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Aktualisiert am 21. Juni 2026

🔢 ggT/kgV-Rechner

Größten gemeinsamen Teiler und kleinstes gemeinsames Vielfaches berechnen.

ggT

12

Größter gemeinsamer Teiler

kgV

72

Kleinstes gemeinsames Vielfaches

Euklidischer Algorithmus

36 = 1 × 24 + 12
24 = 2 × 12 + 0
→ ggT = 12
kgV = 24 × 36 ÷ ggT-Kette = 72

Primfaktorzerlegung

242³ × 3
362² × 3²

Teilermengen

T(24) = {1, 2, 3, 4, 6, 8, 12, 24}
T(36) = {1, 2, 3, 4, 6, 9, 12, 18, 36}
Fett = gemeinsame Teiler (der größte ist der ggT)
Brüche kürzen mit dem ggTPrimzahlen prüfen
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Was sind ggT und kgV?

Der größte gemeinsame Teiler (ggT) zweier oder mehrerer Zahlen ist die größte Zahl, durch die sich alle ohne Rest teilen lassen. Das kleinste gemeinsame Vielfache (kgV) ist umgekehrt die kleinste Zahl, die ein Vielfaches aller beteiligten Zahlen ist. Für 84 und 60 ist der ggT 12 (beide sind durch 12 teilbar) und das kgV 420 (die kleinste Zahl, die sowohl in der 84er- als auch in der 60er-Reihe vorkommt).

Beide Begriffe sind keine reine Theorie, sondern Alltagswerkzeuge der Bruchrechnung. Mit dem ggT kürzt man Brüche auf die einfachste Form, mit dem kgV bringt man Brüche auf einen gemeinsamen Nenner, um sie zu addieren. Auch beim gleichmäßigen Aufteilen hilft der ggT — etwa wenn man 84 rote und 60 blaue Stifte in möglichst viele gleich große Sets ohne Rest packen will. Dieser Rechner bestimmt ggT und kgV, zeigt den Rechenweg über den euklidischen Algorithmus und listet Teiler sowie Primfaktoren auf.

ggT mit dem euklidischen Algorithmus (84 und 60)

  1. 1
    Schritt 184 = 1 × 60 + 24= Rest 24
  2. 2
    Schritt 260 = 2 × 24 + 12= Rest 12
  3. 3
    Schritt 324 = 2 × 12 + 0= Rest 0
  4. 4
    Ergebnisletzter Teiler vor Rest 0= ggT = 12
Der euklidische Algorithmus findet den ggT durch fortgesetzte Division mit Rest. Man teilt die größere Zahl durch die kleinere und notiert den Rest: 84 geteilt durch 60 ergibt 1, Rest 24. Dann wird mit den beiden kleineren Zahlen weitergemacht — der bisherige Teiler wird zur neuen größeren Zahl, der Rest zur neuen kleineren: 60 = 2 × 24 + 12, dann 24 = 2 × 12 + 0. Sobald der Rest null ist, ist der letzte Teiler der gesuchte ggT — hier 12. Das Verfahren ist bei großen Zahlen viel schneller als das Auflisten aller Teiler und braucht nur wenige Divisionen. Genau diese Divisionskette zeigt der Rechner Schritt für Schritt an.

Warum der euklidische Algorithmus funktioniert

Hinter dem Verfahren steckt eine einfache Einsicht: Jeder gemeinsame Teiler zweier Zahlen ist auch ein Teiler ihres Rests bei der Division. Wenn also 12 sowohl 84 als auch 60 teilt, dann teilt 12 auch den Rest 24 — und damit verschiebt sich die Frage nach dem ggT auf ein kleineres Zahlenpaar, ohne dass sich der ggT ändert.

