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Aktualisiert am 27. Juni 2026

🤰 Geburtstermin-Rechner

Geburtstermin berechnen: Nach der Naegele-Regel mit drei Methoden — letzte Periode, Empfängnisdatum oder Ultraschall.

Berechnungsmethode

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Der errechnete Termin ist ein Richtwert

Der voraussichtliche Entbindungstermin (ET) ist eine statistische Schätzung, kein festes Datum. Er gibt an, wann eine Schwangerschaft rechnerisch 40 vollendete Wochen erreicht — tatsächlich kommt nur ein kleiner Teil der Babys genau an diesem Tag zur Welt. Ausgangspunkt der Rechnung ist der erste Tag der letzten Regelblutung (LMP), weil dieser Tag den meisten Schwangeren bekannt ist, während der genaue Zeitpunkt des Eisprungs selten feststeht.

Dieser Rechner ermittelt den ET nach der bewährten Naegele-Regel und zeigt zusätzlich die aktuelle Schwangerschaftswoche und eine Meilenstein-Übersicht. Er ersetzt aber keine ärztliche Untersuchung: Verbindlich wird der Termin erst durch den Ultraschall in der Frauenarztpraxis. Verstehen Sie das Ergebnis daher als Orientierung für die Planung — und als Anlass, die Schwangerschaft entspannt zu begleiten. Wer nebenbei die gesunde Gewichtsentwicklung im Blick behalten möchte, findet im BMI-Rechner eine grobe Einordnung — wobei in der Schwangerschaft andere Maßstäbe gelten und die ärztliche Begleitung den Ausschlag gibt.

Naegele-Regel Schritt für Schritt

  1. 1
    Erster Tag der letzten Periode= 01.01.2026
  2. 2
    ZykluslängeStandardannahme= 28 Tage
  3. 3
    Naegele-Regel+ 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr= ≙ + 280 Tage
  4. 4
    280 Tage addieren01.01.2026 + 280= 08.10.2026
  5. 5
    Schwangerschaftswoche am ET280 ÷ 7= SSW 40+0
Bei einer letzten Periode am 1. Januar 2026 und einem 28-Tage-Zyklus ergibt die Naegele-Regel den 8. Oktober 2026 als errechneten Termin. Die klassische Merkformel „erster Tag der letzten Regel plus sieben Tage, minus drei Monate, plus ein Jahr" führt zum selben Datum wie das Addieren von 280 Tagen — beides sind nur zwei Wege zur gleichen 40-Wochen-Spanne. Die Schwangerschaftswoche wird dabei ab der letzten Periode gezählt, also rund zwei Wochen vor der eigentlichen Empfängnis. Am ET steht damit rechnerisch SSW 40+0. Wichtig bleibt: Diese Rechnung geht von einem regelmäßigen Zyklus aus und ist eine Schätzung, die der Ultraschall im ersten Drittel präzisiert.

Wenn der Zyklus von 28 Tagen abweicht

  1. 1
    Letzte Periode (Basis)= 01.01.2026
  2. 2
    Zyklus 32 Tage+ (32 − 28) = + 4 Tage= ET 12.10.2026
  3. 3
    Zyklus 28 Tagekeine Korrektur= ET 08.10.2026
  4. 4
    Zyklus 26 Tage− (28 − 26) = − 2 Tage= ET 06.10.2026
Die einfache Naegele-Regel unterstellt einen 28-Tage-Zyklus. Wer regelmäßig längere oder kürzere Zyklen hat, bei dem verschiebt sich der Eisprung — und damit der Termin. Die erweiterte Naegele-Regel gleicht das aus, indem sie die Abweichung von 28 Tagen zum ET addiert oder abzieht. Bei einem 32-Tage-Zyklus rückt der Termin um vier Tage nach hinten (12. Oktober), bei einem 26-Tage-Zyklus um zwei Tage nach vorn (6. Oktober). Die Spanne von wenigen Tagen zeigt, wie sehr der individuelle Zyklus den rechnerischen Termin beeinflusst. Bei unregelmäßigem Zyklus ist die Rechnung entsprechend unsicher — hier liefert der Ultraschall die zuverlässigere Datierung.

