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Aktualisiert am 25. Juni 2026

💡 Nettolohn-Optimierer

Nettolohn optimieren: Vergleich Gehaltserhöhung vs. steuerfreie Sachbezüge — was bringt mehr Netto?

€/Monat
€/Monat

Budget, das der Arbeitgeber für Sie bereitstellt — als Gehaltserhöhung ODER Sachbezug.

Optimale Strategie für 200 € AG-Budget

Essenszuschuss (Restaurantschecks)

Netto-Zugewinn: 115,05 €/Monat — das sind 5,80 €/Monat mehr als bei einer Brutto-Gehaltserhöhung.

Vergleich aller Optionen

#OptionNetto ANKosten AGvs. Brutto
1Essenszuschuss (Restaurantschecks)+115,05115,05+5,80
2Brutto-Gehaltserhöhung+109,25240,700,00
3Jobticket / Deutschlandticket+63,0063,00-46,25
4Sachbezug 50 € (§ 8 Abs. 2 EStG)+50,0050,00-59,25
5Internet-Pauschale+50,0050,00-59,25
6Betriebliche Altersvorsorge (BAV)(fließt in Rente)+0,00200,00-109,25

Netto-Zugewinn pro Option

Essenszuschuss (Restaurantschecks)+115,05
Brutto-Gehaltserhöhung+109,25
Jobticket / Deutschlandticket+63,00
Sachbezug 50 € (§ 8 Abs. 2 EStG)+50,00
Internet-Pauschale+50,00
Betriebliche Altersvorsorge (BAV)+0,00

Hinweis: Steuerfreie Sachbezüge haben feste Obergrenzen und sind an Bedingungen geknüpft (z. B. zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn). Die BAV führt heute zu 0 € netto, senkt aber AG-SV-Kosten und baut Rente auf. Werte sind Orientierungswerte für 2026 — prüfen Sie aktuelle Freigrenzen.

Gehaltserhöhung-Rechner: Was bleibt netto von der Erhöhung?Brutto-Netto-Rechner: Alle Abzüge im DetailFirmenwagen-Rechner: Lohnt sich der Dienstwagen?
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Warum steuerfreie Bausteine die Gehaltserhöhung schlagen

Eine Brutto-Gehaltserhöhung fühlt sich gut an — bis die Abrechnung kommt. Wer in Steuerklasse I rund 3.500 € verdient, hat eine Grenzbelastung von etwa 45 % aus Lohnsteuer, Soli und Sozialabgaben. Von 200 € Brutto-Erhöhung bleiben so nur rund 109 € netto übrig; der Rest geht an Finanzamt und Sozialkassen. Zusätzlich zahlt der Arbeitgeber etwa 20 % Arbeitgeber-Sozialabgaben obendrauf — das Budget wird doppelt belastet.

Genau hier setzen steuerfreie Sachbezüge an. Zahlt der Arbeitgeber statt Brutto einen steuerfreien Baustein, kommt der Betrag fast ungeschmälert bei Ihnen an — und der Arbeitgeber spart die Sozialabgaben gleich mit. Ein Deutschlandticket-Zuschuss von 63 € bringt also 63 € netto, nicht etwa die Hälfte.

Dieser Rechner vergleicht sechs gängige Bausteine parallel und zeigt für Ihr Budget, welcher netto am meisten bringt. Die exakte Abgabenlast Ihres Gehalts liefert der Brutto-Netto-Rechner.

Steuerfreie Gehaltsextras 2026 im Überblick

Bausteinmax. pro MonatRechtsgrundlageBesonderheit
Sachbezug (Gutschein/Karte)50 €§ 8 Abs. 2 EStGFreigrenze — bei 50,01 € voll steuerpflichtig
Jobticket / Deutschlandticket63 €§ 3 Nr. 15 EStGvoller Ticketpreis steuerfrei (Stand 2026)
Essenszuschuss115,05 €16. SvEV / R 8.1 LStR7,67 €/Tag × 15 Tage (4,57 € + 3,10 €)
Internet-Pauschale50 €§ 40 Abs. 2 EStGpauschal 25 % durch den Arbeitgeber
BAV-Entgeltumwandlung302 €§ 3 Nr. 63 EStGfließt in die Rente, heute 0 € netto

Werte 2026. Alle Bausteine müssen grundsätzlich zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden (§ 8 Abs. 4 EStG). Die BAV-Grenze entspricht 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung.

Der 50-€-Sachbezug und die Freigrenzen-Falle

Der 50-€-Sachbezug nach § 8 Abs. 2 EStG ist die beliebteste Gestaltung: Gutschein, Prepaid- oder Tankkarte bis 50 € im Monat, komplett steuer- und sozialabgabenfrei. Beliebt sind Waren- und Tankgutscheine oder Shopping-Karten.

Entscheidend ist ein Detail: Es handelt sich um eine Freigrenze, nicht um einen Freibetrag. Wird sie auch nur um einen Cent überschritten, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig — nicht nur der übersteigende Teil. Bei 50,01 € fällt also auf die vollen 50,01 € Steuer an. Zudem muss es eine echte Sachleistung sein; eine reine Geldzahlung erkennt das Finanzamt nicht an.

