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Aktualisiert am 21. Mai 2026

🩺 Blutdruck-Rechner

Blutdruckwerte einordnen: Klassifikation nach ESH / Deutscher Hochdruckliga, Durchschnitt aus mehreren Messungen und Risikobewertung.

Messmodus

Systolisch

130

mmHg

Diastolisch

85

mmHg

Hochnormal

Leicht erhöht. Lebensstil überprüfen.

WHO-Klassifikation

Optimal

<120/<80

Normal

120–129/80–84

Hochnormal

130–139/85–89

Grad 1

140–159/90–99

Grad 2

160–179/100–109

Grad 3

≥180/≥110

Weitere Werte

Pulsdruck (Differenz)45 mmHg
Mittlerer arterieller Druck100 mmHg

⚠️ Kein Ersatz für ärztliche Diagnose. Bei dauerhaft erhöhten Werten (ab 140/90 mmHg) unbedingt einen Arzt aufsuchen. Einzelmessungen sind weniger aussagekräftig als Durchschnittswerte über mehrere Tage.

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So funktioniert der Blutdruck-Rechner

Formel

Pulsdruck = Systolisch − Diastolisch | Mittlerer Druck = Diastolisch + Pulsdruck ÷ 3

Rechenbeispiel

130/85 mmHg = Hochnormal. Pulsdruck: 45 mmHg. Mittlerer arterieller Druck: 100 mmHg.

Was misst der Blutdruck?

Der Blutdruck beschreibt den Druck, den das Blut auf die Wände der Arterien ausübt. Er wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben und besteht aus zwei Werten: dem systolischen (oberen) und dem diastolischen (unteren) Wert. Der systolische Wert entsteht, wenn das Herz sich zusammenzieht und Blut in die Arterien pumpt. Der diastolische Wert wird gemessen, wenn das Herz sich entspannt und sich wieder mit Blut füllt.

Blutdruckklassifikation nach ESH / Deutscher Hochdruckliga

Die European Society of Hypertension (ESH, Leitlinie 2023) und die Deutsche Hochdruckliga (DHL) teilen Blutdruckwerte in sechs Kategorien ein (die WHO/ISH verwendet ein kompakteres 4-Stufen-Schema — in Deutschland ist jedoch die ESH-/DHL-Klassifikation maßgeblich):

  • Optimal (unter 120/80): Idealer Blutdruck mit dem geringsten kardiovaskulären Risiko.
  • Normal (120–129/80–84): Normaler Blutdruck, kein Handlungsbedarf.
  • Hochnormal (130–139/85–89): Leicht erhöht. Lebensstiländerungen können sinnvoll sein.
  • Hypertonie Grad 1 (140–159/90–99): Leichter Bluthochdruck. Ärztliche Beratung und Lebensstiländerungen empfohlen.
  • Hypertonie Grad 2 (160–179/100–109): Mittelschwerer Bluthochdruck. Medikamentöse Behandlung meist notwendig.
  • Hypertonie Grad 3 (ab 180/110): Schwerer Bluthochdruck mit hohem Risiko für Organschäden. Sofortige Behandlung notwendig.

Die Klassifikation richtet sich immer nach dem höheren Grad — wenn also der systolische Wert in Grad 2 fällt und der diastolische in Grad 1, gilt Grad 2.

Isolierte systolische Hypertonie

Eine Sonderform ist die isolierte systolische Hypertonie: Der systolische Wert liegt bei 140 mmHg oder darüber, während der diastolische Wert unter 90 mmHg bleibt. Sie tritt besonders häufig bei älteren Menschen auf, weil die Arterien mit dem Alter steifer werden. Trotz des normalen diastolischen Werts erhöht sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sollte behandelt werden.

