Aktualisiert am 20. Juni 2026
🔑 Mietrechner
Warmmiete berechnen und Mietbelastung prüfen: Kaltmiete, Nebenkosten und Mietbelastungsquote.
Warmmiete pro Monat
850,00 €
13,08 €/m² warm · 10,00 €/m² kalt
Mietbelastung: 34 % des Nettoeinkommens
Empfohlen: maximal 30% (750,00 €)
Jahresmiete
10.200,00 €
Rest nach Miete
1.650,00 €
Aufschlüsselung
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Kaltmiete, Warmmiete, Nebenkosten — die Begriffe
Wer eine Wohnung sucht, stößt schnell auf drei Begriffe, die leicht durcheinandergeraten. Die Kaltmiete (auch Nettokaltmiete oder Grundmiete) ist das reine Entgelt für die Wohnfläche — ohne jede Nebenleistung. Die Nebenkosten sind die umlagefähigen Betriebskosten, etwa für Wasser, Müll, Hausreinigung, Aufzug und Gebäudeversicherung, samt der Heizkosten. Beides zusammen ergibt die Warmmiete — den Betrag, der tatsächlich jeden Monat abgeht.
In Wohnungsanzeigen steht oft nur die Kaltmiete groß im Titel, weil sie niedriger und damit attraktiver wirkt. Für die eigene Budgetplanung zählt aber allein die Warmmiete. Dieser Rechner addiert Kaltmiete und Nebenkosten zur Warmmiete, ermittelt den Quadratmeterpreis und setzt die Warmmiete ins Verhältnis zu Ihrem Nettoeinkommen. So sehen Sie auf einen Blick, was die Wohnung wirklich kostet und ob die Belastung tragbar ist. Gerade beim Vergleich mehrerer Wohnungen lohnt es sich, immer dieselbe Größe heranzuziehen: Eine niedrige Kaltmiete mit hohen Nebenkosten kann am Ende teurer sein als eine höhere Kaltmiete mit knappen Betriebskosten. Eine Rechts- oder Finanzberatung ersetzt der Rechner nicht.
Warmmiete berechnen (Kalt + Nebenkosten + Heizung)
- 1KaltmieteGrundmiete für die Fläche= 650 €
- 2Kalte NebenkostenWasser, Müll, Hausreinigung …= 130 €
- 3HeizkostenHeizung + Warmwasser= 70 €
- 4Warmmiete650 + 130 + 70= 850 €
Mietbestandteile im Überblick
| Posten | Enthalten in | Beispielbetrag |
|---|---|---|
| Grundmiete (Fläche) | Kaltmiete | 650 € |
| Wasser / Abwasser | kalte Nebenkosten | 35 € |
| Müllabfuhr | kalte Nebenkosten | 20 € |
| Hausreinigung / Hausmeister | kalte Nebenkosten | 30 € |
| Gebäudeversicherung, Grundsteuer | kalte Nebenkosten | 25 € |
| Aufzug, Gartenpflege u. a. | kalte Nebenkosten | 20 € |
| Heizung + Warmwasser | warme Nebenkosten | 70 € |
| Warmmiete gesamt | Kaltmiete + Nebenkosten | 850 € |
Beispielwerte für eine 65-m²-Wohnung. Die kalten Nebenkosten (hier rund 130 €) plus die Heizkosten (rund 70 €) ergeben die Nebenkosten von 200 €. Strom für die eigene Wohnung, Internet, Rundfunkbeitrag, Hausratversicherung und ein separat ausgewiesener Stellplatz gehören NICHT zur Warmmiete und kommen monatlich obendrauf. Welche Betriebskosten überhaupt umgelegt werden dürfen, regelt die Betriebskostenverordnung (§ 2 BetrKV); Verwaltungs- und Reparaturkosten zählen ausdrücklich nicht dazu.
Mietbelastungsquote berechnen
- 1WarmmieteKaltmiete + Nebenkosten= 850 €
- 2Monatliches Nettoeinkommennach Steuern und SV= 2.500 €
- 3Mietbelastung850 € ÷ 2.500 € × 100= 34 %
- 4Rest nach Miete2.500 € − 850 €= 1.650 €
Wie viel Miete ist tragbar? Die 30-%-Faustregel
Die bekannteste Faustregel lautet: Die Warmmiete sollte höchstens 30 Prozent des Nettoeinkommens ausmachen. Der Gedanke dahinter ist einfach — bleiben mindestens 70 Prozent für alles andere, ist genug Spielraum für Lebenshaltung, Rücklagen und unerwartete Ausgaben. Die Regel ist griffig, aber bewusst grob: Sie unterscheidet nicht zwischen hohen und niedrigen Einkommen und ignoriert regionale Mietniveaus.
