Aktualisiert am 21. Mai 2026
🔢 Potenz-Rechner
Potenzen, Wurzeln und Logarithmen berechnen mit Rechenweg und Potenzgesetzen.
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1.024
Rechenweg
Potenzgesetze
aⁿ × aᵐ = aⁿ⁺ᵐ
Multiplikation
aⁿ ÷ aᵐ = aⁿ⁻ᵐ
Division
(aⁿ)ᵐ = aⁿ·ᵐ
Potenz einer Potenz
a⁰ = 1
Nullter Exponent
a⁻ⁿ = 1 ÷ aⁿ
Negativer Exponent
ⁿ√a = a^(1/n)
Wurzel als Potenz
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So funktioniert der Potenz-Rechner
Formel
Potenz: xⁿ = x × x × … × x (n-mal) | Wurzel: ⁿ√x = x^(1/n) | Logarithmus: logₐ(x) = n ⟺ aⁿ = x
Rechenbeispiel
2¹⁰ = 1.024. √144 = 12. log₁₀(1000) = 3, denn 10³ = 1.000.
Was berechnet der Potenz-Rechner?
Der Potenz-Rechner löst drei zusammenhängende Aufgaben: Potenzen (xⁿ), Wurzeln (ⁿ√x) und Logarithmen (logₐx). Alle drei sind Umkehroperationen zueinander — wer eine versteht, versteht die anderen. Der Rechner zeigt den Rechenweg und die wichtigsten Potenzgesetze als Referenz.
Potenzen — die Grundlage
Eine Potenz ist die wiederholte Multiplikation einer Basis mit sich selbst: 2⁴ = 2 × 2 × 2 × 2 = 16. Der Exponent gibt an, wie oft multipliziert wird. Besondere Fälle: a⁰ = 1 (Konvention), a¹ = a, und a⁻ⁿ = 1/aⁿ (negativer Exponent bedeutet Kehrwert). Die Potenzgesetze vereinfachen das Rechnen mit Potenzen gleicher Basis: aⁿ × aᵐ = aⁿ⁺ᵐ, aⁿ ÷ aᵐ = aⁿ⁻ᵐ und (aⁿ)ᵐ = aⁿ·ᵐ.
Wurzeln — Umkehrung der Potenz
Die n-te Wurzel fragt: Welche Zahl ergibt mit sich selbst n-mal multipliziert den Radikanden? √144 = 12, denn 12² = 144. Mathematisch ist ⁿ√a = a^(1/n). Die Quadratwurzel (n = 2) ist der häufigste Fall, aber auch Kubikwurzeln (n = 3) kommen in der Praxis vor — etwa bei der Berechnung von Kantenlängen aus Volumina.
Logarithmen — Umkehrung der Potenz (anderer Blickwinkel)
Der Logarithmus fragt: Mit welchem Exponenten muss die Basis potenziert werden, um die Zahl zu erhalten? log₁₀(1000) = 3, denn 10³ = 1000. Der dekadische Logarithmus (Basis 10) und der natürliche Logarithmus (Basis e ≈ 2,718) sind die gebräuchlichsten. Logarithmen verwandeln Multiplikation in Addition und sind daher in Wissenschaft, Technik und Finanzen allgegenwärtig.
Potenzgesetze im Detail
Die Potenzgesetze sind das Werkzeug, mit dem sich komplexe Ausdrücke vereinfachen lassen — ohne sie wäre höhere Mathematik kaum praktikabel. Die wichtigsten Regeln:
- Multiplikation gleicher Basen: aⁿ × aᵐ = aⁿ⁺ᵐ. Beispiel: 2³ × 2⁴ = 2⁷ = 128. Die Exponenten werden addiert, weil die Basen identisch sind und sich die Multiplikationen kumulieren.
- Division gleicher Basen: aⁿ ÷ aᵐ = aⁿ⁻ᵐ. Beispiel: 5⁶ ÷ 5² = 5⁴ = 625. Die Exponenten werden subtrahiert.
- Potenz einer Potenz: (aⁿ)ᵐ = aⁿ·ᵐ. Beispiel: (3²)⁴ = 3⁸ = 6.561. Die Exponenten werden multipliziert.
