Aktualisiert am 21. Mai 2026
📊 Durchschnittsrechner
Durchschnitt berechnen: Arithmetisches & gewichtetes Mittel, Median, Modus und Standardabweichung.
5 Werte erkannt
Arithmetisches Mittel
5,40
Rechenweg
( 4 + 7 + 2 + 9 + 5 ) ÷ 5 = 5,4
Summe
27,00
Anzahl
5
Minimum
2,00
Maximum
9,00
Spannweite
7,00
Std.-Abw.
2,4166
Sortierte Werte
2,00, 4,00, 5,00, 7,00, 9,00
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Durchschnitt — das arithmetische Mittel als Standardfall
Der Durchschnitt — meist arithmetisches Mittel genannt — fasst eine Reihe von Zahlen zu einem einzigen, repräsentativen Wert zusammen. Die Berechnung ist denkbar einfach: alle Werte addieren und durch ihre Anzahl teilen. Aus den fünf Werten 4, 7, 2, 9 und 5 wird so (4 + 7 + 2 + 9 + 5) ÷ 5 = 5,4.
Das arithmetische Mittel ist der Standardfall überall dort, wo alle Werte gleich wichtig sind und keine extremen Ausreißer vorkommen: Schulnoten, Temperaturen, Messreihen, Verbrauchswerte. Es hat aber eine Schwäche — ein einziger sehr großer oder sehr kleiner Wert zieht das Ergebnis spürbar in seine Richtung. Für solche Fälle gibt es robustere Lagemaße: den Median (den mittleren Wert der sortierten Reihe) und den Modus (den häufigsten Wert). Welches Maß das richtige ist, hängt von den Daten und der Fragestellung ab — dieser Rechner liefert alle drei samt Rechenweg.
Arithmetisches Mittel (Summe ÷ Anzahl)
- 1Werte erfassen4, 7, 2, 9, 5= 5 Werte
- 2Summe bilden4 + 7 + 2 + 9 + 5= 27
- 3Summe durch Anzahl teilen27 ÷ 5= 5,4
Gewichteter Durchschnitt (Noten mit Gewichtung)
- 1Note × Gewicht je Komponente2,0×5 + 3,0×3 + 1,0×2= 10 + 9 + 2
- 2Produkte summieren10 + 9 + 2= 21
- 3Durch Summe der Gewichte (5+3+2)21 ÷ 10= 2,1
Die vier Lagemaße im Überblick
| Maß | Berechnung | Wann nutzen |
|---|---|---|
| Arithmetisches Mittel | Summe ÷ Anzahl | Standardfall, alle Werte gleichwertig |
| Gewichtetes Mittel | Σ(Wert × Gewicht) ÷ Σ Gewicht | wenn Werte unterschiedlich wichtig sind (Noten) |
| Median | mittlerer Wert der sortierten Reihe | bei Ausreißern (Gehälter, Mieten, Preise) |
| Modus | häufigster Wert | typischster Wert, auch bei Kategorien |
Das arithmetische Mittel ist der Standard, reagiert aber empfindlich auf Ausreißer. Median und Modus ergänzen es um eine robustere bzw. häufigkeitsbasierte Sicht. Die Standardabweichung sagt zusätzlich, wie stark die einzelnen Werte um den Mittelwert streuen.
Median bei ungerader und gerader Anzahl
- 1Ungerade Anzahl (5 Werte) sortieren2, 4, 5, 7, 9= mittlerer Wert = 5
- 2Gerade Anzahl (4 Werte) sortieren2, 4, 7, 9= Mitte: 4 und 7
- 3Mittel der beiden mittleren Werte(4 + 7) ÷ 2= 5,5
Wann der Median besser ist als das Mittel
Der Median ist der mittlere Wert einer der Größe nach sortierten Reihe: Die eine Hälfte der Werte liegt darunter, die andere darüber. Anders als das arithmetische Mittel interessiert ihn nur die Position der Werte, nicht ihre Größe — und genau das macht ihn robust gegen Ausreißer.
Das klassische Beispiel sind Gehälter. Verdienen vier Personen zwischen 2.400 und 3.000 € und eine fünfte 12.000 €, liegt das arithmetische Mittel bei 4.560 € — höher als das Einkommen von vier der fünf Personen. Der eine hohe Wert verzerrt das Bild. Der Median dagegen liegt bei 2.800 € und beschreibt das typische Gehalt deutlich ehrlicher. Aus demselben Grund berichten Statistikämter Einkommen, Mieten und Immobilienpreise als Median: Bei schiefen Verteilungen mit wenigen sehr großen Werten gibt er die Lage der Mehrheit besser wieder als der leicht verzerrbare Mittelwert.
