Aktualisiert am 14. Juni 2026
🔢 Primzahl-Rechner
Primzahlen prüfen und finden: Ist eine Zahl prim? Primfaktorzerlegung und Primzahlen in einem Bereich.
✓ Primzahl
97 ist eine Primzahl — kein Teiler bis √97 ≈ 9 gefunden.
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Was eine Primzahl ist — und was nicht
Eine Primzahl ist eine natürliche Zahl größer als 1, die genau zwei Teiler hat: die 1 und sich selbst. Lässt sich eine Zahl dagegen noch durch weitere Zahlen ohne Rest teilen, nennt man sie zusammengesetzte Zahl. Die ersten Primzahlen lauten 2, 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19, 23 und 29.
Ein Sonderfall ist die 2: Sie ist die kleinste Primzahl und zugleich die einzige gerade — jede andere gerade Zahl ist schon durch 2 teilbar und damit zusammengesetzt. Die 1 zählt bewusst nicht als Primzahl, weil sie nur einen einzigen Teiler besitzt. Auch die 0 und negative Zahlen sind keine Primzahlen. Primzahlen gelten als die Grundbausteine der Zahlen: Aus ihnen lässt sich jede größere natürliche Zahl durch Multiplikation zusammensetzen. Der Rechner prüft jede eingegebene Zahl auf Teilbarkeit und nennt im Ergebnis den kleinsten gefundenen Teiler — oder bestätigt, dass keiner existiert und die Zahl somit prim ist.
Primzahltest: Ist 17 eine Primzahl?
- 1Obergrenze bestimmen — getestet wird nur bis zur Wurzel√17 ≈ 4,12= Teiler bis 4 prüfen
- 2Teilbarkeit durch 2 (ist die Zahl gerade?)17 ÷ 2 = 8,5= kein ganzzahliger Teiler
- 3Teilbarkeit durch 3 prüfen17 ÷ 3 = 5,67= kein ganzzahliger Teiler
- 4Mehr braucht es nicht — 5 liegt schon über der Wurzel5 × 5 = 25 > 17= Prüfung beendet
Gegenprobe: Warum 91 keine Primzahl ist
- 1Obergrenze bestimmen√91 ≈ 9,54= Teiler bis 9 prüfen
- 2Durch 2 und 3 teilbar?91 ÷ 2 = 45,5; 91 ÷ 3 = 30,33= beides nein
- 3Durch 5 teilbar?91 ÷ 5 = 18,2= nein
- 4Durch 7 teilbar?91 ÷ 7 = 13= Teiler 7 gefunden
Primfaktorzerlegung und der Hauptsatz der Arithmetik
Die Primfaktorzerlegung zerlegt eine Zahl in ein Produkt aus lauter Primzahlen. Man teilt dazu fortlaufend durch den jeweils kleinsten Primteiler, bis am Ende nur noch eine Primzahl übrig bleibt. Mehrfach auftretende Faktoren fasst man als Potenz zusammen: 360 = 2 × 2 × 2 × 3 × 3 × 5 schreibt man kompakt als 2³ × 3² × 5.
Der Hauptsatz der Arithmetik (auch Fundamentalsatz genannt) garantiert dabei etwas Bemerkenswertes: Jede natürliche Zahl größer als 1 hat genau eine Primfaktorzerlegung — bis auf die Reihenfolge der Faktoren. Es gibt also keinen zweiten Weg, 360 in Primzahlen zu zerlegen. Diese Eindeutigkeit ist der Grund, warum Primzahlen als die „Atome" der Zahlen gelten. Praktisch nutzt man die Zerlegung, um den größten gemeinsamen Teiler (ggT) und das kleinste gemeinsame Vielfache (kgV) zu bestimmen, um Brüche zu kürzen — und in der Kryptographie, wo das Zerlegen sehr großer Zahlen bewusst extrem aufwendig ist.
Primfaktorzerlegung von 360
- 1Durch 2 teilen (kleinster Primteiler)360 ÷ 2 = 180= 180
- 2Weiter durch 2180 ÷ 2 = 90= 90
- 3Noch einmal durch 290 ÷ 2 = 45= 45
- 445 ist ungerade — durch 3 teilen45 ÷ 3 = 15= 15
- 5Weiter durch 315 ÷ 3 = 5= 5
- 65 ist selbst prim — Zerlegung fertig5 = Primfaktor= fertig
Ein kleineres Beispiel: 84 zerlegen
- 1Durch 2 teilen84 ÷ 2 = 42= 42
- 2Weiter durch 242 ÷ 2 = 21= 21
- 321 ist ungerade — durch 3 teilen21 ÷ 3 = 7= 7
- 47 ist selbst prim — fertig7 = Primfaktor= fertig
Alle Primzahlen bis 50 im Überblick
| Zehnerbereich | Primzahlen | Anzahl |
|---|---|---|
| 1 – 10 | 2, 3, 5, 7 | 4 |
| 11 – 20 | 11, 13, 17, 19 | 4 |
| 21 – 30 | 23, 29 | 2 |
| 31 – 40 | 31, 37 | 2 |
| 41 – 50 | 41, 43, 47 | 3 |
Zwischen 1 und 50 liegen 15 Primzahlen, zwischen 1 und 100 sind es 25. Gut erkennbar ist, dass Primzahlen mit wachsender Größe seltener werden — die dichten frühen Zehner (vier Stück) dünnen sich später aus. Eine größte Primzahl gibt es trotzdem nicht: Schon Euklid bewies um 300 v. Chr., dass es unendlich viele gibt. Auffällig sind zudem Primzahlzwillinge wie (11, 13), (17, 19) oder (29, 31) mit Abstand genau 2 — ob es unendlich viele davon gibt, ist bis heute ein offenes Problem der Mathematik.