Pulsdruck und mittlerer arterieller Druck

Der Pulsdruck (Blutdruckamplitude) ist die Differenz zwischen systolischem und diastolischem Wert. Ein normaler Pulsdruck liegt bei 30–50 mmHg. Werte über 60 mmHg deuten auf eine erhöhte Gefäßsteifigkeit hin. Der mittlere arterielle Druck (MAD) beschreibt den durchschnittlichen Druck während eines Herzschlags und wird näherungsweise berechnet als: MAD = Diastolisch + (Systolisch − Diastolisch) ÷ 3.

Richtig messen

Für aussagekräftige Ergebnisse sollten Sie mehrere Messungen zu verschiedenen Zeitpunkten durchführen. Empfohlen wird: morgens und abends je zwei Messungen im Abstand von einer Minute, im Sitzen nach fünf Minuten Ruhe, Manschette auf Herzhöhe. Der Rechner kann bis zu fünf Messungen mitteln — das liefert ein genaueres Bild als eine Einzelmessung.

Lebensstil und Blutdruck

Viele Faktoren beeinflussen den Blutdruck: Salzkonsum, Bewegung, Stress, Alkohol, Übergewicht und Rauchen. Eine Gewichtsreduktion von 10 kg kann den systolischen Wert um 5–20 mmHg senken. Regelmäßige Ausdauerbewegung (30 Minuten, 5× pro Woche) senkt den Blutdruck um 4–9 mmHg. Eine salzarme Ernährung (unter 6 g pro Tag) bringt 2–8 mmHg.

Hinweis zur Klassifikation: ESH 2023 vs. ESC 2024

Die European Society of Cardiology (ESC) hat 2024 eine neuere Leitlinie mit einem 3-Stufen-Schema (Non-elevated / Elevated / Hypertension) veröffentlicht. Die Deutsche Hochdruckliga (DHL) bleibt in ihrer aktuellen Empfehlung beim bewährten 6-Kategorien-Schema der ESH 2023 — und dieses Schema verwendet auch der Rechner. Wer die neueren ESC-2024-Kategorien braucht, sollte direkt die Leitlinie der European Society of Cardiology konsultieren.

Häufige Fragen

Was ist ein normaler Blutdruck?
Ein optimaler Blutdruck liegt unter 120/80 mmHg, ein normaler bei 120–129/80–84 mmHg. Ab 140/90 mmHg spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie). Werte zwischen 130–139/85–89 gelten als hochnormal — kein Bluthochdruck, aber ein Bereich, in dem Lebensstiländerungen sinnvoll sind.
Was bedeuten systolisch und diastolisch?
Der systolische Wert (oberer Wert) misst den Druck, wenn das Herz Blut pumpt. Der diastolische Wert (unterer Wert) misst den Druck, wenn das Herz sich entspannt. Beide Werte sind wichtig — ein erhöhter systolischer Wert bei normalem diastolischen Wert (isolierte systolische Hypertonie) ist ebenfalls behandlungsbedürftig.
Wie oft sollte ich den Blutdruck messen?
Bei bekanntem Bluthochdruck: täglich morgens und abends, jeweils zwei Messungen. Bei normalen Werten: alle 1–2 Jahre beim Arzt. Für den Rechner empfehlen wir den Durchschnittsmodus mit 3–5 Messungen über verschiedene Tage — das gibt ein realistischeres Bild als eine Einzelmessung.
Was ist der Pulsdruck?
Der Pulsdruck ist die Differenz zwischen systolischem und diastolischem Wert (z. B. 130 − 80 = 50 mmHg). Normale Werte liegen bei 30–50 mmHg. Ein hoher Pulsdruck (über 60 mmHg) deutet auf steife Arterien hin und ist ein eigenständiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, besonders bei älteren Menschen.
Ersetzt der Rechner eine ärztliche Diagnose?
Nein. Der Rechner ordnet Ihre Werte nach der ESH-/DHL-Klassifikation (Deutsche Hochdruckliga) ein — das ist eine Orientierung, keine Diagnose. Bei dauerhaft erhöhten Werten (ab 140/90 mmHg) oder Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Sehstörungen sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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