Aktualisiert am 28. Juni 2026
☀️ Photovoltaik-Rechner
Photovoltaik-Anlage berechnen: Ertrag, Eigenverbrauch, Einspeisevergütung und Amortisation Ihrer Solaranlage.
Default 33 ct = typischer Festpreis-Neuvertrag (Verivox/Check24, 04/2026).
Amortisation nach ca.
13,0 Jahren
Jahresertrag: 6.182 kWh · Eigenverbrauch: 25%
Ertrags-Übersicht (pro Jahr)
| PV-Ertrag | 6.182 kWh |
| Eigenverbrauch (25%) | 1.546 kWh |
| Einspeisung | 4.637 kWh |
| Reststrombedarf | 2.455 kWh |
Finanz-Übersicht
| pro Jahr | über 20 Jahre | |
|---|---|---|
| Ersparnis Eigenverbrauch | 510 € | 10.200 € |
| Einspeisung (7,78 ct/kWh) | 361 € | 7.214 € |
| Wartung | −142 € | −2.836 € |
| Nettoertrag | 729 € | 14.578 € |
| Investition | — | −9.455 € |
| Gewinn nach 20 Jahren | 5.124 € |
🌱 Jährliche CO₂-Ersparnis: 2,35 Tonnen
⚠️ Vereinfachte Berechnung. Der tatsächliche Ertrag hängt von Standort, Verschattung und Wetterbedingungen ab. Lassen Sie sich ein individuelles Angebot erstellen.
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Warum sich Photovoltaik 2026 vor allem über den Eigenverbrauch lohnt
Eine Photovoltaik-Anlage rechnet sich 2026 in erster Linie über den Eigenverbrauch, nicht über die Einspeisung. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Haushaltsstrompreis von rund 33 ct, während für eingespeisten Überschuss nur 7,78 ct vergütet werden — der Eigenverbrauch ist also vier- bis fünfmal so wertvoll. Wer Strom dann verbraucht, wenn die Sonne scheint, holt aus derselben Anlage spürbar mehr heraus.
Dieser Rechner schätzt für Ihre Anlagengröße, Ausrichtung und Dachneigung den Jahresertrag, teilt ihn in Eigenverbrauch und Einspeisung auf und ermittelt daraus die Stromkosten-Ersparnis, die Einspeisevergütung, die CO₂-Einsparung und eine grobe Amortisationsdauer. Die nutzbare Dachfläche bestimmen Sie vorab mit dem Dachflächen-Rechner, Ihren tatsächlichen Stromverbrauch mit dem Stromkosten-Rechner. Alle Werte sind Planungs-Richtwerte für die erste Orientierung — die verbindliche Auslegung übernimmt ein Fachbetrieb vor Ort. So sehen Sie auf einen Blick, ob sich die Investition für Ihr Dach und Ihren Verbrauch lohnt und welche Anlagengröße sinnvoll ist.
Einspeisevergütung 2026 nach Anlagengröße
| Anlagenteil | Überschuss (Teileinspeisung) | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 7,78 ct/kWh | 12,34 ct/kWh |
| 10 bis 40 kWp | 6,73 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
| 40 bis 100 kWp | 5,50 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
| ab 01.08.2026 (Prognose) | ca. 7,70 ct/kWh | ca. 12,22 ct/kWh |
Die Sätze gelten für Anlagen mit Inbetriebnahme zwischen dem 01.02. und 31.07.2026 und sind ab Inbetriebnahme für 20 Jahre plus das restliche Inbetriebnahme-Jahr fest garantiert. „Überschuss" meint Teileinspeisung mit Eigenverbrauch — der Normalfall am Eigenheim. Volleinspeisung lohnt nur ohne nennenswerten Eigenverbrauch. Bei mehreren Leistungsstufen wird anteilig vergütet: Die ersten 10 kWp einer 15-kWp-Anlage erhalten 7,78 ct, die restlichen 5 kWp 6,73 ct. Nach § 49 EEG 2023 sinken die Sätze halbjährlich zum 01.02. und 01.08. um rund 1 %. Maßgeblich ist immer der Satz am Tag der Inbetriebnahme und gilt anschließend unverändert für die gesamten 20 Jahre. Die aktuellen Werte veröffentlicht die Bundesnetzagentur quartalsweise.