Praktischer Nebeneffekt für Minijobber: Ein steuerfreier Sachbezug zählt nicht zum Verdienst und sprengt damit nicht die Minijob-Grenze. Wie viel Spielraum dort bleibt, zeigt der Minijob-Rechner.

Freigrenze ist nicht Freibetrag

Die 50-€-Sachbezugsgrenze ist eine Freigrenze, kein Freibetrag — ein gravierender Unterschied. Bleiben Sie exakt bei oder unter 50 €, ist alles steuerfrei. Schon bei 50,01 € wird der gesamte Betrag steuer- und sozialabgabenpflichtig, nicht nur der eine Cent darüber. Achten Sie deshalb darauf, dass Gutscheinwerte die Grenze nie überschreiten, und kombinieren Sie den Sachbezug nicht versehentlich mit anderen Sachzuwendungen, die in denselben Monat fallen.

200-€-Budget: Brutto-Erhöhung vs. Essenszuschuss

  1. 1
    AG-BudgetArbeitgeber stellt bereit= 200 €/Monat
  2. 2
    Variante A: Brutto-ErhöhungNetto(3.700 €) − Netto(3.500 €), StKl I= +109,25 € netto
  3. 3
    Variante B: Essenszuschuss7,67 € × 15 Tage, steuerfrei= +115,05 € netto
  4. 4
    AG-Kosten Variante A200 € × 1,2035 (AG-SV-Anteil)= 240,70 €
  5. 5
    AG-Kosten Variante Bkein AG-SV-Anteil= 115,05 €
Bei 200 € Budget bringt der Essenszuschuss 115,05 € netto — rund 6 € mehr als die Brutto-Erhöhung (109,25 €) — und kostet den Arbeitgeber mit 115,05 € weniger als die Hälfte. Steuerfreie Bausteine gewinnen also auf beiden Seiten: mehr Netto für Sie, weniger Kosten für den Arbeitgeber.

200-€-Budget: was kommt netto an?

Optionkommt netto ankostet den AGRang
Essenszuschuss115,05 €115,05 €1
Brutto-Gehaltserhöhung109,25 €240,70 €2
Jobticket 63 €63,00 €63,00 €3
Sachbezug 50 €50,00 €50,00 €4
Internet-Pauschale 50 €50,00 €50,00 €4
BAV (bis 200 €)0 € heute200,00 €

Basis: 3.500 € Monatsbrutto, Steuerklasse I, AG-Budget 200 €. „Kommt netto an" = monatlicher Netto-Zugewinn beim Arbeitnehmer. Die Brutto-Erhöhung bringt weniger Netto als der Essenszuschuss und kostet den Arbeitgeber mehr als das Doppelte. BAV fließt in die Altersvorsorge (heute 0 € netto).

Warum die Brutto-Erhöhung den Arbeitgeber doppelt kostet

Der Kostenvorteil steuerfreier Bausteine zeigt sich besonders aus Arbeitgebersicht. Eine Brutto-Gehaltserhöhung belastet den Arbeitgeber doppelt: Er zahlt nicht nur die Erhöhung selbst, sondern zusätzlich rund 20 % Arbeitgeber-Sozialabgaben. Aus 200 € Brutto-Erhöhung werden so 240,70 € echte Kosten — bei denen beim Arbeitnehmer aber nur 109 € netto ankommen.

Ein steuerfreier Baustein kennt diesen Aufschlag nicht: 115 € Essenszuschuss kosten den Arbeitgeber genau 115 € — und kommen voll beim Arbeitnehmer an. Für dieselbe Netto-Wirkung zahlt der Arbeitgeber also deutlich weniger.

Das macht steuerfreie Extras zu einem starken Argument in der Gehaltsverhandlung: Sie sind für beide Seiten günstiger. Viele Arbeitgeber sind hier flexibler als bei der Bruttoerhöhung, gerade weil sie selbst Sozialabgaben sparen.

Brutto-Erhöhung → Netto (3.500 €, Steuerklasse I)

Brutto-Erhöhungdavon NettoNetto-Quote
+50 €+27,46 €55 %
+100 €+54,75 €55 %
+200 €+109,25 €55 %
+300 €+163,41 €54 %
+400 €+217,33 €54 %

Basis 3.500 € Monatsbrutto, Steuerklasse I, 2026 (mit der Brutto-Netto-Lib berechnet). Rund 45 % jeder Brutto-Erhöhung gehen in Steuern und Sozialabgaben — ein steuerfreier Baustein von z. B. 109 € entspricht damit etwa 200 € Brutto-Erhöhung.

Additionalität: zusätzlich zum Lohn, keine Umwandlung

Es gibt eine zentrale Spielregel, die fast alle steuerfreien Bausteine teilen: Sie müssen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden (§ 8 Abs. 4 EStG, sogenanntes Additionalitätsprinzip). Eine Gehaltsumwandlung — bestehendes Brutto in einen Sachbezug umwidmen — erkennt das Finanzamt seit 2020 nicht mehr an.

