Aktualisiert am 21. Mai 2026
🏥 Krankengeld-Rechner
Krankengeld berechnen: Tägliches und monatliches Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit — mit Netto-Vergleich.
Netto-Krankengeld pro Monat
1.985 €
66,16 € / Tag · Einkommensverlust: 365 € (15,54 %)
Vergleich
| Netto-Gehalt | Krankengeld | Differenz | |
|---|---|---|---|
| pro Tag | 78,33 € | 66,16 € | −12,17 € |
| pro Monat | 2.350 € | 1.985 € | −365 € (15,54 %) |
Timeline
Tag 1 – 42 (6 Wochen): Lohnfortzahlung durch Arbeitgeber (volles Gehalt)
Ab Tag 43: Krankengeld durch Krankenkasse
Maximal: 78 Wochen (546 Tage) innerhalb von 3 Jahren für dieselbe Krankheit
ℹ️ Progressionsvorbehalt: Krankengeld ist steuerfrei, erhöht aber Ihren persönlichen Steuersatz. In der Steuererklärung kann es zu einer Nachzahlung kommen. Nach 78 Wochen Krankengeld kann eine Erwerbsminderungsrente oder Arbeitslosengeld in Frage kommen.
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So funktioniert der Krankengeld-Rechner
Formel
Krankengeld/Tag = min(70 % × Brutto/30 ; 90 % × Netto/30) | Nach SV-Abzügen von ca. 6,15 % (mit Kind) bzw. 6,45 % (kinderlos)
Rechenbeispiel
Beispiel: 3.500 € Brutto, 2.350 € Netto, mit Kind → Krankengeld ≈ 76,65 €/Tag brutto → ≈ 71,94 €/Tag netto → ca. 2.158 €/Monat.
Wer länger als sechs Wochen krank ist, bekommt ab Tag 43 kein volles Gehalt mehr, sondern Krankengeld von der gesetzlichen Krankenkasse. Unser Krankengeld-Rechner zeigt Ihnen sofort, wie hoch Ihr tägliches und monatliches Krankengeld ausfällt — und wie groß der Einkommensverlust im Vergleich zum normalen Nettogehalt ist. Das hilft Ihnen, finanzielle Lücken rechtzeitig zu erkennen und zu planen.
Wie wird das Krankengeld berechnet?
Das Krankengeld beträgt grundsätzlich 70 % Ihres Bruttogehalts, darf aber maximal 90 % des Nettogehalts betragen. Entscheidend ist der niedrigere Wert. Die Berechnung basiert auf dem sogenannten Regelentgelt — also Ihrem durchschnittlichen Einkommen vor der Erkrankung. Zur Vereinfachung teilen wir Monatsbrutto und Monatsnetto durch 30 (Kalendertage) und wenden beide Grenzen an: Krankengeld/Tag = min(0,7 × Brutto/30 ; 0,9 × Netto/30). Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung liegt 2026 bei 69.750 €/Jahr (5.812,50 €/Monat) — höhere Bruttogehälter werden für die Berechnung gedeckelt.
Lohnfortzahlung vs. Krankengeld: Der Übergang
In den ersten sechs Wochen einer Erkrankung (Tag 1 bis Tag 42) erhalten Sie volle Lohnfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber. Ab Tag 43 übernimmt die Krankenkasse und zahlt Krankengeld. Wichtig zu wissen: Vom Krankengeld werden noch Sozialversicherungsbeiträge abgezogen — und zwar die Hälfte des Arbeitnehmeranteils für Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Insgesamt sind das etwa 6,15 % (mit Kind) bzw. 6,45 % (kinderlos). Lohnsteuer fällt dagegen nicht auf Krankengeld an — dazu gleich mehr zum Progressionsvorbehalt.
Wie lange bekommt man Krankengeld?
Die Bezugsdauer ist auf 78 Wochen (546 Tage) innerhalb von drei Jahren für dieselbe Krankheit begrenzt. Die sechs Wochen Lohnfortzahlung werden dabei angerechnet. Rein rechnerisch bekommen Sie also maximal 78 Wochen minus 6 Wochen = 72 Wochen reines Krankengeld. Wird eine neue, andere Erkrankung festgestellt, beginnt der Anspruch erneut. Nach Ablauf der 78 Wochen prüft die Krankenkasse, ob Sie wieder arbeitsfähig sind. Wenn nicht, kommen andere Leistungen in Frage: Erwerbsminderungsrente, Arbeitslosengeld (Aussteuerung) oder Bürgergeld.
Progressionsvorbehalt: Was bedeutet das für die Steuer?
Krankengeld ist zwar steuerfrei, unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt (§ 32b EStG). Das heißt: Es wird in der Steuererklärung zur Ermittlung Ihres persönlichen Steuersatzes hinzugerechnet — aber nicht direkt besteuert. Der höhere Steuersatz wird dann aber auf Ihre übrigen Einkünfte (z. B. das normale Gehalt vor der Erkrankung) angewendet. Ergebnis: Es kann zu einer Steuer-Nachzahlung kommen, obwohl das Krankengeld selbst steuerfrei war. Wer länger Krankengeld bezieht, sollte einen Teil für diese Nachzahlung zurücklegen.
Privat Versicherte: Krankentagegeld statt Krankengeld
Privat Krankenversicherte erhalten kein gesetzliches Krankengeld. Stattdessen gibt es je nach individuellem Vertrag Krankentagegeld von der PKV — Höhe und Bezugsdauer sind im Tarif festgelegt. Bei Vollprivatversicherten ohne Krankentagegeld-Tarif tritt nach Ende der Lohnfortzahlung eine Einkommenslücke. Daher lohnt sich für Selbstständige und Angestellte mit PKV der Abschluss einer Krankentagegeld-Versicherung.
Verwandte Rechner
Für die Berechnung Ihres regulären Nettogehalts nutzen Sie den Brutto-Netto-Rechner. Bei längerer Arbeitsunfähigkeit und drohender Aussteuerung kann der Bürgergeld-Rechner oder der Rentenrechner (Erwerbsminderungsrente) helfen.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Krankengeld?
Ab wann bekomme ich Krankengeld?
Wie lange wird Krankengeld gezahlt?
Muss ich Krankengeld versteuern?
Was kommt nach 78 Wochen Krankengeld?
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