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Aktualisiert am 25. Juni 2026

📝 Gleichungslöser

Lineare und quadratische Gleichungen lösen — mit vollständigem Rechenweg, Mitternachtsformel und Parabel-Grafik.

Gleichungstyp
2x + 5 = 11

Lösung

x = 3

Rechenweg

1. 2x + 5 = 11

2. 2x = 11 − 5 = 6 | 5

3. x = 6 / 2 | ÷ 2

4. x = 3

Probe: 2 × 3 + 5 = 11

Prozentrechner: Prozentwerte und VeränderungenPythagoras-Rechner: Rechtwinkliges DreieckWissenschaftlicher Taschenrechner: sin, cos, log, √
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Was heißt „eine Gleichung lösen"?

Eine Gleichung verbindet zwei Ausdrücke mit einem Gleichheitszeichen. Eine Gleichung zu „lösen" heißt, den Wert der Unbekannten — meist x — zu finden, für den die Aussage wahr wird. Das Werkzeug dafür sind Äquivalenzumformungen: Was man auf der einen Seite tut, muss man auch auf der anderen tun, damit die Gleichheit erhalten bleibt.

Dieser Rechner löst die beiden wichtigsten Schultypen: lineare Gleichungen (x in der ersten Potenz) und quadratische Gleichungen (mit x²). Beide tauchen ab Klasse 7 auf und bilden das Fundament der Algebra — später wieder gebraucht in Physik, Chemie, Wirtschaft und Informatik.

Der Unterschied liegt im Grad der höchsten Potenz. Wer mit Potenzen und Wurzeln sicher umgeht — etwa für die Wurzel in der Mitternachtsformel —, ist klar im Vorteil; das übt der Potenz-Rechner.

Lineare Gleichungen: nach x umstellen

Eine lineare Gleichung hat die Form ax + b = c, wobei a, b und c bekannte Zahlen sind. „Linear" bedeutet, dass x nur in der ersten Potenz vorkommt — kein x², kein x³. Grafisch ist das eine Gerade.

Das Lösungsverfahren ist immer dasselbe: x schrittweise isolieren. Zuerst bringt man den konstanten Summanden b auf die andere Seite (subtrahieren), dann teilt man durch den Faktor a. Daraus ergibt sich die allgemeine Lösung x = (c − b) ÷ a.

Ein Sonderfall ist a = 0: Dann steht gar kein x mehr in der Gleichung. Übrig bleibt b = c — das ist entweder immer wahr (unendlich viele Lösungen) oder immer falsch (keine Lösung). Der Rechner weist auf diesen Fall ausdrücklich hin.

Linear gelöst: 2x + 5 = 11

  1. 1
    Ausgangsgleichung2x + 5 = 11= nach x auflösen
  2. 2
    5 subtrahieren (beide Seiten)2x = 11 − 5= 2x = 6
  3. 3
    durch 2 teilenx = 6 ÷ 2= x = 3
  4. 4
    Probe2 × 3 + 5= 11 ✓
Die Lösung ist x = 3. Das Prinzip jeder linearen Gleichung: durch Äquivalenzumformungen x isolieren — was man auf einer Seite tut, tut man auch auf der anderen. Die Probe (Einsetzen) bestätigt das Ergebnis und sollte zur Routine werden. Genau dieses Schema — erst isolieren, dann Probe — trägt von einfachen Schulgleichungen bis zu komplexen Formelumstellungen in Physik und Technik.

Lineare vs. quadratische Gleichung

KriteriumLineare GleichungQuadratische Gleichung
Formax + b = cax² + bx + c = 0
Höchste Potenz von xx (erste Potenz)x² (zweite Potenz)
GraphGeradeParabel
Anzahl Lösungengenau eine (a ≠ 0)keine, eine oder zwei
Lösungswegnach x umstellenMitternachts- oder pq-Formel

Quadratische Gleichungen und die Mitternachtsformel

Eine quadratische Gleichung hat die Form ax² + bx + c = 0. Das x² macht sie zur Parabel, die sich nach oben (a > 0) oder nach unten (a < 0) öffnet. Anders als die lineare Gleichung kann sie keine, eine oder zwei Lösungen haben.

Die universelle Lösungsformel ist die Mitternachtsformel: x = (−b ± √(b² − 4ac)) ÷ (2a). Das Plusminus-Zeichen liefert die beiden Lösungen — eine mit Plus, eine mit Minus vor der Wurzel. Ihr Spitzname kommt aus dem Spruch, man müsse sie auch um Mitternacht aufsagen können.

