Zum Hauptinhalt springen

Aktualisiert am 18. Juni 2026

🍺 Alkohol-Abbau-Rechner

Maximale Promille, Abbauzeit und wann Sie wieder nüchtern sind — berechnet nach der Widmark-Formel.

Geschlecht
kg

Geschätzter maximaler BAK

0,66

Über 0,5 ‰-Grenze

Gesamtalkohol: 40,0 g (≈ 4,0 Standardgläser)

Wann bin ich wieder nüchtern?

🟢 Voraussichtlich nüchtern (0,0 ‰)

Abbaurate: ca. 0,15 ‰/Stunde · Resorption bis 60 Min. nach Trinkende

⚠️ Wichtiger Hinweis: Diese Berechnung ist eine grobe Schätzung nach der Widmark-Formel. Individuelle Faktoren (Nahrung, Medikamente, Gesundheit, Trainingsstand) können den Wert stark beeinflussen. Die einzig sichere Grenze für den Straßenverkehr ist 0,0 ‰. Im Zweifel: NICHT fahren.

⚠️ Bei über 0,5 ‰ drohen Bußgeld, Punkte und Fahrverbot.

PromillerechnerBußgeldrechnerSchlafrechner
Feedback

War dieser Rechner hilfreich?

Wie der Körper Alkohol abbaut

Alkohol wird fast vollständig in der Leber abgebaut — spezielle Enzyme wandeln ihn schrittweise um. Dieser Abbau läuft mit weitgehend konstanter Geschwindigkeit, unabhängig davon, wie viel man getrunken hat. Üblich sind etwa 0,1 bis 0,15 Promille pro Stunde; dieser Rechner rechnet mit rund 0,15 ‰/h als Mittelwert.

Entscheidend ist: Diese Geschwindigkeit lässt sich nicht beschleunigen. Die Leber arbeitet in ihrem eigenen Takt — egal, was man unternimmt. Während der Promillewert nach dem Trinken schnell ansteigt (innerhalb von Minuten), zieht sich der Abbau über viele Stunden hin.

Ein Beispiel verdeutlicht das: Wer abends auf 1,0 ‰ kommt, braucht grob sieben bis zehn Stunden, bis der Wert wieder bei null liegt. Genau deshalb ist Alkohol vom Vorabend am nächsten Morgen oft noch nachweisbar. Alle hier gezeigten Werte sind grobe Schätzungen nach der Widmark-Formel und fallen individuell sehr unterschiedlich aus.

Was die Promillezahl bedeutet

Die Blutalkoholkonzentration (BAK) wird in Promille (‰) angegeben — sie beschreibt, wie viel Gramm reiner Alkohol auf ein Kilogramm Blut kommen. 0,5 ‰ heißt also 0,5 Gramm Alkohol je Kilogramm Blut.

Geschätzt wird die BAK über die Widmark-Formel: Die Menge reinen Alkohols wird durch das Verteilungsvolumen des Körpers geteilt — den Anteil des Körperwassers, in dem sich der Alkohol verteilt. Weil Männer im Schnitt einen höheren Wasseranteil haben (~68 %) als Frauen (~55 %), führt dieselbe Menge bei Frauen zu einem höheren Wert.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen relativer und absoluter Fahruntüchtigkeit: Ab 0,3 ‰ kann man bereits strafbar fahruntüchtig sein, wenn Ausfallerscheinungen oder ein Unfall hinzukommen (relativ). Ab 1,1 ‰ gilt man unwiderlegbar als fahruntüchtig (absolut) — ganz ohne weitere Anzeichen. Die Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit beginnt allerdings schon weit darunter.

Promille-Zonen & ihre Bedeutung

Zone‰-BereichEinordnung
Grünunter 0,3geringer Einfluss — für Fahranfänger gilt trotzdem 0,0
Gelb0,3 bis unter 0,5relative Fahruntüchtigkeit bei Auffälligkeiten (§ 316 StGB)
Orange0,5 bis unter 1,1Ordnungswidrigkeit (§ 24a StVG): Bußgeld, Fahrverbot, Punkte
Rotab 1,1Straftat: absolute Fahruntüchtigkeit (§ 316 StGB)

Die Zonen ordnen den geschätzten Wert grob ein — der grüne Bereich ist KEINE Fahrfreigabe. Schon geringe Mengen Alkohol beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit.