In der Praxis tragen Haushalte mit höherem Einkommen auch 35 oder 40 Prozent, weil der absolute Rest noch groß genug bleibt. Umgekehrt kann bei kleinem Einkommen schon eine Quote von 30 Prozent zu eng sein, wenn nach der Miete kaum etwas übrig bleibt. Hilfreich ist deshalb ein zweiter Blick auf den absoluten Restbetrag: Für eine Einzelperson sollten nach der Miete grob 800 bis 1.000 Euro im Monat bleiben. In teuren Städten liegt die realistische Belastung für Solo-Haushalte ohnehin oft bei 35 bis 45 Prozent — die 30-Prozent-Marke ist dort eher Wunsch als Wirklichkeit.
Tragbare Miete bei 2.500 € netto (30-%-Regel)
- 1Nettoeinkommenmonatlich= 2.500 €
- 230-%-Grenze2.500 € × 30 %= 750 €
- 3Empfohlene Warmmiete (max.)= 30-%-Grenze= ≤ 750 €
- 4Beispiel-Warmmiete 850 € liegt …850 € − 750 €= 100 € darüber
Belastungsquote richtig einordnen
| Mietbelastung | Einordnung | Was es bedeutet |
|---|---|---|
| bis 25 % | komfortabel | viel Spielraum zum Sparen und für Rücklagen |
| 25–30 % | solide | klassischer Richtwert, gut tragbar |
| 30–35 % | grenzwertig | in Großstädten oft normal, Puffer wird knapper |
| 35–40 % | angespannt | wenig Reserve, Rücklagen leiden |
| über 40 % | kritisch | kaum Spielraum; Wohngeld/Alternativen prüfen |
Die Schwellen sind Orientierungswerte, keine starren Grenzen. Maßgeblich ist immer der absolute Restbetrag nach der Miete und die persönliche Lebenssituation — ein Single mit hohem Einkommen verkraftet 38 Prozent leichter als eine Familie mit knappem Budget bei 30 Prozent. Bei dauerhaft hoher Belastung lohnt die Prüfung von Wohngeld (Mietzuschuss) oder bei sehr niedrigen Einkommen der Grundsicherung.
Warmmiete pro m² und Vergleich mit dem Mietspiegel
Der Quadratmeterpreis macht Wohnungen unterschiedlicher Größe vergleichbar. Man unterscheidet den Kaltmietpreis pro Quadratmeter (Kaltmiete geteilt durch Wohnfläche) und den Warmmietpreis pro Quadratmeter. In Wohnungsanzeigen und im Mietspiegel ist meist der Kaltpreis pro Quadratmeter gemeint. Bei 650 Euro Kaltmiete und 65 Quadratmetern sind das genau 10 Euro pro Quadratmeter — ein Wert, der je nach Stadt günstig oder teuer sein kann.
Zum Einordnen dient der örtliche Mietspiegel: eine Übersicht der ortsüblichen Vergleichsmieten einer Gemeinde, gegliedert nach Baujahr, Größe, Ausstattung und Lage. Ein qualifizierter Mietspiegel (§ 558d BGB) wird wissenschaftlich erstellt und mindestens alle zwei Jahre fortgeschrieben; er gilt vor Gericht als verlässliche Grundlage. Liegt die verlangte Kaltmiete pro Quadratmeter deutlich über dem Mietspiegelwert, kann in Gebieten mit Mietpreisbremse ein Anspruch auf Rückforderung bestehen. Den Quadratmeterpreis immer kalt vergleichen — sonst verzerren unterschiedlich hohe Nebenkosten das Bild.
Miete pro m² (Kaltmiete ÷ Wohnfläche)
- 1Kaltmietemonatlich= 650 €
- 2Wohnflächelaut Mietvertrag= 65 m²
- 3Kaltmiete pro m²650 € ÷ 65 m²= 10,00 €/m²
- 4Warmmiete pro m²850 € ÷ 65 m²= ≈ 13,08 €/m²
Inklusiv- vs. exklusiv ausgewiesene Nebenkosten
| Kriterium | Warmmiete (NK inklusive) | Kaltmiete + NK separat |
|---|---|---|
| Was in der Anzeige steht | ein Betrag, alles drin | Kaltmiete plus „zzgl. NK" |
| Vergleichbarkeit | direkt mit anderer Warmmiete | erst nach Addition vergleichbar |
| Risiko | Pauschale kann Nachzahlung verdecken | NK-Vorauszahlung evtl. zu niedrig angesetzt |
| Worauf achten | Pauschale oder Vorauszahlung? | NK realistisch? Jahresabrechnung prüfen |
| Fürs Budget zählt | die Warmmiete | Kaltmiete + realistische NK |
Vor der Wohnungszusage prüfen
- Warmmiete erfragen, nicht nur die Kaltmiete aus der Anzeige.