Das Sieb des Eratosthenes — Primzahlen systematisch finden
Will man nicht eine einzelne Zahl prüfen, sondern alle Primzahlen bis zu einer Obergrenze auflisten, ist das Sieb des Eratosthenes das klassische Verfahren. Es stammt aus der Antike (um 240 v. Chr.) und ist bis heute eines der effizientesten einfachen Verfahren der Primzahlsuche.
Die Idee ist ein systematisches Ausstreichen: Man schreibt alle Zahlen von 2 bis zur Obergrenze auf. Die kleinste noch nicht gestrichene Zahl ist prim — man behält sie und streicht alle ihre Vielfachen, da diese zusammengesetzt sein müssen. Mit 2 beginnend fallen so alle geraden Zahlen weg, danach mit der 3 deren Vielfache, dann mit der 5 und so weiter. Sobald die nächste Primzahl größer als die Wurzel der Obergrenze ist, kann man aufhören: Alle dann noch übrigen Zahlen sind garantiert prim. Genau dieses Sieb nutzt der Rechner im Modus „Primzahlen im Bereich".
Sieb des Eratosthenes bis 30
- 12 ist prim — alle Vielfachen von 2 streichen4, 6, 8, …, 30= gerade Zahlen weg
- 23 ist prim — Vielfache von 3 streichen9, 15, 21, 27= weitere fallen weg
- 35 ist prim — Vielfache von 5 streichen25 (10, 15, 20, 30 sind schon weg)= 25 weg
- 4Nächste Primzahl 7 liegt über √30 ≈ 5,5 — SchlussRest ist garantiert prim= 10 Primzahlen
Teilbarkeitsregeln für den schnellen Vorabtest
| Teiler | Schnelltest | Beispiel |
|---|---|---|
| 2 | Letzte Ziffer ist gerade (0, 2, 4, 6, 8) | 84 endet auf 4 → durch 2 teilbar |
| 3 | Quersumme ist durch 3 teilbar | 84 → 8 + 4 = 12 → durch 3 teilbar |
| 5 | Letzte Ziffer ist 0 oder 5 | 85 endet auf 5 → durch 5 teilbar |
Diese drei Regeln erkennt man im Kopf und sie schließen die häufigsten Teiler sofort aus. Wer 2, 3 und 5 ausgeschlossen hat, muss nur noch die ungeraden Teiler ab 7 bis zur Wurzel durchprobieren — das beschleunigt jeden Primzahltest erheblich.
Schnell prüfen, ob eine Zahl prim ist
- Ist die Zahl kleiner als 2? Dann ist sie keine Primzahl — 0 und 1 zählen nicht.
- Ist die Zahl genau 2? Das ist die einzige gerade Primzahl — fertig.
- Endet die Zahl auf 0, 2, 4, 6 oder 8? Dann ist sie durch 2 teilbar und (außer der 2 selbst) keine Primzahl.
- Ist die Quersumme durch 3 teilbar? Dann ist auch die Zahl durch 3 teilbar.
- Endet die Zahl auf 0 oder 5? Dann ist sie durch 5 teilbar.
- Übersteht die Zahl alle Schnelltests? Dann die ungeraden Teiler ab 7 bis zur Wurzel durchprobieren (7, 11, 13 …). Findet sich keiner, ist die Zahl prim.
Warum der Test bis zur Wurzel reicht
Man muss eine Zahl n nur auf Teiler bis zur Quadratwurzel von n prüfen — alles darüber ist überflüssig. Der Grund: Hätte n einen Teiler, der größer als die Wurzel ist, dann gäbe es zwangsläufig einen passenden Gegenteiler unterhalb der Wurzel (denn beide multiplizieren sich zu n). Dieser kleinere Teiler wäre uns längst aufgefallen. Bei 97 etwa genügt das Prüfen bis 9, weil 10 × 10 schon 100 ergibt — und nichts teilt 97 ganzzahlig, also ist 97 prim.
1 ist keine Primzahl — und das mit gutem Grund
Die 1 wurde bewusst aus der Definition ausgeschlossen, obwohl sie nur durch 1 und sich selbst teilbar ist. Zählte man sie mit, ginge die Eindeutigkeit der Primfaktorzerlegung verloren: Man könnte 6 = 2 × 3 beliebig zu 1 × 2 × 3 oder 1 × 1 × 2 × 3 aufblähen, ohne dass sich der Wert ändert. Der Hauptsatz der Arithmetik würde damit hinfällig, und auch der Begriff der zwei genau verschiedenen Teiler träfe auf die 1 nicht zu. Deshalb beginnt die Reihe der Primzahlen erst bei der 2 — sie ist die kleinste und einzige gerade Primzahl.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob eine Zahl eine Primzahl ist?
Was ist eine Primfaktorzerlegung?
Ist 1 eine Primzahl?
Wie viele Primzahlen gibt es zwischen 1 und 100?
Wofür braucht man Primfaktorzerlegung in der Schule?
Was ist das Sieb des Eratosthenes?
Quellen & Methodik
- Primzahlen & Hauptsatz der ArithmetikStandard-Zahlentheorie (Sekundarstufe I/II); die Eindeutigkeit der Primfaktorzerlegung und der Wurzel-Test sind allgemeingültig und nicht an eine konkrete Quelle gebunden.