- Negative Exponenten: a⁻ⁿ = 1/aⁿ. Beispiel: 2⁻³ = 1/8 = 0,125. Ein negativer Exponent bedeutet Kehrwert.
- Sonderfall Null: a⁰ = 1 für alle a ≠ 0. Begründung: aⁿ ÷ aⁿ = aⁿ⁻ⁿ = a⁰, und jede Zahl durch sich selbst ergibt 1. Der Ausdruck 0⁰ ist je nach Kontext entweder undefiniert oder per Konvention 1 (in der Kombinatorik).
- Wurzeln als Potenzen: ⁿ√a = a^(1/n). Beispiel: √16 = 16^(1/2) = 4. Diese Schreibweise erlaubt es, Potenz- und Wurzelgesetze einheitlich anzuwenden.
Anwendungsfälle in Wissenschaft und Alltag
Potenzen, Wurzeln und Logarithmen erscheinen in vielen Lebensbereichen — meist ohne dass das mathematische Werkzeug bewusst erkannt wird:
- Zinseszins (Finanzen). Das Kapital wächst exponentiell: K = K₀ × (1 + p/100)ⁿ. Wer wissen will, wie lange eine Verdopplung dauert, nutzt den Logarithmus: n = log(2) ÷ log(1 + p/100). Bei 5 % Zinsen sind das log(2)/log(1,05) ≈ 14,2 Jahre. Die Faustregel „72 ÷ Zinssatz" ist eine logarithmische Näherung.
- Bytes, KB, MB, GB (Informatik). Speichergrößen sind Zweierpotenzen: 1 KB = 2¹⁰ Byte = 1.024 Byte, 1 MB = 2²⁰ Byte ≈ 1 Mio., 1 GB = 2³⁰ Byte ≈ 1 Mrd. Auch Bildschirmauflösungen (1024 × 768, 1920 × 1080) und Speicheradressen folgen Zweierpotenzen, weil Computer binär arbeiten.
- Wissenschaftliche Notation. In Physik und Chemie werden Zahlen in der Form a × 10ⁿ geschrieben, um Größenordnungen handhabbar zu machen. Lichtgeschwindigkeit ≈ 3 × 10⁸ m/s, Avogadrozahl ≈ 6,022 × 10²³ Teilchen/Mol, Elementarladung ≈ 1,602 × 10⁻¹⁹ Coulomb. Ohne Potenzschreibweise wäre der Umgang mit solchen Werten praktisch unmöglich.
- Geometrie — Flächen und Volumina. Eine Quadratseite r ergibt eine Fläche von r², ein Würfel mit Kantenlänge r ein Volumen von r³. Verdoppelt man die Kante, vervierfacht sich die Fläche und verachtfacht sich das Volumen — exponentielles Wachstum mit dem Radius. Bei einer Kugel sind Oberfläche (4πr²) und Volumen (4/3·πr³) ebenfalls Potenzfunktionen.
- Logarithmische Skalen in der Naturwissenschaft. Erdbebenstärke (Richter-Skala), Lautstärke (Dezibel) und Säurestärke (pH-Wert) sind logarithmisch skaliert: jede ganze Stufe entspricht einem 10-fachen Anstieg der zugrundeliegenden Größe. Magnitude 7 ist 10× stärker als Magnitude 6, ein Anstieg um 10 dB ist eine 10-fache Schallintensität.
- Halbwertszeit (Physik & Pharmakologie). Beim radioaktiven Zerfall halbiert sich die Substanz alle T Sekunden: N(t) = N₀ × (1/2)^(t/T). Dieselbe Logik gilt für die Konzentration eines Medikaments im Blut. Wer wissen will, wann nur noch 10 % verbleiben, löst nach t = T × log(0,1) ÷ log(0,5).
- Bevölkerungswachstum und Epidemiologie. Eine konstante Wachstumsrate führt zu exponentiellem Wachstum: Bevölkerung wächst gemäß N(t) = N₀ × (1 + r)^t. Das R-Wert-Konzept aus der Pandemie-Berichterstattung ist mathematisch gesehen die Basis einer Exponentialfunktion — R > 1 bedeutet Ausbreitung, R < 1 Eindämmung.