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Aktualisiert am 21. Mai 2026

🏠 Dachflächen-Rechner

Dachfläche berechnen: Satteldach, Pultdach, Walmdach oder Flachdach — mit Material- und PV-Potenzial.

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Dachfläche

120,86

2 × (Länge × Sparrenlänge) · Sparrenlänge: 5,49 m

Materialbedarf (Richtwerte)

Dachziegel (ca. 12/m² + 5 %)1.523 Stück
Dachlatten (ca. 3,3 lfm/m²)399 lfm
Unterspannbahn (+15 % Verschnitt)139

☀️ PV-Potenzial (geschätzt)

Max. Anlagengröße15,4 kWp
Erwarteter Jahresertrag13.074 kWh

⚠️ Die Berechnung gilt für regelmäßige Dachformen mit gleichmäßiger Neigung. Für Walmdächer mit unterschiedlichen Neigungen, Krüppelwalme, Gauben oder komplexe Dachformen lassen Sie die Fläche von einem Dachdecker aufmessen.

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So funktioniert der Dachflächen-Rechner

Formel

Satteldach: 2 × Länge × (Breite/2) ÷ cos(Neigung) | Pultdach: Länge × Breite ÷ cos(Neigung) | Flachdach: Länge × Breite

Rechenbeispiel

Haus 10 × 8 m mit Satteldach bei 35° Neigung: Sparrenlänge = 4 m ÷ cos(35°) ≈ 4,88 m → Fläche = 2 × 10 × 4,88 = 97,7 m².

Dachfläche berechnen — so funktioniert's

Die Dachfläche ist die Grundlage für fast jede Dacharbeit: Eindeckung, Dämmung, PV-Anlage, Regenrinnen, Schneefang, Tauwasserbilanz. Im Gegensatz zur Grundfläche des Hauses ist die Dachfläche durch die Neigung größer — und der Unterschied kann je nach Dachform erheblich sein. Unser Dachflächen-Rechner unterstützt die vier gebräuchlichsten Dachformen in Deutschland: Satteldach, Pultdach, Walmdach und Flachdach.

Satteldach — die häufigste Form

Rund 60 % aller Häuser in Deutschland haben ein Satteldach. Es besteht aus zwei gleich großen geneigten Rechtecken, die an einem First zusammenstoßen. Die Dachfläche ergibt sich aus: 2 × Länge × Sparrenlänge, wobei die Sparrenlänge (Strecke vom Traufpunkt bis zum First) mit der Neigung zusammenhängt: Sparrenlänge = (Breite/2) / cos(Neigung). Bei einer Grundbreite von 8 m und 35° Neigung rechnet man: 4 m / cos(35°) ≈ 4,88 m. Die Gesamtfläche beträgt dann z. B. bei 10 m Haustiefe 2 × 10 × 4,88 ≈ 97,7 m². Vergleicht man dies mit der reinen Grundfläche (80 m²), sind das 22 % mehr Material — ein Effekt, der bei Kostenschätzungen oft unterschätzt wird.

Pultdach — modern und effizient

Das Pultdach ist eine einzelne, geneigte Dachfläche. Es wird beliebter, weil es bei PV-Anlagen eine große, einheitlich ausgerichtete Fläche bietet. Die Berechnung ist einfacher: Länge × Breite / cos(Neigung). Dachneigungen liegen typischerweise zwischen 5° und 25°.

Walmdach — repräsentativ, aber komplexer

Beim Walmdach sind alle vier Seiten geneigt. Bei gleicher Neigung an allen vier Seiten gilt die einfache Formel: Grundfläche / cos(Neigung) — diese ist mathematisch exakt, da jeder Quadratmeter Grundfläche um den gleichen Faktor 1/cos(Neigung) auf die Dachfläche projiziert wird, unabhängig von der Neigungsrichtung. Für Walmdächer mit unterschiedlichen Neigungen oder Krüppelwalme mit teilweisem Walm empfehlen wir eine fachliche Aufmessung.

Flachdach — geometrisch einfach

Ein Flachdach hat eine Neigung von weniger als 10° (oft 2–5° für Entwässerung). Rechnerisch entspricht die Dachfläche der Grundfläche, ggf. zuzüglich Dachüberstand. Für Abdichtungen, Dachbegrünung oder Aufstell-PV ist genau diese Rechnung relevant.

Der Dachüberstand

Ein Dachüberstand (0,3–0,8 m) schützt die Fassade vor Regen und Sonne. Er vergrößert die Dachfläche entsprechend. Unser Rechner berücksichtigt den Überstand automatisch: Länge und Breite werden um 2 × Überstand erhöht, bevor die Dachfläche berechnet wird. Typische Werte: 30 cm in Neubauten, bis zu 80 cm in alpinen Regionen zum Schutz vor Schnee.

Dachziegel-Bedarf

Als Richtwert gilt: Je nach Ziegelart (Doppel-S, Biberschwanz, Frankfurter Pfanne, Flachdachpfanne) werden 10–15 Ziegel pro m² benötigt. Unser Rechner kalkuliert mit 12 Stück/m² und schlägt 5 % Verschnitt auf. Beispiel: Bei 98 m² Fläche → 98 × 12 × 1,05 ≈ 1.235 Ziegel. Der tatsächliche Bedarf hängt vom gewählten Modell ab — fragen Sie den Dachdecker oder den Baustoffhandel nach dem exakten Verlegewert.