Diese Verkleinerung wiederholt man so lange, bis der Rest null wird. Das muss irgendwann passieren, weil die Reste bei jedem Schritt echt kleiner werden und nicht unter null fallen können. Die letzte Zahl vor dem Rest null teilt dann beide Ausgangszahlen — und ist die größtmögliche solche Zahl, also der ggT. Der Gedanke ist über zweitausend Jahre alt und stammt aus den Elementen des Euklid; der Algorithmus gehört bis heute zu den effizientesten überhaupt und steckt etwa in Verfahren der modernen Verschlüsselung. Man braucht dafür weder Primfaktoren noch Teilerlisten — nur Division mit Rest.

ggT über die Primfaktorzerlegung

  1. 1
    Primfaktoren von 8484 = 2² × 3 × 7=
  2. 2
    Primfaktoren von 6060 = 2² × 3 × 5=
  3. 3
    Gemeinsame Faktorenkleinste Potenzen: 2² und 3= 2² × 3
  4. 4
    ggT4 × 3= 12
Ein zweiter Weg zum ggT führt über die Primfaktorzerlegung. Man zerlegt beide Zahlen in ihre Primfaktoren: 84 = 2² × 3 × 7 und 60 = 2² × 3 × 5. Der ggT besteht aus den gemeinsamen Primfaktoren, jeweils mit der kleinsten vorkommenden Potenz — hier 2² (in beiden) und 3 (in beiden), während 5 nur in 60 und 7 nur in 84 steckt. Multipliziert ergibt das 4 × 3 = 12, dasselbe Ergebnis wie beim euklidischen Algorithmus. Diese Methode ist anschaulich und zeigt zugleich, warum 12 der größte gemeinsame Teiler ist; bei sehr großen Zahlen wird das Zerlegen in Primfaktoren allerdings aufwendig — dann ist der euklidische Algorithmus die schnellere Wahl.

kgV mit der Formel kgV = a · b ÷ ggT

  1. 1
    Die beiden Zahlen= 84 und 60
  2. 2
    Produkt84 × 60= 5.040
  3. 3
    ggT (bereits bekannt)= 12
  4. 4
    kgV5.040 ÷ 12= 420
Hat man den ggT, ist das kgV schnell gefunden: kgV = (a × b) ÷ ggT. Für 84 und 60 ist das Produkt 5.040, geteilt durch den ggT 12 ergibt sich das kgV 420. Die Formel funktioniert, weil im Produkt der beiden Zahlen die gemeinsamen Faktoren doppelt stecken — durch das Teilen durch den ggT wird genau diese Doppelung herausgerechnet. Zur Probe über die Primfaktoren: Das kgV nimmt jeden Primfaktor mit der höchsten Potenz, also 2² × 3 × 5 × 7 = 420. Beide Wege führen zum selben Ergebnis. So spart man sich das mühsame Durchgehen der Vielfachenreihen beider Zahlen, bis sich die erste gemeinsame findet.

Teiler und Primfaktoren im Überblick

ZahlTeilerPrimfaktoren
121, 2, 3, 4, 6, 122² × 3
361, 2, 3, 4, 6, 9, 12, 18, 362² × 3²
481, 2, 3, 4, 6, 8, 12, 16, 24, 482⁴ × 3
601, 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 20, 30, 602² × 3 × 5
841, 2, 3, 4, 6, 7, 12, 14, 21, 28, 42, 842² × 3 × 7

Die Teilermenge enthält alle Zahlen, durch die sich eine Zahl ohne Rest teilen lässt — der ggT zweier Zahlen ist der größte Wert, der in beiden Mengen vorkommt. Die Primfaktorzerlegung zeigt dieselbe Information kompakter: 60 und 84 haben die gemeinsamen Faktoren 2² und 3, ihr größter gemeinsamer Teiler ist also 12. Der Rechner gibt für jede eingegebene Zahl sowohl die vollständige Teilermenge als auch die Primfaktoren aus.

ggT und kgV einiger Zahlenpaare

12 und 18ggT 6 · kgV 366 × 36 = 216 = 12 × 18
84 und 60ggT 12 · kgV 420das Beispiel dieser Seite
7 und 5 (teilerfremd)ggT 1 · kgV 35kgV = Produkt der Zahlen
100 und 75ggT 25 · kgV 30025 × 300 = 7.500 = 100 × 75
Allgemeine BeziehungggT × kgV = a × bgilt für jedes Zahlenpaar