Promillewert nach zwei Bier (Beispielperson)

  1. 1
    Reiner Alkohol: 2 × Bier (0,5 L, 5 %)2 × (0,5 × 5 × 0,8 × 10)= 40 g
  2. 2
    Körperwasser (Mann, 80 kg)80 × 0,68= 54,4
  3. 3
    Maximaler Promillewert (Peak)40 g ÷ 54,4= ≈ 0,74 ‰
Zwei Bier bringen einen 80 kg schweren Mann auf rund 0,74 ‰ im Peak — bereits über der 0,5-‰-Grenze. Der Wert gilt frisch nach dem Trinken; mit jeder Stunde sinkt er um etwa 0,15 ‰. Die Schätzung ist individuell sehr variabel.

Standardgetränke & reiner Alkohol

GetränkMengeReiner Alkohol (ca.)
Bier0,5 L (5 %)≈ 20 g
Wein0,2 L (12 %)≈ 19 g
Sekt0,1 L (11 %)≈ 9 g
Schnaps0,02 L (40 %)≈ 6 g
Cocktail0,3 L (15 %)≈ 36 g
Longdrink0,4 L (8 %)≈ 26 g

Reiner Alkohol = Menge × Vol.-% × 0,8 (Dichte von Ethanol) — die Grundlage der Widmark-Schätzung. Ein „Standardglas" enthält rund 10–12 g; viele Gläser liegen deutlich darüber.

Restalkohol am Morgen — die unterschätzte Gefahr

Wer abends viel trinkt, hat am nächsten Morgen oft noch Restalkohol im Blut — auch wenn er sich längst „nüchtern" fühlt. Der Grund ist der langsame, konstante Abbau: Pro Stunde verschwinden nur etwa 0,1 bis 0,15 ‰, und der Körper beginnt erst, wenn das Trinken beendet ist.

Ein Rechenbeispiel: Wer um Mitternacht bei 1,2 ‰ liegt, hat selbst nach sieben Stunden Schlaf am Morgen noch deutlich über 0 ‰ — je nach Person genug, um die 0,5-‰-Grenze zu überschreiten. Das morgendliche Gefühl täuscht: Die Müdigkeit verschwindet, der Alkohol nicht.

Besonders tückisch ist, dass der reale Abbau oft langsamer verläuft als die optimistische Schätzung. Deshalb ist gerade die Fahrt zur Arbeit am Morgen nach einem feuchtfröhlichen Abend ein unterschätztes Risiko. Im Zweifel gilt auch hier: nicht ans Steuer, sondern Bahn, Bus oder Fahrgemeinschaft nutzen.

Wie lange dauert der Abbau? (grobe Orientierung)

  1. 1
    Angenommener Startwert0,8 ‰= 0,8 ‰
  2. 2
    Optimistisch (0,15 ‰/h)0,8 ÷ 0,15= ≈ 5,3 Std.
  3. 3
    Vorsichtig (0,1 ‰/h)0,8 ÷ 0,1= ≈ 8,0 Std.
Ein Startwert von 0,8 ‰ braucht je nach Person grob 5 bis 8 Stunden, bis er auf etwa 0 ‰ gesunken ist — eine grobe Orientierung, KEINE Fahrfreigabe. Real dauert es oft länger; eine berechnete Uhrzeit bedeutet nie „ab dann darf ich fahren".

Gesetzliche Promillegrenzen im Straßenverkehr

GrenzeGilt fürFolge
0,0 ‰Fahranfänger (Probezeit) & unter 21 (§ 24c StVG)Bußgeld, Probezeit-Verlängerung, Aufbauseminar
0,3 ‰alle — bei Ausfallerscheinungen oder UnfallStraftat (§ 316 StGB), relative Fahruntüchtigkeit
0,5 ‰alle (Kfz, ohne Auffälligkeiten)Ordnungswidrigkeit: ab 500 €, 1 Monat Fahrverbot, 2 Punkte
1,1 ‰alle (Kfz)Straftat: absolute Fahruntüchtigkeit
1,6 ‰Radfahrendeabsolute Fahruntüchtigkeit (Straftat); MPU droht

§§ 316 StGB, 24a / 24c StVG. Schon ab 0,3 ‰ kann eine Fahrt strafbar werden, wenn Fahrfehler hinzukommen. Dies ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung.

Relative vs. absolute Fahruntüchtigkeit

KriteriumRelative FahruntüchtigkeitAbsolute Fahruntüchtigkeit
Ab0,3 ‰1,1 ‰ (Kfz)
VoraussetzungAusfallerscheinungen, Fahrfehler oder Unfallkeine — der Wert allein genügt
EinstufungStraftat im Einzelfall (§ 316 StGB)immer Straftat (§ 316 StGB)
NachweisFahrfehler müssen hinzukommenunwiderlegbar ab dem Wert

Mythen: Was den Abbau NICHT beschleunigt

Rund ums „Schneller-nüchtern-Werden" halten sich hartnäckige Mythen — keiner davon funktioniert. Kaffee macht zwar wacher, ändert aber den Promillewert nicht; er ist sogar gefährlich, weil er die Müdigkeit überdeckt und ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugt.