Schwangerschaftswoche, Trimester und Meilensteine

ZeitraumTrimesterWas geschieht
SSW 5–81. TrimesterHerzschlag wird per Ultraschall sichtbar
SSW 8–121. TrimesterOrgane werden angelegt (Organogenese)
SSW 11–141. TrimesterErsttrimester-Screening, Nackenfaltenmessung
SSW 19–222. TrimesterOrganscreening, oft Geschlecht erkennbar
ab SSW 242./3. Trimesterzunehmende Lebensfähigkeit außerhalb des Bauchs
SSW 37–423. Trimestertermingerechte Geburt (reifes Baby)

Die Schwangerschaftswoche (SSW) wird im Format „Woche+Tage" angegeben, etwa SSW 18+3 für 18 vollendete Wochen und 3 Tage. Gezählt wird ab dem ersten Tag der letzten Periode, weshalb die SSW der tatsächlichen Entwicklung rund zwei Wochen vorausläuft. Termingerecht ist eine Geburt im Fenster SSW 37+0 bis 41+6 — innerhalb dieser fünf Wochen gilt das Baby als reif geboren. Die genannten Meilensteine sind typische Orientierungspunkte; den individuellen Verlauf begleitet die frauenärztliche Vorsorge.

Warum nur wenige Babys am Termin kommen

Der errechnete Termin markiert die Mitte einer natürlichen Spanne, nicht den wahrscheinlichsten Geburtstag. Nur etwa 4 % aller Kinder kommen genau am ET zur Welt; rund zwei Drittel innerhalb von etwa zehn Tagen davor oder danach. Erstgebärende entbinden im Schnitt eher etwas später, Mehrgebärende oft etwas früher. Genauer als die Rechnung nach der letzten Periode ist die Ultraschallmessung im ersten Trimester (etwa SSW 8 bis 12): Dort bestimmt die Frauenärztin die Scheitel-Steiß-Länge des Embryos und korrigiert den Termin bei Bedarf — diese Datierung gilt dann als maßgeblich. Ein vom Rechner abweichender ärztlicher Termin ist also kein Widerspruch, sondern die präzisere Bestimmung. Weicht der per Ultraschall bestimmte Termin deutlich von der LMP-Rechnung ab, kann das schlicht an einem unregelmäßigen Zyklus oder einem nicht genau erinnerten Periodendatum liegen. Entscheidend für die Geburt ist ohnehin die Reife des Kindes, nicht das Kalenderdatum.

Zwei Ausgangspunkte für die Rechnung

KriteriumAb letzter Periode (LMP)Ab Empfängnis / Befruchtung
Startdatumerster Tag der letzten RegelTag des Eisprungs bzw. der Befruchtung
Tage bis zum ET280 Tage (40 Wochen)266 Tage (38 Wochen)
Differenzenthält ~2 Wochen bis zum Eisprungbeginnt erst mit der Befruchtung
Wer nutzt dasStandardfall, Zyklus bekanntIVF, Zyklusmonitoring, bekannter Eisprung
Genauigkeitgut bei regelmäßigem Zyklushoch, wenn der Zeugungstag feststeht
Bei UnsicherheitUltraschall präzisiert den TerminUltraschall bestätigt die Datierung

Beispiel künstliche Befruchtung (IVF)

  1. 1
    Transfer einer Blastozyste (5-Tage-Embryo)= 20.01.2026
  2. 2
    Embryo-Alter abziehen20.01.2026 − 5 Tage= Befruchtung 15.01.2026
  3. 3
    Befruchtung = Empfängnisdatumim Rechner eingeben= 15.01.2026
  4. 4
    266 Tage addieren15.01.2026 + 266 (= 280 − 14)= ET 08.10.2026
Bei einer IVF ist der Zeitpunkt der Befruchtung genau bekannt — das macht die Datierung besonders verlässlich. Man rechnet vom Embryo zurück: Eine im Labor herangereifte Blastozyste ist beim Transfer fünf Tage alt, die Befruchtung lag also fünf Tage vor dem Transfer. Dieses Befruchtungsdatum entspricht dem Empfängnisdatum, das im Rechner eingegeben wird. Von dort sind es 266 Tage bis zum Termin — das sind die 280 Tage der Naegele-Regel minus der rund zwei Wochen, die bei der LMP-Rechnung vor dem Eisprung mitzählen. Im Beispiel führt ein Transfer am 20. Januar 2026 zum errechneten Termin 8. Oktober 2026. Bei einem 3-Tage-Embryo zieht man entsprechend drei statt fünf Tage ab.

Warum der tatsächliche Termin schwankt

Dass die wenigsten Geburten exakt am errechneten Tag stattfinden, hat natürliche Gründe. Die Zykluslänge verschiebt den Eisprung und damit den Befruchtungszeitpunkt. Auch genetische Veranlagung, das Alter der werdenden Mutter, die Zahl vorheriger Schwangerschaften sowie der individuelle Zeitpunkt der Einnistung spielen eine Rolle. Keiner dieser Faktoren ist ein Anlass zur Sorge — sie erklären schlicht die natürliche Streuung rund um den Termin.