Anwendung: Brüche kürzen und gleichnamig machen

Die wichtigste Anwendung von ggT und kgV ist die Bruchrechnung. Zum Kürzen eines Bruchs teilt man Zähler und Nenner durch ihren ggT — das Ergebnis ist der wertgleiche, aber einfachste Bruch. Aus 84/60 wird so durch Teilen durch 12 der gekürzte Bruch 7/5. Kleiner geht es nicht, weil 7 und 5 keinen gemeinsamen Teiler außer 1 mehr haben.

Beim Addieren oder Subtrahieren von Brüchen mit verschiedenen Nennern braucht man dagegen das kgV: Es liefert den kleinsten gemeinsamen Nenner. Für 1/4 und 1/6 ist das kgV von 4 und 6 die Zahl 12 — beide Brüche werden auf Zwölftel erweitert und lassen sich dann einfach zusammenzählen. Diese beiden Handgriffe — kürzen mit dem ggT, gleichnamig machen mit dem kgV — begegnen einem in der Schule ständig und sind der eigentliche Grund, warum man ggT und kgV überhaupt lernt. Der Rechner liefert beide Werte auf einen Blick.

Bruch kürzen und Nenner angleichen

  1. 1
    84/60 kürzen — ggTggT(84, 60)= 12
  2. 2
    Zähler und Nenner teilen84 ÷ 12 und 60 ÷ 12= 7/5
  3. 3
    1/4 + 1/6 — kgV der NennerkgV(4, 6)= 12
  4. 4
    Auf Zwölftel erweitern3/12 + 2/12= 5/12
Das Beispiel zeigt beide Anwendungen nebeneinander. Der Bruch 84/60 wird mit dem ggT 12 gekürzt: 84 ÷ 12 = 7 und 60 ÷ 12 = 5, also 7/5 — die einfachste Form. Für die Addition 1/4 + 1/6 bestimmt man das kgV der Nenner 4 und 6, nämlich 12. Damit wird 1/4 zu 3/12 (mit 3 erweitert) und 1/6 zu 2/12 (mit 2 erweitert); zusammengezählt ergibt das 5/12. Man könnte auch mit dem größeren gemeinsamen Nenner 24 rechnen, müsste das Ergebnis dann aber wieder kürzen — das kgV liefert direkt den kleinsten Nenner und erspart diesen Umweg. Genau dafür sind ggT und kgV die passenden Werkzeuge.

Mehr als zwei Zahlen

ggT und kgV lassen sich auch für mehr als zwei Zahlen bestimmen — und zwar schrittweise. Man berechnet zunächst den ggT der ersten beiden Zahlen, dann den ggT dieses Ergebnisses mit der dritten Zahl, und so weiter. Genauso verfährt man beim kgV. Das Ergebnis hängt nicht von der Reihenfolge ab.

Ein Beispiel: Für 12, 18 und 30 ist der ggT von 12 und 18 die 6, und der ggT von 6 und 30 ist wieder 6 — also ist 6 der ggT aller drei Zahlen. Beim kgV rechnet man entsprechend: kgV(12, 18) = 36, dann kgV(36, 30) = 180. Diese paarweise Vorgehensweise ist genau das, was der Rechner intern macht, wenn man mehrere Zahlen eingibt (er verarbeitet bis zu vier). So lässt sich etwa der kleinste gemeinsame Nenner für die Addition dreier Brüche auf einmal finden, ohne jede Kombination einzeln durchprobieren zu müssen.