Auch eine kalte Dusche, frische Luft oder Sport beschleunigen den Abbau nicht — die Leber arbeitet unbeeindruckt in ihrem Takt weiter. Sport entzieht dem Körper eher Flüssigkeit und belastet den Kreislauf zusätzlich.

Essen hilft nur vor oder während des Trinkens: Ein voller Magen verlangsamt die Aufnahme und senkt die Spitze etwas — nach dem Trinken bringt Essen für den Abbau nichts mehr. Dasselbe gilt für viel Wasser, Vitamine oder „Anti-Kater"-Präparate. Die einzige Größe, die den Promillewert senkt, ist Zeit. Wer das verinnerlicht, plant die Heimfahrt von vornherein anders.

Mythen-Check: was wirklich passiert

MythosRealität
Kaffee macht nüchternmacht nur wacher — ‰ bleibt gleich, falsches Sicherheitsgefühl
Kalte Dusche hilftkein Effekt auf den Abbau
Sport schwitzt Alkohol rausnein — belastet den Kreislauf, Abbau unverändert
Essen danach senkt den Wertnur vorher/während wirkt; danach nichts mehr
Viel Wasser verdünnt das Blutkein nennenswerter Effekt auf die BAK

Die einzige Größe, die die Blutalkoholkonzentration senkt, ist Zeit. Nichts beschleunigt den Abbau in der Leber.

Was den Promillewert beeinflusst (große Streuung)

Körpergewichtmehr kg = niedriger ‰mehr Körperwasser verteilt den Alkohol
GeschlechtFrauen meist höhergeringerer Körperwasser-Anteil (~55 % vs. ~68 %)
Mageninhaltbeeinflusst die Anflutungauf vollen Magen langsamer, Endwert ähnlich
Trinktemposchnell = höhere SpitzeAbbau bleibt konstant ~0,1–0,15 ‰/h
Tagesform & MedikamenteindividuellWidmark ist nur eine Näherung

Gleiche Menge, andere Person — warum Werte streuen

  1. 1
    Beide trinken: 2 × Bier40 g reiner Alkohol= 40 g
  2. 2
    Mann, 90 kg40 ÷ (90 × 0,68)= ≈ 0,65 ‰
  3. 3
    Frau, 60 kg40 ÷ (60 × 0,55)= ≈ 1,21 ‰
Dieselben zwei Bier ergeben bei der einen Person rund 0,65 ‰, bei der anderen 1,21 ‰ — also vom Bußgeld- bis in den Straftat-Bereich. Geschlecht und Gewicht machen den Unterschied. Das zeigt, warum jede Promille-Schätzung nur eine grobe Näherung ist.

Die Folgen einer Alkoholfahrt

Wer alkoholisiert fährt, riskiert weit mehr als ein Bußgeld. Schon die Ordnungswidrigkeit ab 0,5 ‰ bringt 500 € Bußgeld, zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot — bei Wiederholung steigen die Sätze deutlich.

Ab 1,1 ‰ oder bei Ausfallerscheinungen wird es eine Straftat: Es drohen Geld- oder Freiheitsstrafe, der Entzug der Fahrerlaubnis und häufig eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), bevor der Führerschein zurückkommt. Hinzu kommen oft Probleme mit der Versicherung.

Am schwersten wiegt das Unfallrisiko: Alkohol verlängert die Reaktionszeit, trübt Wahrnehmung und Urteilsvermögen — und das schon bei Werten, die sich „harmlos" anfühlen. Im schlimmsten Fall stehen Personenschäden im Raum, die sich nicht rückgängig machen lassen. Gemessen daran ist jede Alternative — Taxi, Bahn, übernachten — die günstigere und sichere Wahl.

Diese Schätzung ist KEINE Fahrfreigabe

Wichtig: Dieser Rechner liefert eine grobe Schätzung des Promillewerts und seines zeitlichen Verlaufs — er ist KEINE Fahrtauglichkeits-Freigabe. Die tatsächlichen Werte hängen von vielen individuellen Faktoren ab und können deutlich höher liegen oder langsamer sinken als berechnet. Eine angezeigte Uhrzeit bedeutet niemals „ab dann darf ich fahren". Das gilt besonders am Morgen danach: Restalkohol baut sich nur langsam ab und ist oft noch vorhanden, wenn man sich längst nüchtern fühlt. Im Zweifel gilt deshalb ausnahmslos: nicht ans Steuer und lieber länger warten oder eine Alternative nutzen. Sicher ist allein, gar nicht alkoholisiert zu fahren.