Deshalb ist das Geburtsfenster von SSW 37 bis 42 bewusst breit angelegt: Innerhalb dieser fünf Wochen gilt ein Baby als reif und termingerecht geboren. Wer die Tage bis zum errechneten Termin mitzählen oder den Abstand zwischen zwei Daten bestimmen möchte, kann dafür den Tagerechner nutzen. Letztlich bestimmt nicht der Kalender, sondern die Reife des Kindes den richtigen Zeitpunkt — der Termin ist nur die Mitte einer ganz normalen Spanne. Statt auf den einen Tag zu fixieren, hilft es vielen werdenden Eltern, in Zeitfenstern zu denken und die letzten Wochen flexibel zu planen.

Wichtige Vorsorge-Termine grob nach SSW

UntersuchungZeitraumZweck
Erstuntersuchung & MutterpassSSW 5–8Schwangerschaft bestätigen, Anamnese
1. UltraschallSSW 9–12Lage, Herzschlag, Termin präzisieren
Ersttrimester-Screening (optional)SSW 11–14Risikoeinschätzung, Nackenfalte
Organscreening (Feindiagnostik)SSW 19–22detaillierte Entwicklung der Organe
Zuckerbelastungstest (oGTT)SSW 24–28Schwangerschaftsdiabetes ausschließen
Mutterschutz-Beginn6 Wochen vor ETgesetzliche Schutzfrist startet

Die Zeiträume sind übliche Richtwerte aus dem Mutterpass und können individuell abweichen; die konkrete Terminplanung übernimmt die frauenärztliche Praxis oder die Hebamme. Optionale Untersuchungen wie das Ersttrimester-Screening sind freiwillige Zusatzleistungen. Der Mutterschutz beginnt regulär sechs Wochen vor dem errechneten Termin und endet acht Wochen nach der Geburt — bei Früh- und Mehrlingsgeburten zwölf Wochen. Verschiebt der Ultraschall den Termin, verschiebt sich auch der Mutterschutz-Beginn entsprechend mit. Wer mit Mehrlingen rechnet, sollte zudem wissen, dass viele Vorsorgetermine dann engmaschiger gelegt werden und der Mutterschutz früher beginnt.

Was der errechnete Termin planen hilft

  • Vorsorgetermine grob über die Schwangerschaft verteilen und früh in den Kalender eintragen.
  • Den Geburtsvorbereitungskurs rechtzeitig buchen — beliebte Kurse sind oft Monate im Voraus ausgebucht.
  • Eine Hebamme für die Schwangerschafts- und Wochenbettbetreuung früh suchen und anfragen.
  • Die Geburtsklinik oder das Geburtshaus auswählen und gegebenenfalls zur Anmeldung vorstellen.
  • Den Mutterschutz-Beginn (6 Wochen vor dem Termin) mit dem Arbeitgeber abstimmen.
  • Die Kliniktasche etwa ab SSW 36 packen, damit zum Geburtsbeginn alles bereitliegt.
  • Die Anfahrt zur Klinik und eine Betreuung für Geschwisterkinder vorab organisieren.
  • Anträge für Mutterschaftsgeld, Elterngeld und Kindergeld frühzeitig vorbereiten.

Vom Termin zu Mutterschutz und Vorsorge

Der errechnete Termin ist nicht nur ein Datum für die Vorfreude, sondern auch der Ankerpunkt für wichtige Fristen. Der gesetzliche Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem ET und endet acht Wochen nach der Geburt — bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert er sich auf zwölf Wochen. Während dieser Zeit besteht ein Beschäftigungsverbot, und es wird Mutterschaftsgeld samt Arbeitgeberzuschuss gezahlt.

Wer genauer wissen möchte, welche Schutzfristen im eigenen Fall gelten und wie sie sich berechnen, findet im Mutterschutz-Rechner die passende Übersicht. Sinnvoll ist, die Anträge für Mutterschaftsgeld und Elterngeld frühzeitig vorzubereiten, damit nach der Geburt Zeit für das Wesentliche bleibt. Der errechnete Termin gibt dafür den zeitlichen Rahmen vor — auch wenn das Baby am Ende seinen eigenen Tag wählt. Verschiebt der Ultraschall den Termin, verschieben sich Mutterschutz und Fristen automatisch mit; maßgeblich ist dann das ärztlich bescheinigte Datum im Mutterpass.

