Aktualisiert am 21. Mai 2026
🔥 Wärmepumpen-Rechner
Wärmepumpe berechnen: Betriebskosten, Amortisation und Kostenvergleich mit Gasheizung — lohnt sich der Umstieg?
1Wohnfläche
2Baujahr / Dämmstandard
3Aktuelle Heizung
4Aktuelle jährliche Heizkosten
5Strompreis
Wärmepumpen-Spezialtarife (HT, separater Zähler) liegen 2026 bei ca. 25–30 ct/kWh, Haushaltsstrom bei ca. 33–37 ct/kWh.
6Gaspreis
7Anschaffungskosten Wärmepumpe
8BEG-Förderung 2026
Grundförderung 30 % erhält jeder Antragsteller. Boni sind kombinierbar — gedeckelt bei 70 %.
Seit 01.01.2026 werden Luft-Wasser-Wärmepumpen nur noch gefördert, wenn die Geräuschemissionen des Außengeräts mindestens 10 dB unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen (vorher 5 dB). Die Anforderung gilt nur für Bestandsgebäude, nicht für Neubauten.
9Betrachtungszeitraum
Amortisation nach
38,6 Jahre
Gesamtersparnis über 20 Jahre: -10.111 €
Kostenvergleich
| Position | Alte Heizung | Wärmepumpe |
|---|---|---|
| Jährliche Betriebskosten | 2.300 € | 1.756 € |
| Jährliche Ersparnis | — | +544 € |
| Investition (nach Förderung) | — | 21.000 € |
| Gesamtkosten (20 Jahre) | 46.000 € | 56.111 € |
| = Gesamtersparnis | — | -10.111 € |
Kumulative Kosten über 20 Jahre
💰 Ihre Förderung: 30 % = 9.000 € Zuschuss. Eigenanteil: 21.000 €.
⚡ Jahresarbeitszahl (JAZ): Ihre geschätzte JAZ liegt bei 3 — aus 1 kWh Strom werden 3 kWh Wärme. Heizwärmebedarf: 16.667 kWh/Jahr, davon benötigt die Wärmepumpe 5.556 kWh Strom.
🌱 CO₂-Ersparnis: Jährlich ca. 1.239 kg CO₂ — das entspricht etwa 10 Autofahrten München–Hamburg.
⚠️ Hinweis: Die tatsächliche Effizienz hängt von vielen Faktoren ab (Vorlauftemperatur, Heizkörper, Dämmung). Lassen Sie sich von einem Energieberater individuell beraten.
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So funktioniert der Wärmepumpen-Rechner
Formel
Heizwärmebedarf = Wohnfläche × Heizlast (W/m²) × 1.800 Volllaststunden / 1.000 | Stromverbrauch Wärmepumpe = Heizwärmebedarf / JAZ | Betriebskosten WP = Stromverbrauch × Strompreis + 200 € Wartung | Amortisation = (Anschaffung − Förderung) / jährliche Ersparnis.
Rechenbeispiel
120 m² Altbau teilsaniert (JAZ 3,0), 2.000 €/Jahr Gasheizung → Heizwärmebedarf ~19.500 kWh → WP-Stromkosten ~2.080 € + 200 € Wartung = 2.280 € vs. 2.300 € Gas (inkl. Wartung). Bei 30.000 € Anschaffung und nur 30 % Grundförderung verbleibt ein Eigenanteil von 21.000 €. Erst die Maximalförderung von 70 % (Grundförderung + Klimageschwindigkeit + Einkommen) senkt den Eigenanteil auf 9.000 € — entsprechend kürzere Amortisation. Realistisch typisch 10–15 Jahre, mit voller Boni-Kombi 5–8 Jahre.
Lohnt sich eine Wärmepumpe? Die Wirtschaftlichkeits-Analyse
Ob sich der Umstieg auf eine Wärmepumpe rechnet, hängt von vier Hauptfaktoren ab: dem Zustand Ihres Gebäudes, den aktuellen Energiepreisen, den Anschaffungskosten und der verfügbaren Förderung. Als Faustregel gilt: In einem gut gedämmten Haus (Neubau oder sanierter Altbau) amortisiert sich eine Wärmepumpe in 8–15 Jahren. In einem unsanierten Altbau mit hohem Wärmebedarf und ungeeigneten Heizkörpern kann es 20 Jahre oder länger dauern. Der entscheidende Faktor ist die Jahresarbeitszahl (JAZ) — sie gibt an, wie viel Wärmeenergie aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt wird. Je höher die JAZ, desto effizienter und günstiger arbeitet die Wärmepumpe. Bei aktuellen Strompreisen von 30–35 ct/kWh und Gaspreisen um 10–12 ct/kWh lohnt sich eine Wärmepumpe ab einer JAZ von etwa 3,0. Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage besitzt oder einen speziellen [Wärmepumpen-Stromtarif](/wohnen/stromvergleich-rechner) nutzt, verbessert die Wirtschaftlichkeit deutlich.
BEG-Förderung 2026: Bis zu 70 Prozent Zuschuss
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist das wichtigste Förderinstrument für Wärmepumpen in Deutschland. 2026 setzt sich die maximale Förderung aus mehreren kombinierbaren Bausteinen zusammen:
- Grundförderung 30 Prozent — alle Antragsteller.