8-kWp-Anlage auf einem Süddach (30°)
- 1Jahresertrag8 kWp × 850 kWh × 1,00 × 1,00= 6.800 kWh
- 2Eigenverbrauch (30 %)6.800 kWh × 0,30= 2.040 kWh
- 3Stromkosten-Ersparnis2.040 kWh × 33 ct= 673 €
- 4Einspeisung (70 %)4.760 kWh × 7,78 ct= 370 €
- 5Jahres-Nutzen gesamt673 € + 370 €= 1.043 €
- 6CO₂-Einsparung6.800 kWh × 0,38 kg= ≈ 2,6 t
Jahresertrag je Ausrichtung (8 kWp, optimale Neigung)
| Ausrichtung | Faktor | Ertrag pro kWp | 8-kWp-Anlage |
|---|---|---|---|
| Süd | 100 % | 850 kWh | 6.800 kWh |
| Süd-Ost / Süd-West | 95 % | 808 kWh | 6.460 kWh |
| Ost / West | 85 % | 723 kWh | 5.780 kWh |
| Nord-Ost / Nord-West | 72 % | 612 kWh | 4.896 kWh |
| Nord | 65 % | 553 kWh | 4.420 kWh |
Grundlage ist ein Süd-Optimum von 850 kWh je kWp und Jahr (inklusive Performance Ratio 0,85 für Modul-, Wechselrichter- und Leitungsverluste). Ausrichtung und Dachneigung verändern diesen Wert über Faktoren: Ein Nord-Dach liefert nur rund 65 % eines Süd-Dachs. Zusätzlich wirkt die Neigung — flach (0–15°) 87 %, optimal (25–35°) 100 %, sehr steil (45°+) 91 %. Beide Faktoren werden multipliziert. Ost-West-Dächer erreichen einen geringeren Spitzenertrag, verteilen den Strom aber gleichmäßiger über den Tag und passen damit oft besser zum Verbrauch. Standort (Süddeutschland über Norddeutschland) und Verschattung sind in der Tabelle nicht berücksichtigt — ein verschatteter Süd-Giebel kann schlechter abschneiden als ein freies Ost-Dach. Eine Aufteilung der Module auf zwei Dachseiten ist oft sinnvoller, als alles auf eine schlechtere Fläche zu zwingen. Datengrundlage: Konrad Mertens, „Photovoltaik".
Eigenverbrauch schlägt Einspeisung
Der größte Hebel für die Wirtschaftlichkeit ist die Eigenverbrauchsquote. Eine selbst genutzte Kilowattstunde spart rund 33 ct Haushaltsstrom, eine eingespeiste bringt nur 7,78 ct — der Eigenverbrauch ist gut viermal so wertvoll. Ohne Speicher liegt die Quote meist bei 25–35 %, mit einem 5–10-kWh-Batteriespeicher steigt sie auf 55–75 %, in Kombination mit Wärmepumpe oder E-Auto auf bis zu 85 %. Die Quote lässt sich auch ohne Speicher heben: Wasch- und Spülmaschine sowie Trockner tagsüber laufen lassen, das E-Auto mit Sonnenüberschuss laden und die Warmwasserbereitung in die Mittagsstunden legen. Ob sich ein Speicher rechnet, hängt vom Strompreis und Ihrem Abendverbrauch ab — als Faustregel lohnt er sich ab etwa 30 ct/kWh. Wichtig ist nicht eine möglichst große, sondern eine zum Verbrauch passende Anlage: Strom, der nur für 7,78 ct ins Netz geht, bringt wenig zusätzlichen Nutzen.
Teileinspeisung oder Volleinspeisung?