Wichtiger Hinweis — keine ärztliche Beratung

Dieser Rechner liefert eine rechnerische Orientierung nach der Naegele-Regel und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Die verbindliche Bestimmung des Geburtstermins und die Begleitung der Schwangerschaft erfolgen durch Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt, insbesondere per Ultraschall im ersten Trimester. Der errechnete Termin ist eine Schätzung mit natürlicher Streuung von mehreren Wochen — Abweichungen sind normal und meist kein Grund zur Sorge. Bei Unsicherheiten, ungewöhnlichen Beschwerden oder Fragen zur Schwangerschaft wenden Sie sich bitte an Ihre ärztliche Betreuung oder Hebamme. Die hier genannten Angaben dienen der allgemeinen Information und stellen keine medizinische Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Bei Warnzeichen wie starken Schmerzen, Blutungen oder nachlassenden Kindsbewegungen sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, statt sich auf einen Rechner zu verlassen.

Häufige Fragen

Wie genau ist der errechnete Geburtstermin?
Nur etwa 4–5 % aller Babys kommen am errechneten Termin zur Welt. Die meisten Geburten finden in einem Zeitfenster von zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach dem ET statt. Der per Ultraschall bestimmte Termin gilt als am genauesten, insbesondere wenn die Messung im ersten Trimester (SSW 8–12) erfolgt.
Welche Methode zur Berechnung des Geburtstermins ist die beste?
Die Ultraschall-Methode gilt als die genaueste, da sie die tatsächliche Größe des Embryos berücksichtigt. Die Berechnung nach der letzten Periode (Naegele-Regel) ist die gängigste, kann aber bei unregelmäßigem Zyklus ungenau sein. Das Empfängnisdatum ist besonders nützlich bei IVF oder wenn der Eisprung durch Monitoring bestätigt wurde.
Was bedeutet SSW 12+3?
SSW 12+3 bedeutet: 12 vollendete Schwangerschaftswochen und 3 zusätzliche Tage. Sie befinden sich also im Verlauf der 13. Schwangerschaftswoche. Die Zählung beginnt ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung, nicht ab der Empfängnis.
Ab wann beginnt der Mutterschutz?
Der gesetzliche Mutterschutz beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und endet 8 Wochen nach der Geburt (bei Früh- und Mehrlingsgeburten 12 Wochen). Während des Mutterschutzes erhalten Sie Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse und einen Arbeitgeberzuschuss.
Was passiert, wenn das Baby nach dem Termin noch nicht da ist?
Eine Schwangerschaft gilt bis SSW 42+0 als termingerecht übertragen. Ab SSW 41+0 werden die Vorsorgeuntersuchungen engmaschiger (alle 2 Tage CTG). Ab SSW 42+0 wird in der Regel eine Geburtseinleitung empfohlen, da das Risiko für Komplikationen steigt.
Beeinflusst die Zykluslänge den Geburtstermin?
Ja, die Zykluslänge hat direkten Einfluss auf den errechneten Geburtstermin. Die Naegele-Regel geht von einem 28-Tage-Zyklus aus. Bei einem längeren Zyklus (z. B. 32 Tage) verschiebt sich der Termin um 4 Tage nach hinten, bei einem kürzeren Zyklus (z. B. 25 Tage) um 3 Tage nach vorne.
Kann ich den Geburtstermin auch ohne Arztbesuch berechnen?
Ja, mit der Naegele-Regel können Sie den Geburtstermin selbst berechnen: Erster Tag der letzten Periode + 280 Tage (± Zykluskorrektur). Unser Rechner macht das automatisch. Für eine genaue Bestätigung sollten Sie aber immer einen Frauenarzt aufsuchen, der per Ultraschall den Termin überprüft.

Quellen & Methodik

  1. Naegele-Regel (DocCheck Flexikon)ET = LMP + 280 Tage; erweiterte Regel mit Zykluskorrektur (Abweichung von 28 Tagen addieren/subtrahieren). Standard seit 1830.
  2. BARMER: SSW & GeburtsterminSchwangerschaftsdauer 280 Tage/40 Wochen ab LMP bzw. 266 Tage/38 Wochen ab Befruchtung; SSW-Zählung ab erster Periode.
  3. Berufsverband der Frauenärzte / SchwangerenvorsorgeET ist statistischer Richtwert; verbindliche Bestimmung per Ultraschall im ersten Trimester; nur ~4 % der Geburten exakt am Termin, SSW 37–42 termingerecht.
  4. Geburtstermin-MethodikNaegele: ET = LMP + 280 Tage ± (Zyklus − 28). Empfängnis/IVF: ET = Empfängnisdatum + 266 Tage (= 280 − 14). Schätzung, keine ärztliche Beratung.

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