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Aktualisiert am 21. Mai 2026

📈 ETF-Sparplanrechner

ETF-Sparplan berechnen: Endkapital, Rendite und Vermögensentwicklung für Ihren monatlichen Sparplan simulieren.

Jahre
11020304050
%

Historische Durchschnittsrendite MSCI World: ca. 7–8 % p.a.

Dynamische Sparrate
Steuern berücksichtigen?

Endkapital

101.507

Aufschlüsselung

Summe Ihrer Einzahlungen48.000
Davon Rendite / Gewinn+53.507
Renditeanteil111,5 %

Vermögensentwicklung

101.50750.7540 €
11020 J.
Einzahlungen Rendite

Vergleich: Ohne Sparplan auf dem Girokonto: 48.000 — Ihr Vorteil durch den ETF-Sparplan: +53.507

Hinweis: Diese Berechnung basiert auf einer gleichmäßigen jährlichen Rendite. In der Realität schwanken ETF-Kurse. Historische Renditen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Diese Berechnung stellt keine Anlageberatung dar.

Reicht das für die Rente? Rentenlücke berechnenKlassischer Sparplan im Vergleich
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So funktioniert der ETF-Sparplanrechner

Formel

Endkapital = Einmalanlage × (1+r)^n + Sparrate × ((1+r)^n − 1) / r, wobei r = Monatsrendite, n = Monate

Rechenbeispiel

200 €/Monat, 20 Jahre, 7 % Rendite → Einzahlungen: 48.000 € → Endkapital: ca. 104.000 € → Rendite: ca. 56.000 €

Was ist ein ETF-Sparplan und wie funktioniert er?

Ein ETF-Sparplan ist eine automatisierte Geldanlage, bei der Sie regelmäßig — meist monatlich — einen festen Betrag in einen börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Fund) investieren. Der ETF bildet einen Aktienindex wie den MSCI World, den S&P 500 oder den DAX nach und ermöglicht so eine breite Streuung über viele Unternehmen und Branchen. Durch die regelmäßigen Einzahlungen profitieren Anleger vom sogenannten Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt): Bei niedrigen Kursen werden automatisch mehr Anteile gekauft, bei hohen Kursen weniger. Über lange Zeiträume gleichen sich Kursschwankungen so tendenziell aus.

ETF-Sparpläne sind bereits ab 1 € pro Monat möglich und eignen sich daher auch für Einsteiger mit kleinem Budget. Die meisten Online-Broker bieten kostenlose Sparplanausführungen an, sodass keine zusätzlichen Gebühren anfallen.

Historische Renditen: MSCI World, S&P 500 und DAX im Vergleich

Die erwartete Rendite ist der wichtigste Einflussfaktor auf das Endergebnis. Historische Durchschnittswerte (vor Inflation, vor Steuern) über die letzten 30–50 Jahre:

  • MSCI World: ca. 7–8 % p.a. — investiert in über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern
  • S&P 500: ca. 9–10 % p.a. — die 500 größten US-Unternehmen, stärkere Konzentration auf den US-Markt
  • DAX: ca. 7–8 % p.a. — die 40 größten deutschen Unternehmen, höhere Schwankungsanfälligkeit durch geringere Streuung

Diese Werte sind Durchschnittswerte. In einzelnen Jahren kann die Rendite deutlich höher oder niedriger ausfallen — in Krisenzeiten sogar stark negativ. Langfristig haben sich breit gestreute Aktien-ETFs jedoch als eine der renditestärksten Anlageklassen erwiesen.

Der Zinseszinseffekt: Warum früh anfangen so wichtig ist

Der Zinseszinseffekt ist das mächtigste Werkzeug beim langfristigen Vermögensaufbau. Er bewirkt, dass nicht nur Ihre Einzahlungen Rendite erwirtschaften, sondern auch die bereits erzielten Gewinne weitere Rendite generieren. Je länger der Anlagezeitraum, desto stärker wirkt dieser Effekt — er wächst exponentiell.

Ein Beispiel verdeutlicht das: Bei 200 €/Monat und 7 % Rendite haben Sie nach 20 Jahren ca. 104.000 € (bei 48.000 € Einzahlungen). Verdoppeln Sie die Laufzeit auf 40 Jahre, beträgt das Endkapital ca. 525.000 € — obwohl Sie nur doppelt so viel eingezahlt haben (96.000 €). Der Renditevorteil versechsfacht sich nahezu. Deshalb gilt: Je früher Sie mit dem Sparplan beginnen, desto besser.