ggT und kgV korrekt bestimmen

  • Für den ggT die größere Zahl durch die kleinere teilen und den Rest notieren.
  • Mit Teiler und Rest weiterrechnen, bis der Rest null ist — der letzte Teiler ist der ggT.
  • Alternativ beide Zahlen in Primfaktoren zerlegen und die gemeinsamen mit kleinster Potenz nehmen.
  • Das kgV über die Formel kgV = (a × b) ÷ ggT berechnen.
  • Brüche mit dem ggT kürzen, mit dem kgV auf den gemeinsamen Nenner bringen.
  • Bei mehr als zwei Zahlen schrittweise paarweise vorgehen.
  • Plausibilität prüfen: Der ggT ist höchstens so groß wie die kleinste Zahl.
  • Das kgV ist mindestens so groß wie die größte beteiligte Zahl.

Plausibilitätscheck: ggT klein, kgV groß

Zwei einfache Faustregeln helfen, ein Ergebnis zu prüfen. Der ggT kann nie größer sein als die kleinste der beteiligten Zahlen — denn er muss jede von ihnen teilen. Kommt also bei ggT(84, 60) etwas Größeres als 60 heraus, ist die Rechnung falsch. Umgekehrt ist das kgV nie kleiner als die größte beteiligte Zahl, denn es ist ein Vielfaches von ihr. Ein weiterer Anker: Sind zwei Zahlen teilerfremd — haben sie also nur die 1 gemeinsam, wie 7 und 5 — ist ihr ggT 1 und ihr kgV einfach ihr Produkt. Und stets gilt die Beziehung ggT × kgV = a × b. Mit diesen Regeln lässt sich jedes Ergebnis schnell gegenchecken.

Häufige Fragen

Was ist der ggT?
Der größte gemeinsame Teiler (ggT) zweier Zahlen ist die größte Zahl, die beide ohne Rest teilt. ggT(12, 18) = 6, weil 6 der größte Teiler ist, der sowohl in 12 als auch in 18 aufgeht. Der ggT wird zum Kürzen von Brüchen verwendet: 12/18 = 2/3 (gekürzt um den ggT 6).
Was ist das kgV?
Das kleinste gemeinsame Vielfache (kgV) zweier Zahlen ist die kleinste positive Zahl, die von beiden teilbar ist. kgV(4, 6) = 12, weil 12 die kleinste Zahl ist, die sowohl durch 4 als auch durch 6 ohne Rest teilbar ist. Das kgV wird benötigt, um Brüche auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.
Wie funktioniert der Euklidische Algorithmus?
Man teilt die größere Zahl durch die kleinere und merkt sich den Rest. Dann teilt man den Divisor durch den Rest — und wiederholt, bis der Rest 0 ist. Der letzte Divisor ist der ggT. Beispiel: ggT(48, 18): 48 = 2 × 18 + 12, dann 18 = 1 × 12 + 6, dann 12 = 2 × 6 + 0 → ggT = 6.
Wie hängen ggT und kgV zusammen?
Für zwei Zahlen a und b gilt: kgV(a, b) = |a × b| ÷ ggT(a, b). Je größer der ggT, desto kleiner das kgV — und umgekehrt. Wenn ggT = 1 (teilerfremde Zahlen), ist das kgV einfach das Produkt der beiden Zahlen.
Können mehr als zwei Zahlen eingegeben werden?
Ja, der Rechner unterstützt bis zu 4 Zahlen. ggT und kgV werden paarweise berechnet: ggT(a, b, c) = ggT(ggT(a, b), c). Das Ergebnis ist unabhängig von der Reihenfolge. Die Teilermengen werden für alle eingegebenen Zahlen angezeigt, gemeinsame Teiler sind farblich hervorgehoben.

Quellen & Methodik

  1. ggT, kgV und euklidischer Algorithmus (Schulmathematik Sekundarstufe I)ggT = größter gemeinsamer Teiler über fortgesetzte Division mit Rest; kgV = kleinstes gemeinsames Vielfaches = (a × b) ÷ ggT.
  2. Euklid, Elemente (Buch VII)Klassische Quelle des euklidischen Algorithmus zur Bestimmung des größten gemeinsamen Teilers.

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