Ausreißer-Effekt — Gehälter: Mittel vs. Median
- 1Fünf Monatsgehälter (€)2.400, 2.600, 2.800, 3.000, 12.000= gegeben
- 2Mittelwert = Summe ÷ 522.800 ÷ 5= 4.560 €
- 3Median = mittlerer Wert (3. von 5)sortiert: …, 2.800, …= 2.800 €
Modus — der häufigste Wert
- 1Werte sortieren und Häufigkeit zählen3, 4, 4, 4, 5, 6, 7= 4 erscheint 3×
- 2Häufigsten Wert bestimmenModus = häufigster Wert= 4
Notendurchschnitt & Zeugnis richtig rechnen
Beim Notendurchschnitt kommt es darauf an, ob alle Noten gleich zählen. Im einfachsten Fall — etwa der Schnitt aller Zeugnisnoten — ist es ein gewöhnliches arithmetisches Mittel: alle Noten addieren, durch ihre Anzahl teilen. Sechs Noten 2, 1, 3, 2, 4, 2 ergeben (2 + 1 + 3 + 2 + 4 + 2) ÷ 6 = 14 ÷ 6 ≈ 2,33.
Oft zählen einzelne Leistungen aber unterschiedlich stark: Klausuren mehr als mündliche Noten, schriftliche Prüfungen mehr als einzelne Halbjahre. Dann ist das gewichtete Mittel richtig — jede Note wird mit ihrem Gewicht multipliziert, die Produkte werden summiert und durch die Summe der Gewichte geteilt. Wichtig ist, am Ende nicht versehentlich durch die Anzahl der Noten zu teilen, sondern durch die Summe der Gewichte. Schulen runden den Endschnitt je nach Bundesland unterschiedlich; die reine Rechnung bleibt aber immer dieselbe. Für die exakte Abiturnote aus Block I und II gibt es einen eigenen Abi-Rechner.
Beispiel-Datensatz: alle Lagemaße nebeneinander
| Maß | Wert | Bemerkung |
|---|---|---|
| Datensatz | 2, 3, 3, 6, 11 | 5 Werte |
| Mittelwert | 5,0 | (2 + 3 + 3 + 6 + 11) ÷ 5 = 25 ÷ 5 |
| Median | 3 | mittlerer Wert (3. von 5) |
| Modus | 3 | kommt zweimal vor |
| Spannweite | 9 | 11 − 2 (Max − Min) |
Derselbe Datensatz, drei Lagemaße: Mittelwert 5,0, Median und Modus jeweils 3. Der eine hohe Wert (11) zieht das arithmetische Mittel über die Mehrheit der Daten, während Median und Modus näher am Schwerpunkt der Verteilung liegen — ein gutes Beispiel dafür, warum man mehrere Maße betrachten sollte.
Den richtigen Durchschnitt wählen
- Alle Werte gleich wichtig und ohne Ausreißer? → arithmetisches Mittel.
- Werte unterschiedlich gewichtet (z. B. Klausur zählt mehr)? → gewichtetes Mittel.
- Wenige extreme Ausreißer im Datensatz (Gehälter, Preise)? → Median statt Mittel.
- Frage nach dem häufigsten bzw. typischen Wert? → Modus.
- Vor der Median-Bestimmung immer zuerst die Werte der Größe nach sortieren.
- Bei gerader Anzahl ist der Median der Durchschnitt der beiden mittleren Werte.
- Interessiert die Streuung der Werte? → zusätzlich die Standardabweichung betrachten.
- Beim gewichteten Mittel durch die Summe der Gewichte teilen, nicht durch die Anzahl.
Bei Ausreißern den Median statt das Mittel nehmen
Enthält ein Datensatz einzelne extreme Werte — ein sehr hohes Gehalt, eine Ausnahme-Miete, einen Messfehler —, verzerrt das arithmetische Mittel das Bild: Es wird in Richtung des Ausreißers gezogen und liegt dann oft über oder unter der Mehrheit der Daten. Der Median bleibt davon unberührt, weil er nur die Position in der sortierten Reihe betrachtet, nicht die Größe der Extremwerte. Genau deshalb berichten Statistikämter Einkommen, Mieten und Immobilienpreise meist als Median und nicht als Mittelwert. Faustregel: Sind Ausreißer im Spiel oder ist die Verteilung schief, ist der Median die ehrlichere Kennzahl.
Gewichteter Durchschnitt bei unterschiedlicher Bedeutung
Nicht alle Werte sind immer gleich wichtig. Beim Notendurchschnitt zählen Klausuren oft mehr als mündliche Noten, beim Portfolio größere Posten mehr als kleine. In solchen Fällen ist das gewichtete Mittel richtig: Jeder Wert wird mit seinem Gewicht multipliziert, die Produkte werden summiert und durch die Summe der Gewichte geteilt — nicht durch die bloße Anzahl. Ein häufiger Fehler ist, am Ende durch die Anzahl der Werte statt durch die Summe der Gewichte zu teilen; dann stimmt das Ergebnis nicht. Wenn alle Gewichte gleich sind, ergibt das gewichtete Mittel automatisch wieder das einfache arithmetische Mittel.
Häufige Fragen
Wie berechnet man den Durchschnitt?
Was ist der Unterschied zwischen Mittelwert und Median?
Wie berechne ich einen gewichteten Durchschnitt?
Was sagt die Standardabweichung aus?
Wann verwendet man den Median statt den Mittelwert?
Quellen & Methodik
- Mittelwerte — arithmetisch, gewichtet, Median, ModusStandard-Statistik (Sekundarstufe I/II); die Formeln für arithmetisches und gewichtetes Mittel, Median und Modus sind allgemeingültig und nicht an eine konkrete Quelle gebunden.