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Aktualisiert am 21. Mai 2026

⏱️ Arbeitszeitrechner

Arbeitszeit berechnen: Tägliche und wöchentliche Arbeitszeit mit Pausen, Dezimalzeit und gesetzlichen Hinweisen.

Pausen

min

Netto-Arbeitszeit

8 Std. 30 Min.

Dezimal: 8,50 h

Brutto

9 Stunden

Pausen

30 Min.

Dezimal

8,50 h

Überstunden berechnenArbeitstage pro Jahr berechnen
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Allgemeine Information. Für verbindliche Auskünfte zum Arbeitsrecht wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

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So funktioniert der Arbeitszeitrechner

Formel

Netto-Arbeitszeit = (Arbeitsende − Arbeitsbeginn) − Pausen | Dezimal = Minuten ÷ 60

Rechenbeispiel

Beginn 08:00, Ende 17:00, 30 min Pause: Brutto 9h, Netto 8h 30min = 8,50 Dezimalstunden.

Arbeitszeit berechnen — Brutto und Netto

Die Arbeitszeit wird in zwei Varianten unterschieden: Die Brutto-Arbeitszeit ist die Zeitspanne zwischen Arbeitsbeginn und Arbeitsende. Die Netto-Arbeitszeit ist die Brutto-Arbeitszeit abzüglich aller Pausen — sie entspricht der tatsächlich geleisteten Arbeit.

Die Berechnung ist einfach: Netto-Arbeitszeit = Arbeitsende − Arbeitsbeginn − Pausen. Beispiel: Beginn 08:00 Uhr, Ende 17:00 Uhr, 30 Minuten Pause → Brutto: 9 Stunden, Netto: 8 Stunden 30 Minuten.

Unser Rechner unterstützt auch Nachtschichten: Wenn das Arbeitsende vor dem Arbeitsbeginn liegt (z. B. 22:00 bis 06:00), wird automatisch über Mitternacht gerechnet. Im Wochenmodus können Sie jeden Tag einzeln eingeben oder die Schnelleingabe nutzen, die alle Werktage mit den gleichen Zeiten füllt.

Industrieminuten und Dezimalzeit erklärt

In der Lohnbuchhaltung und Zeiterfassung wird die Arbeitszeit häufig in Dezimalstunden (auch Industriezeit oder Industrieminuten) angegeben. Dabei wird die Zeit nicht in Stunden und Minuten, sondern als Dezimalzahl ausgedrückt.

Die Umrechnung: Dezimalstunden = Stunden + (Minuten ÷ 60). Beispiele:

  • 7 Stunden 30 Minuten = 7,50 Dezimalstunden
  • 8 Stunden 15 Minuten = 8,25 Dezimalstunden
  • 8 Stunden 45 Minuten = 8,75 Dezimalstunden
  • 6 Stunden 20 Minuten = 6,33 Dezimalstunden

Dezimalzeit vereinfacht die Berechnung von Löhnen und Überstunden erheblich: 8,50 Stunden × 15 €/Stunde = 127,50 € lässt sich leichter rechnen als 8 Stunden 30 Minuten × 15 €. Unser Rechner zeigt beide Formate automatisch an.

Pausenregelungen nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

Das deutsche Arbeitszeitgesetz schreibt Mindestpausen vor:

  • Mehr als 6 Stunden Arbeitszeit: mindestens 30 Minuten Pause.
  • Mehr als 9 Stunden Arbeitszeit: mindestens 45 Minuten Pause.
  • Pausen können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden.
  • Die Pause darf nicht an den Anfang oder das Ende der Arbeitszeit gelegt werden.

Unser Rechner prüft automatisch, ob die eingegebenen Pausen den gesetzlichen Mindestanforderungen entsprechen, und zeigt bei Unterschreitung einen Hinweis an. Wichtig: Ruhepausen zählen nicht zur Arbeitszeit — sie werden nicht bezahlt, sofern der Arbeitsvertrag nichts anderes vorsieht.

Maximale Arbeitszeit pro Tag und Woche

Das ArbZG begrenzt die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit:

  • Tägliche Höchstarbeitszeit: Grundsätzlich 8 Stunden pro Werktag. Ausnahme: Bis zu 10 Stunden sind zulässig, wenn innerhalb von 6 Monaten (oder 24 Wochen) ein Durchschnitt von 8 Stunden eingehalten wird.
  • Wöchentliche Arbeitszeit: Bei 6 Werktagen (Mo–Sa) ergibt sich eine maximale Regelarbeitszeit von 48 Stunden pro Woche, bei vorübergehender Verlängerung bis zu 60 Stunden.
  • Ruhezeit: Zwischen zwei Arbeitseinsätzen müssen mindestens 11 Stunden ununterbrochene Ruhezeit liegen.
  • Sonntage und Feiertage: Grundsätzlich arbeitsfrei, mit Ausnahmen für bestimmte Branchen (Gastronomie, Gesundheitswesen, Polizei etc.).

Unser Rechner zeigt eine Warnung an, wenn die tägliche Arbeitszeit 10 Stunden überschreitet.

Arbeitszeit dokumentieren — Pflicht seit 2023

Seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom September 2022 und der darauf basierenden Gesetzgebung sind Arbeitgeber in Deutschland verpflichtet, die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten systematisch zu erfassen. Das betrifft Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit sowie Pausen.

Die Dokumentationspflicht gilt für alle Arbeitnehmer — unabhängig von Betriebsgröße oder Branche. Leitende Angestellte sind in der Regel ausgenommen. Die Aufzeichnungen müssen mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden.

Unser Wochenmodus eignet sich ideal als schnelle Kontrolle: Geben Sie Ihre Arbeitszeiten der Woche ein und prüfen Sie, ob Pausen und Höchstarbeitszeit eingehalten werden. Für die dauerhafte Dokumentation empfehlen sich spezialisierte Zeiterfassungstools.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meine tägliche Arbeitszeit?
Ziehen Sie die Uhrzeit des Arbeitsbeginns von der Uhrzeit des Arbeitsendes ab und subtrahieren Sie die Pausen. Beispiel: 08:00 bis 17:00 = 9 Stunden brutto, minus 30 Minuten Pause = 8 Stunden 30 Minuten netto.
Was sind Industrieminuten?
Industrieminuten (Dezimalzeit) drücken die Arbeitszeit als Dezimalzahl aus statt in Stunden und Minuten. 30 Minuten = 0,50 Industriestunden, 15 Minuten = 0,25, 45 Minuten = 0,75. Das erleichtert die Lohnberechnung.
Wie viel Pause steht mir gesetzlich zu?
Bei mehr als 6 Stunden Arbeitszeit mindestens 30 Minuten, bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten (§ 4 ArbZG). Die Pause kann in Abschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden.
Wie lange darf ich maximal am Tag arbeiten?
Grundsätzlich 8 Stunden, maximal 10 Stunden pro Tag (§ 3 ArbZG). Die Verlängerung auf 10 Stunden ist nur zulässig, wenn im Durchschnitt von 6 Monaten oder 24 Wochen 8 Stunden nicht überschritten werden.
Zählt die Mittagspause zur Arbeitszeit?
Nein, Ruhepausen zählen laut ArbZG nicht zur Arbeitszeit und werden in der Regel nicht bezahlt. Ausnahmen können im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung geregelt sein.
Muss der Arbeitgeber die Arbeitszeit erfassen?
Ja, seit 2023 sind Arbeitgeber in Deutschland verpflichtet, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit aller Beschäftigten systematisch zu erfassen. Die Aufzeichnungen müssen mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden.

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