Kosten: TER, Depotgebühren und ihr Einfluss auf die Rendite

Die TER (Total Expense Ratio) gibt die jährlichen Kosten eines ETFs an. Bei den beliebten MSCI-World-ETFs liegt sie typischerweise zwischen 0,12 % und 0,20 % pro Jahr — deutlich günstiger als aktiv gemanagte Fonds (oft 1,5–2,0 %). Die TER wird automatisch aus dem Fondsvermögen entnommen und ist bereits in der Kursentwicklung berücksichtigt.

Achten Sie bei der Depotauswahl auf: kostenlose Sparplanausführung, keine Depotgebühren und eine breite ETF-Auswahl. Bereits geringe Kostenunterschiede können über Jahrzehnte mehrere Tausend Euro ausmachen.

Steuern auf ETF-Gewinne: Abgeltungssteuer und Teilfreistellung

Gewinne aus ETFs unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer von 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag — effektiv 26,375 %. Für Aktienfonds (mind. 51 % Aktienanteil) gilt eine Teilfreistellung von 30 %: Nur 70 % der Gewinne werden besteuert. Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 € pro Person (2.000 € für Verheiratete) und befreit Kapitalerträge bis zu dieser Höhe von der Steuer.

Wichtig: Die Steuern fallen erst beim Verkauf an. Solange Sie Ihre ETF-Anteile halten, wächst Ihr Kapital steuerfrei weiter — ein zusätzlicher Renditevorteil langfristiger Anlagestrategien. Unser Rechner berücksichtigt die Steuerberechnung vereinfacht zum Endpunkt; in der Praxis greifen jährlich die Vorabpauschale und beim Verkauf die restliche Steuer.

Ergänzend können Sie mit unserem [Zinsrechner](/finanzen/zinsrechner) verschiedene Zinseszins-Szenarien durchspielen, mit dem [Sparrechner](/finanzen/sparrechner) alternative Sparstrategien vergleichen und mit dem [Inflationsrechner](/finanzen/inflationsrechner) den realen Wert Ihres Vermögens über die Zeit berechnen.

Häufige Fragen

Wie viel Geld kann ich mit einem ETF-Sparplan verdienen?
Das hängt von Sparrate, Anlagedauer und Rendite ab. Beispiel: Bei 200 € monatlich, 20 Jahren und 7 % Rendite ergibt sich ein Endkapital von ca. 104.000 € — bei nur 48.000 € Eigeneinzahlung. Je länger Sie sparen, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt: Nach 30 Jahren wären es bereits ca. 243.000 €.
Welche Rendite ist bei ETFs realistisch?
Breit gestreute Aktien-ETFs wie der MSCI World haben historisch eine durchschnittliche Rendite von 7–8 % pro Jahr erzielt (vor Inflation und Steuern). In einzelnen Jahren kann die Rendite stark schwanken (-40 % bis +40 %), aber über Zeiträume von 15+ Jahren lag die Rendite historisch immer im positiven Bereich. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.
Wie funktioniert der Zinseszinseffekt beim Sparplan?
Beim Zinseszinseffekt erwirtschaften nicht nur Ihre Einzahlungen Rendite, sondern auch die bereits erzielten Gewinne. Das führt zu exponentiellem Wachstum: In den ersten Jahren wächst das Vermögen langsam, in den letzten Jahren dagegen sehr schnell. Deshalb ist die Anlagedauer der wichtigste Faktor — schon 5 Jahre mehr können einen enormen Unterschied machen.
Wie werden ETF-Gewinne besteuert?
ETF-Gewinne unterliegen der Abgeltungssteuer von 26,375 % (inkl. Soli). Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 % — nur 70 % der Gewinne werden besteuert. Der Sparerpauschbetrag befreit 1.000 € (Singles) bzw. 2.000 € (Verheiratete) von der Steuer. Steuern fallen beim Verkauf der Anteile an; während der Haltedauer wächst das Kapital steuerfrei.
Was ist die Teilfreistellung bei Aktienfonds?
Die Teilfreistellung ist eine steuerliche Vergünstigung für Investmentfonds. Bei Aktienfonds (mindestens 51 % Aktienanteil, was auf die meisten ETFs zutrifft) werden 30 % der Erträge steuerfrei gestellt. Das bedeutet: Von 10.000 € Gewinn sind nur 7.000 € steuerpflichtig. Die Teilfreistellung soll eine Doppelbesteuerung auf Fondsebene und Anlegerebene verhindern.
Lohnt sich ein ETF-Sparplan auch mit kleinen Beträgen?
Ja, absolut. Viele Broker bieten Sparpläne bereits ab 1 € oder 25 € pro Monat an. Selbst kleine Beträge lohnen sich langfristig: 50 € monatlich über 30 Jahre bei 7 % Rendite ergeben ca. 61.000 € — bei nur 18.000 € Eigeneinzahlung. Entscheidend ist, frühzeitig anzufangen und regelmäßig dabei zu bleiben. Die Sparrate kann jederzeit erhöht werden.
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