| Kriterium | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| Prinzip | Eigenverbrauch zuerst, nur Überschuss ins Netz | der gesamte Strom wird eingespeist |
| Satz bis 10 kWp | 7,78 ct/kWh | 12,34 ct/kWh |
| Wirtschaftlichkeit | meist höher durch ~33 ct Ersparnis je kWh | nur ohne nennenswerten Eigenverbrauch sinnvoll |
| Typischer Fall | Eigenheim mit Tagesverbrauch | Zweitdach, reine Investitionsanlage |
| Festlegung | flexibel, der Standardfall | vorab dem Netzbetreiber zu melden |
Amortisations-Szenarien (8 kWp, grobe Richtwerte)
| Szenario | Investition | Jahres-Nutzen | Amortisation |
|---|---|---|---|
| Ohne Speicher (30 % Eigenverbrauch) | ~10.000 € | ~1.043 € | ~10–12 Jahre |
| Mit 8-kWh-Speicher (65 % Eigenverbrauch) | ~16.000 € | ~1.600 € | ~11–13 Jahre |
| Volleinspeisung | ~9.500 € | ~840 € | ~11–13 Jahre |
Schlüsselfertige Anlagen kosten 2026 rund 1.100–1.500 € je kWp inklusive Montage; ein Batteriespeicher schlägt mit 700–1.000 € je kWh zu Buche. Seit 2023 entfällt auf Kauf und Installation bis 30 kWp die Mehrwertsteuer (0 % USt), die genannten Preise sind also Nettopreise. Die Szenarien sind grobe Richtwerte: Der Speicher erhöht den Eigenverbrauch und damit den Jahres-Nutzen, verlängert aber wegen der Zusatzkosten die Amortisation leicht. Bei einer Lebensdauer von 25–30 Jahren bleibt nach der Amortisation eine lange Gewinnphase. Die Amortisation verkürzt sich, wenn die Strompreise steigen, und verlängert sich bei sinkenden Preisen oder geringer Eigenverbrauchsquote. Die tatsächlichen Werte hängen von Strompreis, Eigenverbrauchsquote, Förderung und Angebotspreis ab — holen Sie für eine belastbare Rechnung mindestens zwei Angebote ein.
Batteriespeicher, Wärmepumpe und CO₂-Bilanz
Ein Batteriespeicher verschiebt überschüssigen Solarstrom vom Mittag in den Abend und hebt die Eigenverbrauchsquote von rund 30 % auf 55–75 %. Als Faustregel für die Größe gilt etwa 1 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch — ein typischer Haushalt liegt damit bei 5–10 kWh. Der Speicher selbst amortisiert sich langsamer als die reine Anlage, weil seine Zusatzkosten dem zusätzlichen Eigenverbrauch gegenüberstehen; wirtschaftlich wird er vor allem bei hohem Abendverbrauch und Strompreisen über 30 ct/kWh.
Noch wirkungsvoller ist die Kombination mit einer Wärmepumpe: Sie nimmt den Solarstrom tagsüber für Heizung und Warmwasser auf und treibt die Eigenverbrauchsquote auf 60–75 %. Auch ökologisch zahlt sich die Anlage aus — jede Kilowattstunde Solarstrom spart rund 380 g CO₂ gegenüber dem deutschen Strommix. Eine 8-kWp-Anlage vermeidet so etwa 2,6 Tonnen CO₂ pro Jahr, über 20 Jahre rund 52 Tonnen.
Rechtslage 2026: Was sich ändern könnte
Das Bundeswirtschaftsministerium hat angekündigt, die feste Einspeisevergütung für neue kleine PV-Anlagen ab etwa 2027 durch stärker marktorientierte Modelle zu ersetzen. Das ist bislang nur geplant und politisch angekündigt, aber noch nicht beschlossen — der Gesetzgebungsprozess läuft. Wer sich die heutige, über 20 Jahre garantierte Festvergütung sichern möchte, müsste die Anlage bis Ende 2026 in Betrieb nehmen. Unabhängig davon gilt das Solarspitzengesetz: Neue Anlagen zwischen 2 und 100 kWp dürfen ohne intelligentes Messsystem (Smart Meter) und Steuerbox vorerst nur 60 % ihrer Leistung einspeisen, bis die Technik installiert ist. In Phasen negativer Börsen-Strompreise entfällt die Vergütung ganz; als Ausgleich verlängert sich der 20-jährige Vergütungszeitraum entsprechend. Diese Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung — maßgeblich ist der jeweils geltende Gesetzesstand.
Steuer, Anmeldung und Pflichten
Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden sind seit 2023 von der Einkommensteuer befreit — Einspeisevergütung und der geldwerte Vorteil des Eigenverbrauchs müssen nicht mehr in der Steuererklärung angegeben werden. Auf Kauf und Installation fällt zudem keine Mehrwertsteuer an (0 % USt bis 30 kWp). Damit entfällt für die meisten Eigenheim-Anlagen der frühere steuerliche Aufwand fast vollständig.