Dachlatten und Unterspannbahn

  • Dachlatten: Richtwert ca. 3,3 lfm pro m² Dachfläche (Querlatten in 30 cm Abstand + Konterlatten)
  • Unterspannbahn: Fläche + 15 % Verschnitt (für Überlappungen an den Rändern)

PV-Potenzial — wie viel Strom kann das Dach liefern?

Pro Kilowatt-Peak (kWp) einer modernen PV-Anlage benötigen Sie rund 5–5,5 m² Modulfläche (bei modernen Modulen mit ~200 Wp/m²). Nicht die gesamte Dachfläche ist nutzbar — bei Schrägdächern sind es rund 70 %, bei Flachdächern (aufgeständert) nur 50 %, da die Module sich gegenseitig nicht verschatten dürfen. Der spezifische Ertrag liegt bei einem optimal Süd-ausgerichteten Dach mit 25–35° Neigung bei rund 850 kWh/kWp und Jahr (inkl. Performance Ratio 0,85 nach VDI 6002). Ein Satteldach mit 98 m² Südausrichtung könnte also ca. 12 kWp liefern = rund 10.200 kWh/Jahr Bruttoertrag. Das ist deutlich mehr als der typische Einfamilienhaus-Stromverbrauch von 4.000–5.000 kWh — der Überschuss wird ins Netz eingespeist (Vergütung 7,78 ct/kWh, Stand Feb 2026), oder mit Speicher selbst genutzt. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauchsanteil typischerweise bei 25–35 %. Die genauen Werte für Ihre Ausrichtung und Neigung kalkuliert unser [Photovoltaik-Rechner](/wohnen/photovoltaik-rechner) mit dem vollständigen Faktor-Modell nach Konrad Mertens.

Dachneigung und Niederschlagsabfluss

Die Dachneigung beeinflusst, wie schnell Regen- und Schmelzwasser abfließen. Je steiler, desto schneller — aber auch desto größer die Dachfläche und damit das Materialvolumen. Für Satteldächer sind 30–45° üblich, Pultdächer haben meist 15–25°. Die Mindestneigung hängt von der Eindeckung ab (z. B. Ziegel ab 22°, Blech ab 3°).

Weitere Rechner: Für die PV-Planung nutzen Sie den Photovoltaik-Rechner. Für Wandflächen und Tapetenbedarf den Tapetenbedarf-Rechner. Für einfache Flächenberechnungen den Quadratmeter-Rechner.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Fläche eines Satteldachs?
Die Dachfläche eines Satteldachs berechnen Sie mit: 2 × Länge × (Breite / 2) / cos(Neigung). Die Division durch den Kosinus der Neigung berücksichtigt, dass die Sparrenlänge länger ist als die halbe Hausbreite. Beispiel: Haus 10 × 8 m, 35° Neigung → Sparrenlänge 4,88 m → Gesamtfläche 97,7 m². Unser Rechner macht das automatisch.
Welche Dachneigung ist üblich?
Satteldächer haben typischerweise 30–45°, Pultdächer 5–25°, Walmdächer 22–45°, Flachdächer weniger als 10° (meist 2–5° zur Entwässerung). Die optimale Neigung für eine PV-Anlage liegt in Deutschland bei rund 30–35° Süd. Bei der Wahl spielen auch Eindeckung (Mindestneigung der Ziegel) und Statik eine Rolle.
Wie viele Dachziegel brauche ich pro m²?
Je nach Modell: 10–15 Ziegel/m². Doppel-S-Pfannen liegen bei 10,5/m², Frankfurter Pfannen bei 10,2/m², Biberschwanzziegel bei 34/m² (wegen kleinerem Format). Plus 5 % Verschnitt. Fragen Sie den Baustoffhandel nach dem exakten Verlegewert für Ihr gewähltes Modell — Hersteller geben diesen an.
Wie groß kann meine PV-Anlage auf diesem Dach werden?
Faustregel: Pro kWp benötigen Sie rund 5–5,5 m² Modulfläche. Bei Schrägdächern sind etwa 70 % der Fläche nutzbar (Abstände zu Rand, Kamin, Dachfenstern). Bei 100 m² Dachfläche ergibt das ca. 70 m² nutzbar → ~12 kWp Anlagengröße. Der spezifische Jahresertrag beträgt in Deutschland bei optimaler Süd-Ausrichtung rund 850 kWh pro kWp (inkl. Performance Ratio 0,85 nach VDI 6002). Unser Rechner zeigt das PV-Potenzial automatisch — mit dem vollständigen Faktor-Modell für Ihre Ausrichtung und Neigung arbeitet der Photovoltaik-Rechner.
Was ist der Dachüberstand und warum wichtig?
Der Dachüberstand ist der Bereich, der über die Fassade hinausragt. Er schützt vor Schlagregen, senkt die sommerliche Aufheizung und verlängert die Lebensdauer der Fassade. Typische Werte: 30 cm bei modernen Neubauten, 50–80 cm in Bergregionen oder bei traditionellen Häusern. Der Überstand vergrößert auch die zu deckende Dachfläche und muss bei der Materialberechnung berücksichtigt werden.

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