Der Ausdruck unter der Wurzel, b² − 4ac, heißt Diskriminante und entscheidet schon vorab über die Anzahl der Lösungen. Den Wurzelterm rechnet bei Bedarf der wissenschaftliche Taschenrechner.

Quadratisch gelöst: x² − 5x + 6 = 0

  1. 1
    Koeffizienten ablesena = 1, b = −5, c = 6= ax² + bx + c = 0
  2. 2
    DiskriminanteD = (−5)² − 4 × 1 × 6 = 25 − 24= D = 1
  3. 3
    Mitternachtsformelx = (5 ± √1) ÷ 2 = (5 ± 1) ÷ 2= x₁ = 3, x₂ = 2
  4. 4
    Probe x = 33² − 5 × 3 + 6= 0 ✓
D = 1 ist positiv, also gibt es zwei Lösungen: x₁ = 3 und x₂ = 2. Die Parabel schneidet die x-Achse an diesen beiden Stellen; ihr Tiefpunkt (Scheitel) liegt genau dazwischen bei x = 2,5. Mit der pq-Formel (a = 1) käme dasselbe heraus: x = 2,5 ± √(6,25 − 6) = 2,5 ± 0,5.

Die drei Diskriminanten-Fälle

Diskriminante DAnzahl LösungenParabel & x-AchseBeispiel
D > 0zwei verschiedeneschneidet in 2 Punktenx²−5x+6=0 → 2 und 3
D = 0eine (Doppellösung)berührt in 1 Punktx²+2x+1=0 → −1
D < 0keine reelle Lösungkein Schnittpunktx²+x+1=0 → D = −3

Diskriminante D = b² − 4ac. Sie entscheidet allein über die Anzahl der reellen Lösungen — noch bevor man die Mitternachtsformel zu Ende rechnet. Geometrisch beschreibt sie, wie die Parabel zur x-Achse liegt.

Doppellösung und „keine reelle Lösung"

Zwei Fälle überraschen oft. Bei D = 0 gibt es nur eine Lösung — die „Doppellösung": Die Parabel berührt die x-Achse in genau einem Punkt, statt sie zu schneiden (Beispiel x² + 2x + 1 = 0 → x = −1). Bei D < 0 gibt es gar keine reelle Lösung, weil keine reelle Zahl eine negative Wurzel hat — die Parabel verläuft komplett ober- oder unterhalb der x-Achse. In den komplexen Zahlen existieren dann Lösungen, im Schulstoff bis zur Oberstufe zählt aber nur der reelle Fall.

Die Diskriminante und die Parabel

Die Diskriminante D = b² − 4ac ist der Schlüssel zur quadratischen Gleichung — sie verrät die Lösungsanzahl, bevor man die Formel zu Ende rechnet. Das Vorzeichen von D entspricht direkt der Lage der Parabel zur x-Achse.

Ist D > 0, schneidet die Parabel die x-Achse in zwei Punkten — zwei Lösungen. Ist D = 0, berührt sie die Achse in genau einem Punkt — eine Doppellösung. Ist D < 0, hat sie keinen Kontakt zur x-Achse — keine reelle Lösung.

Diese geometrische Deutung macht abstrakte Algebra anschaulich: Die Nullstellen einer Funktion sind genau die x-Werte, an denen ihr Graph die x-Achse kreuzt. Wer die Diskriminante zuerst berechnet, weiß sofort, was ihn erwartet, und vermeidet unnötiges Rechnen mit negativen Wurzeln.

Mitternachtsformel vs. pq-Formel

KriteriumMitternachtsformelpq-Formel
Gilt fürjede Form ax² + bx + c = 0nur a = 1: x² + px + q = 0
Formelx = (−b ± √(b²−4ac)) ÷ (2a)x = −p/2 ± √((p/2)² − q)
Vorbereitungkeine — direkt einsetzenerst durch a teilen, wenn a ≠ 1
Vorteiluniversell einsetzbarkürzer bei normierten Gleichungen
Diskriminanteb² − 4ac(p/2)² − q

Scheitelpunkt und der Satz von Vieta

Der Scheitelpunkt ist der höchste oder tiefste Punkt der Parabel — dort, wo sie ihre Richtung wechselt. Seine x-Koordinate ist xₛ = −b ÷ (2a), die y-Koordinate yₛ = c − b² ÷ (4a). Der Scheitel liegt immer genau in der Mitte zwischen den beiden Nullstellen — falls es welche gibt.