Pflicht bleibt die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme — ohne sie wird keine Vergütung gezahlt. Außerdem ist die Anlage beim Netzbetreiber anzumelden. Wer über einen kleinen Einstieg nachdenkt, prüft mit dem Balkonkraftwerk-Rechner die steckerfertige Variante; die Kombination mit der Heizung rechnet der Wärmepumpen-Rechner durch.
Vor der Anschaffung einer PV-Anlage
- Dachfläche, Ausrichtung und Neigung prüfen — Süd bis Ost-West eignet sich gut; Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude möglichst vermeiden.
- Den eigenen Jahres-Stromverbrauch ermitteln und die Anlagengröße daran ausrichten (Faustregel: 1 kWp je 1.000 kWh).
- Den Eigenverbrauch maximieren — große Verbraucher in die Sonnenstunden legen, E-Auto und Warmwasser einbinden.
- Einen Batteriespeicher nur abwägen, wenn abends viel Strom gebraucht wird und der Strompreis über 30 ct/kWh liegt.
- Die Statik des Dachs und den Zustand der Eindeckung prüfen lassen — bei anstehender Sanierung beides zusammen erledigen.
- Mindestens zwei bis drei Angebote von Fachbetrieben einholen und auf Leistungen, Komponenten und Garantie achten.
- Den Inbetriebnahme-Zeitpunkt im Blick behalten — der dann geltende Vergütungssatz gilt anschließend 20 Jahre fest.
- Die Anmeldung im Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber fest einplanen.
- Auf das intelligente Messsystem achten, damit die 60-%-Einspeisegrenze des Solarspitzengesetzes entfällt.
Schätzung für die Planung, keine Fachplanung
Dieser Rechner liefert eine unverbindliche Orientierung. Erträge, Vergütungssätze und Strompreise haben den Stand 2026: Die EEG-Sätze ändern sich halbjährlich, der Strompreis ist regional und vertragsabhängig, und der tatsächliche Ertrag hängt von Standort, Verschattung, Modul- und Wechselrichterqualität sowie vom Wetter ab. Die ausgewiesene Amortisation ist eine grobe Modellrechnung und keine Renditezusage. Ob und wie schnell sich eine Anlage rechnet, bleibt immer eine individuelle Frage. Für die konkrete Auslegung, die Statik- und Verschattungsanalyse sowie ein verbindliches Angebot ziehen Sie mindestens zwei Fachbetriebe hinzu; herstellerneutrale Informationen bieten die Bundesnetzagentur und die Verbraucherzentralen. Die rechtlichen Hinweise geben den Stand 2026 wieder und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfen Sie vor einer Entscheidung den aktuellen Vergütungssatz, da sich die EEG-Sätze zum 01.02. und 01.08. ändern.
Häufige Fragen
Wie viel Strom produziert eine PV-Anlage?
Was kostet eine Photovoltaik-Anlage 2026?
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Lohnt sich ein Batteriespeicher?
Wann amortisiert sich eine PV-Anlage?
Wie groß muss die PV-Anlage für meinen Verbrauch sein?
Quellen & Methodik
- Bundesnetzagentur — EEG-Fördersätze (Stand 04/2026)Einspeisevergütung bis 10 kWp 7,78 ct/kWh (Teil) / 12,34 ct (Voll), gültig 01.02.–31.07.2026; halbjährliche Degression −1 % (§ 49 EEG 2023); 20 Jahre fest ab Inbetriebnahme.
- BDEW-Strompreisanalyse 04/2026Festpreis-Neuvertrag ~33 ct/kWh (Eigenverbrauchs-Ersparnis); Durchschnitt 37 ct/kWh.
- PV-Ertragsmodell (Mertens „Photovoltaik" / energie-experten, Stand 04/2026)Basisertrag 850 kWh/kWp/Jahr (Süd/optimal); Ertrag = kWp × 850 × Ausrichtungs- × Neigungsfaktor.
- EEG 2023 / SolarspitzengesetzSteuerfreiheit bis 30 kWp; Marktstammdatenregister-Pflicht; 60-%-Drosselung ohne Smart Meter; geplante EEG-Reform ab ~2027 (Stand 2026 nicht beschlossen).