
Was bedeuten die Buchstaben im Hex-System?
Das Hexadezimalsystem hat 16 Ziffern. Nach 0–9 kommen die Buchstaben A (=10), B (=11), C (=12), D (=13), E (=14) und F (=15). So ist z. B. 1F = 31 in dezimal (16 + 15). Jede Hex-Ziffer entspricht genau 4 Bits, was die Umrechnung von/zu Binär extrem einfach macht.
Warum nutzen Computer Binär?
Elektronische Schaltkreise (Transistoren) kennen nur zwei Zustände: Strom fließt (1) oder Strom fließt nicht (0). Diese zwei Zustände sind robust und leicht zu unterscheiden. Alle Daten — Zahlen, Texte, Bilder, Videos — werden deshalb intern als Folgen von Nullen und Einsen gespeichert. Höhere Zahlensysteme wie Hex dienen nur als menschenfreundliche Darstellung.
Was ist der Unterschied zwischen Bit und Byte?
Ein **Bit** ist die kleinste Informationseinheit — eine einzige 0 oder 1. Ein **Byte** besteht aus 8 Bit und kann Werte von 0 bis 255 (binär: 00000000 bis 11111111) darstellen. Ein Byte reicht für ein ASCII-Zeichen. 1 Kilobyte (KB) = 1024 Byte (streng: Kibibyte), 1 Megabyte (MB) = 1024 KB usw.
Wie berechne ich ASCII-Codes?
Der ASCII-Code ist eine feste Tabelle: A = 65, B = 66, …, Z = 90, a = 97, b = 98, …, z = 122, Ziffer 0 = 48, …, Ziffer 9 = 57. Wenn Sie eine Zahl zwischen 32 und 127 eingeben, zeigt unser Rechner automatisch das zugehörige Zeichen. Werte unter 32 sind Steuerzeichen (nicht druckbar), Werte über 127 sind erweiterte Zeichen (z. B. Umlaute, nicht standardisiert im reinen ASCII).

Quellen & Methodik

  1. Zahlensysteme — Dezimal, Binär, Oktal, HexadezimalStellenwertsystem zur Basis 2/8/10/16; Wert = Σ Ziffer × Basis^Position; eine Hex-Ziffer entspricht 4 Bit. Allgemeingültig.

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