Ein eleganter Zusammenhang ist der Satz von Vieta: Für ax² + bx + c = 0 gilt x₁ + x₂ = −b/a und x₁ · x₂ = c/a. Bei der normierten Gleichung x² − 5x + 6 = 0 sucht man also zwei Zahlen mit Summe 5 und Produkt 6 — das sind 2 und 3. So lassen sich viele Gleichungen im Kopf faktorisieren, ganz ohne Formel.

Der Scheitelpunkt ist auch praktisch: In Optimierungsaufgaben markiert er das Maximum oder Minimum. Wo Wurzeln und rechte Winkel ins Spiel kommen, ergänzt der Pythagoras-Rechner.

Faktorisieren und der Nullproduktsatz

Neben der Mitternachtsformel gibt es einen oft schnelleren Weg: das Faktorisieren. Die Idee beruht auf dem Nullproduktsatz — ein Produkt ist genau dann null, wenn einer seiner Faktoren null ist. Lässt sich eine quadratische Gleichung als (x − x₁)(x − x₂) = 0 schreiben, kann man die Lösungen direkt ablesen.

Beispiel: x² − 5x + 6 = 0 lässt sich zu (x − 2)(x − 3) = 0 umformen. Damit ist die Gleichung erfüllt, wenn x = 2 oder x = 3 — ganz ohne Formel. Welche Zahlen in die Klammern gehören, verrät der Satz von Vieta: zwei Zahlen mit Summe 5 und Produkt 6.

Ein verwandter Trick ist das Ausklammern: Bei x² − 5x = 0 zieht man x heraus zu x(x − 5) = 0, also x = 0 oder x = 5. Faktorisieren lohnt sich vor allem bei glatten, ganzzahligen Lösungen — bei „krummen" Werten ist die Mitternachtsformel der sichere Weg.

Mitternachtsformel vs. Faktorisieren (Vieta)

KriteriumMitternachtsformelFaktorisieren (Satz von Vieta)
PrinzipFormel einsetzenzwei passende Zahlen suchen
Vieta-Bedingungnicht nötigx₁ + x₂ = −b/a und x₁ · x₂ = c/a
Schnell beijeder Gleichungglatten, ganzzahligen Lösungen
Beispiel x²−5x+6D = 1 → 3 und 2Summe 5, Produkt 6 → 2 und 3
Eignungimmer sicherKopfrechnen und Probe

Wo Gleichungen im Alltag stecken

Gleichungen sind keine reine Schulübung — sie stecken in vielen Alltagsfragen, oft ohne dass man sie als Gleichung erkennt. „Wenn 3 Brötchen 1,20 € kosten, was kostet eines?" ist die lineare Gleichung 3x = 1,20 mit der Lösung 0,40 €. „Wie lange muss ich 200 € im Monat sparen, um 10.000 € zu haben?" führt auf 200x = 10.000, also 50 Monate.

Quadratische Gleichungen tauchen überall dort auf, wo etwas mit dem Quadrat einer Größe zusammenhängt. In der Physik beschreibt der freie Fall den Weg als s = ½ · g · t² — wer die Fallzeit sucht, löst eine quadratische Gleichung. Flächenaufgaben und Bremswege folgen demselben Muster.

In der Wirtschaft markiert der Scheitelpunkt einer quadratischen Gewinnfunktion den Punkt des maximalen Gewinns. So wird aus abstrakter Algebra ein konkretes Optimierungswerkzeug.

Quadratische Gleichung lösen — Schritt für Schritt

  • Gleichungstyp erkennen: kommt ein x² vor? Dann quadratisch, sonst linear
  • Quadratische Gleichung auf die Form ax² + bx + c = 0 bringen (alles auf eine Seite)
  • Koeffizienten a, b, c sauber ablesen — Vorzeichen mitnehmen
  • Zuerst die Diskriminante D = b² − 4ac berechnen — sie sagt die Lösungsanzahl voraus
  • Mitternachtsformel anwenden; bei a = 1 ist die pq-Formel oft schneller
  • Beide Lösungen durch Einsetzen prüfen (Probe)
  • Bei a = 0 ist die Gleichung nicht quadratisch — als lineare Gleichung behandeln