- Art der Nebenkosten klären: Pauschale oder Vorauszahlung mit Jahresabrechnung?
- Nebenkosten-Vorauszahlung auf Plausibilität prüfen — zu niedrige Werte führen zur Nachzahlung.
- Kaution prüfen: maximal drei Kaltmieten, in drei Raten zahlbar (§ 551 BGB).
- Kaltmiete pro Quadratmeter mit dem örtlichen Mietspiegel abgleichen.
- In Gebieten mit Mietpreisbremse prüfen, ob die Miete höchstens 10 % über der Vergleichsmiete liegt.
- Mietart klären: Standard-, Index- oder Staffelmiete — wie steigt die Miete künftig?
- Einmalige Einzugskosten einplanen: Kaution, Umzug, eventuell Renovierung.
- Stellplatz, Strom, Internet und Rundfunkbeitrag als Zusatzkosten mitrechnen.
Nebenkosten-Vorauszahlung realistisch ansetzen
Ein häufiger Stolperstein sind zu niedrig angesetzte Nebenkosten-Vorauszahlungen. Manche Vermieter kalkulieren die monatliche Vorauszahlung knapp, damit die Warmmiete in der Anzeige attraktiver wirkt — die Lücke kommt dann ein Jahr später als Nachzahlung. Als grober Anhaltspunkt liegen die gesamten Nebenkosten inklusive Heizung oft bei rund 2,50 bis 3,50 Euro pro Quadratmeter und Monat. Liegt die ausgewiesene Vorauszahlung deutlich darunter, lohnt die Nachfrage nach der letzten Betriebskostenabrechnung. Planen Sie sicherheitshalber einen Puffer von 10 bis 15 Prozent auf die Nebenkosten ein, besonders bei schwankenden Energiepreisen. So vermeiden Sie, dass eine scheinbar günstige Wohnung am Jahresende zur teuren Überraschung wird.
Die 30-%-Regel ist eine Faustregel
Die 30-Prozent-Regel ist ein grober Orientierungswert, kein gesetzliches Limit und keine Bonitätsvorgabe. Je nach Einkommenshöhe, Haushaltsgröße und Region kann die sinnvolle Grenze deutlich darüber oder darunter liegen. In teuren Großstädten ist eine Belastung von 35 bis 45 Prozent für Single-Haushalte heute verbreitet; bei kleinem Einkommen kann dagegen schon ein Wert unter 30 Prozent eng werden. Maßgeblich ist immer, was nach der Miete real für Lebenshaltung und Rücklagen übrig bleibt. Alle Werte auf dieser Seite sind Beispielwerte zur Veranschaulichung; Mietniveaus und Nebenkosten unterscheiden sich stark nach Ort und Zeitpunkt. Dieser Rechner liefert eine Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Finanzberatung.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Mietbelastung?
Was ist ein normaler Mietpreis pro m²?
Was passiert wenn die Miete über 30% liegt?
Welche Nebenkosten sind in der Warmmiete enthalten?
Wie hoch darf die Kaution sein?
Was ist der Unterschied zwischen Mietspiegel und ortsüblicher Vergleichsmiete?
Mietpreisbremse — wann gilt sie und welche Ausnahmen gibt es?
Indexmiete vs. Staffelmiete — wo liegen die Unterschiede?
Quellen & Rechtsgrundlagen
- § 556 BGB: Vereinbarungen über Betriebskosten — OriginaltextGrundlage für umlagefähige Nebenkosten und die Betriebskostenabrechnung
- Betriebskostenverordnung (BetrKV) — OriginaltextWelche Betriebskosten auf Mieter umgelegt werden dürfen (§ 2 BetrKV)
- § 556d BGB: Mietpreisbremse — zulässige Miethöhe bei Mietbeginn — OriginaltextVerlängert bis 31.12.2029 (BT-Drs. 21/322 i.d.F. 21/631)
- § 558d BGB: Qualifizierter Mietspiegel — Originaltextwissenschaftlich erstellt, mind. alle zwei Jahre fortgeschrieben

Karsten Kautz · Gründer und Betreiber von Rechenfix.de
Pflegt alle Rechner aktuell und prüft die Werte jährlich anhand der Primärquellen.
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