- Klimageschwindigkeitsbonus +20 Prozent — beim Austausch einer alten Öl-, Gas- oder Kohleheizung. Absenkung ab 2029 vorgesehen.
- Einkommensbonus +30 Prozent — Haushalte mit zu versteuerndem Jahreseinkommen unter 40.000 Euro.
- Effizienzbonus +5 Prozent — natürliches Kältemittel (z. B. Propan R290) oder Wasser/Erdreich/Abwasser als Wärmequelle.
Rechnerisch summieren sich diese Boni auf bis zu 85 Prozent — die Richtlinie deckelt die Gesamtförderung jedoch bei 70 Prozent. Die maximalen förderfähigen Investitionskosten liegen bei 30.000 Euro pro Wohneinheit. Das bedeutet: Wer alle anrechenbaren Boni ausschöpft, bekommt bis zu 21.000 Euro Zuschuss. Der Antrag muss vor Vertragsunterschrift beim KfW-Portal eingereicht werden. Ein Energieberater (Experten-Liste der BAFA) ist Pflicht und kostet selbst zusätzlich ca. 1.000–2.000 Euro — die Beratung ist aber wiederum zu 50 % förderfähig.
Hinweis ab 2026: Seit 01.01.2026 werden Luft-Wasser-Wärmepumpen nur noch gefördert, wenn die Geräuschemissionen des Außengeräts mindestens 10 dB unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen (vorher 5 dB). Die Anforderung gilt nur für Bestandsgebäude, nicht für Neubauten. Bei Auswahl der Anlage auf das Datenblatt achten.
Jahresarbeitszahl (JAZ) erklärt
Die JAZ (Jahresarbeitszahl) ist die Schlüsselgröße für die Effizienz einer Wärmepumpe. Sie gibt an, wie viel Wärmeenergie im Jahresdurchschnitt pro eingesetzter Kilowattstunde Strom erzeugt wird. Eine JAZ von 3,0 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 3 kWh Wärme — also 2 kWh "gratis" aus der Umweltwärme gewonnen. Die JAZ hängt vom Wärmepumpentyp ab (Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen 2,5–3,5, Sole-Wasser-Wärmepumpen 3,5–4,5, Wasser-Wasser sogar bis 5,0) und vor allem von der Vorlauftemperatur Ihres Heizsystems: Je niedriger, desto besser. Fußbodenheizungen sind ideal (35 °C Vorlauf), klassische Heizkörper im Altbau (60–70 °C) reduzieren die JAZ deutlich. Der BAFA fördert Wärmepumpen erst ab einer JAZ von 3,0 (Luft-Wasser) bzw. 3,8 (Sole/Wasser). Prüfen Sie vor dem Kauf das Datenblatt — dort steht die JAZ für Ihre individuelle Situation.
Wärmepumpe im Altbau: Geht das?
Der hartnäckigste Mythos: "Im Altbau funktioniert eine Wärmepumpe nicht." Das stimmt so nicht. Moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen erreichen Vorlauftemperaturen bis 70 °C und können auch unsanierte Altbauten heizen — allerdings mit niedrigerer JAZ (2,0–2,5) und damit höheren Stromkosten. Für einen wirtschaftlichen Betrieb im Altbau sind drei Maßnahmen empfehlenswert: Erstens die Dämmung von oberster Geschossdecke und Kellerdecke, was Heizkostenreduzierung bringt. Zweitens der Austausch kleiner Heizkörper durch großflächige Niedertemperatur-Modelle, damit die Vorlauftemperatur sinken kann. Drittens ein hydraulischer Abgleich der Anlage. Mit diesen Maßnahmen erreichen auch Altbauten JAZ-Werte von 3,0–3,5. Unser [Heizkosten-Rechner](/wohnen/heizkosten-rechner) hilft, die aktuellen Kosten Ihrer bestehenden Heizung zu ermitteln.
Wärmepumpen-Stromtarife: So sparen Sie zusätzlich
Ein entscheidender Hebel für die Wirtschaftlichkeit ist der Wärmepumpen-Stromtarif. Diese Spezialtarife sind rund 20–30 Prozent günstiger als normale Haushaltsstromtarife — statt 33–37 ct/kWh zahlen Sie oft nur 25–28 ct/kWh. Voraussetzung ist ein separater Zähler für die Wärmepumpe oder ein intelligenter Zähler mit getrennter Messung. Die Stromversorger dürfen im Gegenzug die Wärmepumpe an wenigen Stunden pro Tag netzdienlich abschalten — in der Praxis merkt man das durch den Pufferspeicher kaum. Bei 5.000 kWh Wärmepumpenstrom pro Jahr sparen Sie durch einen Spezialtarif rund 250–350 Euro jährlich. Vergleichen Sie Tarife regelmäßig über unseren [Stromvergleich-Rechner](/wohnen/stromvergleich-rechner) oder direkt über CHECK24. Wer zusätzlich eine PV-Anlage betreibt und einen Teil des Wärmepumpenstroms selbst erzeugt, senkt die Betriebskosten nochmals deutlich — eine Wärmepumpen-PV-Kombination amortisiert sich oft schon nach 8–12 Jahren.