Merkformeln auf einen Blick

DiskriminanteD = b² − 4acentscheidet über die Anzahl der Lösungen
Mitternachtsformel(−b ± √D) ÷ (2a)universell für ax² + bx + c = 0
Scheitelpunkt x−b ÷ (2a)liegt mittig zwischen den Nullstellen
Satz von Vietax₁ + x₂ = −b/aProdukt: x₁ · x₂ = c/a
Lineare Lösungx = (c − b) ÷ aaus ax + b = c

Reelle Lösungen — komplexe nicht modelliert

Dieser Rechner löst lineare und quadratische Gleichungen über den reellen Zahlen und zeigt den vollständigen Rechenweg. Bei negativer Diskriminante (D < 0) gibt es keine reelle Lösung; die komplexen Lösungen (mit der imaginären Einheit i) werden nicht ausgegeben. Gleichungen höheren Grades (x³, x⁴ …) oder mit mehreren Unbekannten sind nicht abgedeckt. Für Termberechnungen mit Wurzeln und Potenzen hilft ergänzend der wissenschaftliche Taschenrechner.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen linearer und quadratischer Gleichung?
Eine lineare Gleichung hat die Form ax + b = c — x kommt nur in der ersten Potenz vor. Grafisch ist das eine Gerade. Eine quadratische Gleichung hat die Form ax² + bx + c = 0 — das x² macht sie zur Parabel. Lineare Gleichungen haben immer genau eine Lösung (sofern a ≠ 0), quadratische können null, eine oder zwei Lösungen haben, je nach Diskriminante.
Was ist die Mitternachtsformel?
Die Mitternachtsformel ist die universelle Lösungsformel für quadratische Gleichungen der Form ax² + bx + c = 0. Sie lautet: x = (−b ± √(b² − 4ac)) / (2a). Der Name entstand aus dem Spruch, dass man sie auch um Mitternacht aufsagen können soll. Mit ihr lässt sich jede quadratische Gleichung lösen — im Gegensatz zur pq-Formel, die nur für a = 1 gilt.
Was sagt die Diskriminante aus?
Die Diskriminante D = b² − 4ac verrät, wie viele Lösungen eine quadratische Gleichung hat: Bei D > 0 gibt es zwei verschiedene reelle Lösungen, bei D = 0 gibt es genau eine (doppelte) Lösung, bei D < 0 gibt es keine reelle Lösung. Grafisch entspricht das dem Verhalten der Parabel gegenüber der x-Achse: zwei Schnittpunkte, ein Berührpunkt oder gar kein Kontakt.
Was ist der Scheitelpunkt einer Parabel?
Der Scheitelpunkt ist der höchste (bei nach unten geöffneten Parabeln) oder tiefste Punkt (bei nach oben geöffneten Parabeln). Er berechnet sich mit xₛ = −b/(2a) und yₛ = c − b²/(4a). Der Scheitelpunkt liegt immer genau in der Mitte zwischen den beiden Nullstellen — falls die Parabel welche hat. Unser Rechner zeigt ihn in der Grafik als roten Punkt an.
Warum kann eine quadratische Gleichung keine Lösung haben?
Wenn die Diskriminante negativ ist (D < 0), existiert keine reelle Zahl, deren Quadrat negativ ist — daher auch keine reelle Lösung. Grafisch bedeutet das: Die Parabel schneidet die x-Achse nicht. Beispiel: x² + 1 = 0 hat D = 0 − 4 = −4. In den komplexen Zahlen gäbe es zwar Lösungen (x = ±i), aber im Schulstoff bis zur Oberstufe zählt nur der reelle Fall.
Was passiert, wenn a = 0 ist?
Dann ist die Gleichung gar nicht mehr linear bzw. quadratisch! Bei einer linearen Gleichung 0·x + b = c bleibt nur noch b = c übrig — das ist entweder immer wahr (wenn b = c, unendlich viele Lösungen) oder immer falsch (wenn b ≠ c, keine Lösung). Bei einer quadratischen Gleichung mit a = 0 wird aus ax² + bx + c = 0 automatisch die lineare Gleichung bx + c = 0. Unser Rechner erkennt diese Sonderfälle und weist darauf hin.

Quellen & Methodik

  1. Bronstein/Semendjajew: Taschenbuch der MathematikStandard-Referenz für lineare und quadratische Gleichungen, Mitternachts- und pq-Formel sowie den Satz von Vieta.
  2. Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): Mathematik-Grundlagen OriginaltextDidaktische Einordnung von Gleichungen und Funktionen im Schulstoff.

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