Verantwortungsvoll mit Alkohol & Straßenverkehr

  • Schon vor dem Abend die Heimfahrt planen — ÖPNV, Taxi oder eine nüchterne Fahrperson festlegen.
  • Im Zweifel das Auto stehen lassen — auch am Morgen danach (Restalkohol).
  • 0,0 ‰ einhalten als Fahranfänger, in der Probezeit und unter 21 Jahren.
  • Beim Radfahren ebenfalls nüchtern bleiben — ab 1,6 ‰ drohen Straftat und MPU.
  • Auf Mythen verzichten: Nur Zeit senkt den Promillewert, nichts beschleunigt den Abbau.
  • Bei wiederholt riskantem Trinken eine fachliche Beratungsstelle ansprechen.

Widmark ist eine Näherung — und wo es Hilfe gibt

Die Berechnung beruht auf der Widmark-Formel, einer wissenschaftlichen Näherung, die individuelle Faktoren wie Tagesform, Mageninhalt, Medikamente oder Trinkgewohnheiten nicht vollständig erfasst. Die tatsächliche Blutalkoholkonzentration kann davon abweichen. Dieser Rechner ersetzt keine Messung und keine Rechtsberatung. Wer das Gefühl hat, den eigenen Alkoholkonsum nicht mehr im Griff zu haben, findet bei Beratungsstellen (etwa der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen) und in der Hausarztpraxis vertrauliche, kostenfreie Unterstützung.

Sicher heimkommen — vorher planen

Die sicherste Strategie entsteht vor dem ersten Glas: Legen Sie schon beim Aufbruch fest, wie Sie nüchtern nach Hause kommen. Bus, Bahn und Nachtlinien fahren in vielen Städten auch spät; ein Taxi oder Fahrdienst ist immer günstiger als ein Fahrverbot. Wer in einer Gruppe unterwegs ist, kann abwechselnd eine nüchterne Fahrperson bestimmen. Und wenn doch nichts passt: lieber übernachten oder das Auto stehen lassen — das ist immer die bessere Wahl.

Häufige Fragen

Wie schnell baut der Körper Alkohol ab?
Die durchschnittliche Abbaurate liegt bei 0,1 bis 0,2 ‰ pro Stunde, im Mittel 0,15 ‰/h. Der Abbau erfolgt in der Leber und ist linear — weder Kaffee, kalte Dusche noch Bewegung beschleunigen den Prozess. Bei einem Peak von 1,0 ‰ dauert es also etwa 6 bis 7 Stunden bis zur Nüchternheit.
Was ist die Widmark-Formel?
Die Widmark-Formel berechnet den Blutalkoholwert: Promille = Alkohol (g) / (Körpergewicht × r). Der Verteilungsfaktor r beträgt 0,68 bei Männern und 0,55 bei Frauen. Das Ergebnis ist der maximale Promillewert (Peak); die tatsächlichen Werte können individuell etwas niedriger liegen.
Ab wann ist man fahruntüchtig?
Ab 0,3 ‰ kann bei Auffälligkeiten eine relative Fahruntüchtigkeit (Straftat) vorliegen. Ab 0,5 ‰ droht ein Bußgeld von 500 €, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot. Ab 1,1 ‰ ist der Fahrer absolut fahruntüchtig — das ist immer eine Straftat (§ 316 StGB).
Warum ist der Wert bei Frauen höher?
Frauen haben im Schnitt einen höheren Körperfett- und niedrigeren Körperwasseranteil als Männer. Da Alkohol sich nur im Körperwasser verteilt, wird er bei Frauen auf ein kleineres Volumen verteilt — das Resultat ist ein höherer Promillewert bei gleicher Trinkmenge und gleichem Gewicht.
Kann ich mich auf diesen Rechner beim Autofahren verlassen?
Nein. Der Rechner liefert nur eine grobe Schätzung. Individuelle Faktoren (Essen, Medikamente, Tagesform) können den tatsächlichen Wert deutlich beeinflussen. Die einzig sichere Promillegrenze für den Straßenverkehr ist 0,0 ‰. Im Zweifel: NICHT fahren.

Quellen & Rechtsgrundlagen

  1. § 316 StGB / § 24a StVG: Alkohol im Straßenverkehr Originaltextabsolute Fahruntüchtigkeit ab 1,1 ‰; 0,5-‰-Ordnungswidrigkeit
  2. Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) OriginaltextAbbaurate, Mythen, Beratungsangebote

Das könnte Sie auch interessieren