Aktualisiert am 21. Mai 2026
🤰 SSW-Rechner
Schwangerschaftswoche berechnen: Aktuelle SSW, Trimester und Entwicklung Ihres Babys Woche für Woche.
1Berechnungsmethode
2Daten
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So funktioniert der SSW-Rechner
Formel
SSW = floor((Heute − Erster Tag letzte Periode) / 7) + Resttage | Notation: "SSW X+Y" (X vollendete Wochen, Y Tage) | ET (Naegele): letzte Periode + 280 Tage (+ Zykluskorrektur) | 1. Trimester: SSW 1–12, 2. Trimester: SSW 13–27, 3. Trimester: SSW 28–40.
Rechenbeispiel
Letzte Periode vor 14 Wochen 3 Tagen → SSW 14+3, 2. Trimester, Baby ca. 9 cm groß (Zitrone), noch ca. 25 Wochen 4 Tage bis zum Geburtstermin.
Was bedeutet SSW? Die Zählung erklärt
SSW steht für „Schwangerschaftswoche" und ist die international gebräuchliche Angabe, um den Stand einer Schwangerschaft zu beschreiben. Gezählt wird ab dem ersten Tag der letzten Periode — nicht ab dem tatsächlichen Zeugungstermin. Dadurch entstehen im Rechner zwei zusätzliche Wochen, in denen die Frau streng genommen noch gar nicht schwanger ist. Der Grund: Der genaue Eisprung lässt sich oft nicht eindeutig bestimmen, die letzte Periode jedoch schon. Die Angabe erfolgt als „SSW X+Y", wobei X für die vollendeten Wochen und Y für die zusätzlichen Tage steht. Bei „SSW 14+3" ist die Frau also 14 volle Wochen und 3 Tage schwanger — sie befindet sich in der 15. Woche. Eine Schwangerschaft dauert durchschnittlich 40 Wochen bzw. 280 Tage, gerechnet ab der letzten Periode. Der [Geburtstermin-Rechner](/gesundheit/geburtstermin-rechner) ermittelt den errechneten Termin nach verschiedenen Methoden.
Die drei Trimester im Überblick
Die 40 Wochen einer Schwangerschaft werden in drei Trimester eingeteilt — jeweils mit eigenen Schwerpunkten und Herausforderungen. Das 1. Trimester umfasst die Wochen 1 bis 12 und ist die sensibelste Phase: Alle Organe werden angelegt, das Fehlgeburtsrisiko ist am höchsten, viele Frauen leiden unter Übelkeit und starker Müdigkeit. Am Ende des 1. Trimesters sinkt das Risiko einer Fehlgeburt deutlich — viele Paare informieren dann Familie und Freunde. Das 2. Trimester (SSW 13–27) gilt als die „goldene Zeit": Beschwerden lassen nach, der Babybauch wird sichtbar, erste Kindsbewegungen werden spürbar, das Geschlecht ist erkennbar. Im 3. Trimester (SSW 28–40) bereitet sich der Körper auf die Geburt vor, das Baby gewinnt schnell an Gewicht, der Bauch wird schwer, Kontraktionen (Übungswehen) werden häufiger.
Baby-Entwicklung Woche für Woche
Kaum ein Prozess im menschlichen Körper ist so faszinierend wie die Embryonal- und Fötalentwicklung. In SSW 5–8 schlägt erstmals das Herz, alle wichtigen Organe werden angelegt. Bis SSW 12 sind Finger und Zehen ausgebildet, das Baby ist etwa 6 cm groß. In SSW 16 lässt sich das Geschlecht per Ultraschall erkennen. Um SSW 20 herum nehmen viele Frauen die ersten Kindsbewegungen wahr — bei Erstgebärenden meist etwas später. Ab SSW 24 kann das Baby hören und reagiert auf Stimmen und Musik. In SSW 28 öffnen sich die Augen, die Überlebensfähigkeit außerhalb der Gebärmutter erreicht über 90 Prozent. Ab SSW 32 dreht sich das Baby meist in die Kopflage. In SSW 37 gilt die Schwangerschaft als ausgetragen — alles ab hier ist kein Frühchen mehr.
Wichtige Vorsorgeuntersuchungen nach SSW
Die deutschen Mutterschaftsrichtlinien sehen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen vor — bezahlt von der Krankenkasse. Die Erstuntersuchung findet zwischen SSW 5 und 8 statt und umfasst Anamnese, Ausstellung des Mutterpasses und ersten Ultraschall. Der 1. Screening-Ultraschall erfolgt zwischen SSW 9–12 zur Feststellung der Herzaktivität und des genauen Alters. Zwischen SSW 11 und 14 bieten Ärzte das optionale Ersttrimester-Screening (Nackenfaltenmessung) an. Der 2. Ultraschall zwischen SSW 19–22 ist die sogenannte „Feindiagnostik" — hier werden alle Organe untersucht. Zwischen SSW 24–28 wird der Zuckerbelastungstest (oGTT) zum Ausschluss einer Schwangerschaftsdiabetes durchgeführt. Der 3. Ultraschall findet zwischen SSW 29–32 statt. Ab SSW 32 kommen Sie alle zwei Wochen zur Vorsorge, ab SSW 36 wöchentlich.
Mutterschutz, Elterngeld und wichtige Fristen
Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin beginnt der Mutterschutz — ab diesem Zeitpunkt darf die werdende Mutter nicht mehr arbeiten (außer sie wünscht es ausdrücklich). Nach der Geburt folgen 8 Wochen Schutzfrist, bei Früh- oder Mehrlingsgeburten 12 Wochen. Der [Mutterschutz-Rechner](/arbeit/mutterschutz-rechner) zeigt alle wichtigen Fristen und die Höhe des Mutterschaftsgelds. Für die Zeit nach der Geburt kommt das [Elterngeld](/finanzen/elterngeld-rechner) ins Spiel — 65 % des letzten Nettos, bis 1.800 € monatlich. Beantragen Sie den Mutterpass, Kinderbetreuung und Elterngeld frühzeitig — die Fristen und Wartezeiten sind in Deutschland länger als viele denken.
Frauenärztliche Beratung ersetzen kann dieser Rechner nicht
So hilfreich SSW-Rechner und Schwangerschafts-Apps auch sind — sie ersetzen keine ärztliche Betreuung. Jede Schwangerschaft verläuft individuell, Komplikationen sind möglich, und der vom Frauenarzt im Mutterpass eingetragene Geburtstermin gilt als verbindlich. Ultraschallmessungen in den ersten 12 Wochen sind die genaueste Methode zur Bestimmung des Gestationsalters. Ziehen Sie bei Unsicherheiten immer Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt hinzu.