Aktualisiert am 21. Mai 2026
📏 WHR-Rechner
Taille-Hüfte-Verhältnis berechnen: WHR als Indikator für gesundheitliches Risiko — aussagekräftiger als der BMI.
Auf Nabelhöhe messen
An der breitesten Stelle
Ihr Taille-Hüfte-Verhältnis (WHR)
0,78
Taille-Größe-Verhältnis (WHtR)
0,46
Niedriges Risiko
WHR 0,78 — Frauen: < 0,80
WHtR: Optimal
Taille-Größe-Verhältnis 0,46 — unter 0,50 (optimal)
WHR-Grenzwerte (Frauen)
WHR vs. BMI: Das Taille-Hüfte-Verhältnis ist für die Einschätzung von Herz-Kreislauf-Risiken oft aussagekräftiger als der BMI, weil es die Fettverteilung berücksichtigt. Bauchfett (viszerales Fett) gilt als besonders gesundheitsgefährdend — unabhängig vom Gesamtgewicht.
Hinweis: Dieser Rechner dient der Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beratung. Messen Sie morgens nüchtern im Stehen, ohne den Bauch einzuziehen. WHO-Grenzwerte können je nach Ethnie variieren.
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So funktioniert der WHR-Rechner
Formel
WHR = Taillenumfang ÷ Hüftumfang | WHtR = Taillenumfang ÷ Körpergröße
Rechenbeispiel
Beispiel: Frau, 78 cm Taille, 100 cm Hüfte → WHR 0,78 (niedriges Risiko). Bei 168 cm Größe → WHtR 0,46 (optimal)
Taille-Hüfte-Verhältnis (WHR) — was es aussagt
Das Taille-Hüfte-Verhältnis (Waist-to-Hip Ratio, kurz WHR) ist ein einfacher Indikator für die Fettverteilung am Körper. Im Gegensatz zum BMI, der nur Gewicht und Größe berücksichtigt, zeigt der WHR, wo das Fett sitzt — und genau das ist für die Gesundheit entscheidend. Bauchfett (viszerales Fett) umgibt die inneren Organe und produziert Entzündungsbotenstoffe, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsarten deutlich erhöhen.
So messen Sie richtig
Messen Sie morgens nüchtern, im Stehen und in Unterwäsche. Ziehen Sie den Bauch nicht ein:
- Taillenumfang: Messen Sie auf Nabelhöhe, also in der Mitte zwischen der untersten Rippe und dem oberen Rand des Hüftknochens. Das Maßband sollte eng anliegen, aber nicht einschneiden.
- Hüftumfang: Messen Sie an der breitesten Stelle des Gesäßes. Stehen Sie aufrecht, die Füße zusammen.
Beide Maße sollten Sie mehrmals nehmen und den Durchschnitt verwenden, um Messfehler zu minimieren.
WHR-Grenzwerte: WHO-Schwelle + NIH/AHA-3-Stufen-Einordnung
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kennt für das WHR nur zwei Stufen: unterhalb und oberhalb der Risiko-Schwelle (Frauen ≥ 0,85, Männer ≥ 1,00). Die in diesem Rechner verwendete 3-Stufen-Einordnung (niedrig / moderat / erhöht) folgt der Konvention von NIH und AHA (National Institutes of Health / American Heart Association), die eine Zwischenstufe „moderates Risiko" für früh auffällige Werte definieren:
- Frauen: WHR unter 0,80 gilt als niedriges Risiko, 0,80 bis 0,84 als moderat und ab 0,85 als erhöht.
- Männer: WHR unter 0,90 gilt als niedriges Risiko, 0,90 bis 0,99 als moderat und ab 1,00 als erhöht.
Diese Grenzwerte beziehen sich auf europäische Bevölkerungen. Für asiatische Bevölkerungsgruppen werden oft niedrigere Schwellenwerte empfohlen.
WHtR — Taille-Größe-Verhältnis als zweite Kennzahl
Das Waist-to-Height Ratio (WHtR) setzt den Taillenumfang ins Verhältnis zur Körpergröße. Es ist besonders einfach zu interpretieren: Ist der Taillenumfang kleiner als die halbe Körpergröße (WHtR unter 0,50), gilt das als optimal. Ab 0,50 steigt das Risiko für Stoffwechselerkrankungen messbar an. Das WHtR hat den Vorteil, dass es auch bei großen und kleinen Menschen aussagekräftig bleibt — ein Problem, das beim BMI bekannt ist.
WHR vs. BMI — warum der WHR oft besser ist
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskelmasse und Fettmasse und sagt nichts über die Fettverteilung aus. Ein durchtrainierter Sportler kann einen hohen BMI haben und trotzdem metabolisch gesund sein. Umgekehrt kann eine normalgewichtige Person mit viel Bauchfett (sogenanntes „TOFI" — Thin Outside, Fat Inside) ein erhöhtes Risiko tragen, das der BMI nicht erfasst. Mehrere große Studien (u. a. INTERHEART, Prospective Studies Collaboration) zeigen, dass der WHR Herz-Kreislauf-Risiken besser vorhersagt als der BMI.
Was Sie tun können
Bei einem erhöhten WHR ist die gute Nachricht: Bauchfett spricht besonders gut auf Lebensstiländerungen an. Ausdauersport (3–5× pro Woche, 30–60 Minuten) reduziert viszerales Fett nachweislich — oft schneller als subkutanes Fett an Oberschenkeln und Hüften. Krafttraining erhöht den Grundumsatz und verbessert die Insulinsensitivität. Bei der Ernährung helfen mediterrane Kost, reduzierter Zuckerkonsum und ausreichend Ballaststoffe. Alkohol — insbesondere Bier — fördert die Fetteinlagerung am Bauch besonders stark.
Einschränkungen
Der WHR ist ein Screening-Werkzeug, keine Diagnose. Er funktioniert am besten bei Erwachsenen zwischen 18 und 70 Jahren. Bei Schwangeren, Kindern und Menschen mit bestimmten Erkrankungen (z. B. Aszites) ist er nicht aussagekräftig. Auch nach einer großen Mahlzeit oder bei Blähungen können die Messwerte verfälscht sein. Für eine umfassende Risikobeurteilung konsultieren Sie Ihren Arzt.