Praktisch heißt das: Die Bausteine eignen sich für die Gehaltsverhandlung und für freiwillige Zusatzleistungen, nicht zum Umetikettieren des Bestandsgehalts. Wer 3.500 € verdient, kann nicht einfach 50 € davon zum steuerfreien Sachbezug erklären.

Die einzige große Ausnahme ist die betriebliche Altersvorsorge: Dort ist die Entgeltumwandlung gesetzlich ausdrücklich erlaubt. Was eine klassische Brutto-Erhöhung im Vergleich bringt, rechnet der Gehaltserhöhung-Rechner durch.

Jobticket, Essenszuschuss und Internet im Detail

Jeder Baustein hat eigene Regeln. Das Deutschlandticket (§ 3 Nr. 15 EStG) ist seit 2026 mit 63 €/Monat voll steuerfrei übernehmbar — der Netto-Zugewinn entspricht exakt dem Ticketpreis. Der Essenszuschuss deckt das Mittagessen an Arbeitstagen: 7,67 € pro Tag (Sachbezugswert 4,57 € plus 3,10 € Zuschuss), bei 15 Tagen 115,05 € im Monat, meist über digitale Meal-Voucher.

Die Internet-Pauschale (§ 40 Abs. 2 EStG) erlaubt bis zu 50 €/Monat für die berufliche Nutzung des privaten Anschlusses — pauschal mit 25 % durch den Arbeitgeber versteuert, für den Arbeitnehmer ohne Abzug. Sie passt besonders ins Homeoffice.

Alle drei Bausteine lassen sich kombinieren, weil jede Grenze für sich gilt. Deutschlandticket, 50-€-Sachbezug und Essenszuschuss zusammen ergeben rund 228 € netto im Monat — dafür bräuchte es über 400 € Brutto-Erhöhung.

Welcher Baustein für welche Situation?

Welcher Baustein am meisten bringt, hängt von Ihrer Lebenssituation ab. Wer täglich mit Bus und Bahn pendelt, holt aus dem Deutschlandticket den größten Nutzen — 63 € netto, die sonst aus dem versteuerten Einkommen kämen. Im Homeoffice passt die Internet-Pauschale, und wer mittags auswärts isst, profitiert vom Essenszuschuss.

Für Familien ist der unbegrenzt steuerfreie Kindergarten-Zuschuss oft der größte Hebel. Wer dagegen langfristig denkt und seine Steuerlast in die Zukunft verschieben möchte, fährt mit der betrieblichen Altersvorsorge gut — vor allem wegen des gesetzlichen Arbeitgeberzuschusses.

In der Praxis gewinnt fast immer die Kombination: Mehrere kleine steuerfreie Bausteine zusammen schlagen eine einzelne Brutto-Erhöhung deutlich — bei geringeren Kosten für den Arbeitgeber. Genau das macht sie zum oft unterschätzten Hebel in jeder Gehaltsverhandlung.

BAV: Vorsorge statt Sofort-Netto

Die betriebliche Altersvorsorge (BAV) per Entgeltumwandlung ist der Sonderfall unter den Bausteinen. Beiträge sind bis 4 % der Renten-Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei — 2026 rund 302 €/Monat — und teils auch sozialabgabenfrei.

Der entscheidende Unterschied: Heute landet nichts zusätzlich in Ihrem Geldbeutel. Das Geld fließt in einen Vorsorgevertrag und wird erst in der Rentenphase ausgezahlt — und dann besteuert. Außerdem mindert die Entgeltumwandlung das sozialversicherungspflichtige Brutto und damit geringfügig die spätere gesetzliche Rente.

Trotzdem ist die BAV oft attraktiv, weil der Arbeitgeber bei Entgeltumwandlung gesetzlich 15 % Zuschuss dazulegen muss (§ 1a Abs. 1a BetrAVG). Sie ist damit kein Werkzeug für mehr Sofort-Netto, sondern für den langfristigen Vermögensaufbau — wer heute jeden Euro braucht, greift eher zu Ticket oder Sachbezug.

Weitere steuerfreie Extras

Der Rechner vergleicht die sechs gängigsten Bausteine — daneben gibt es weitere steuerfreie Extras, die je nach Situation interessant sind. Der Kindergarten-Zuschuss (§ 3 Nr. 33 EStG) ist sogar unbegrenzt steuerfrei: Der Arbeitgeber kann die Betreuungskosten für nicht-schulpflichtige Kinder in voller Höhe übernehmen.

Die Gesundheitsförderung (§ 3 Nr. 34 EStG) erlaubt bis zu 600 € pro Jahr für zertifizierte Präventionskurse — etwa Rückenschule oder Stressbewältigung. Hinzu kommen Erholungsbeihilfen (pauschal versteuert, 156 € je Arbeitnehmer plus Zuschläge für Ehegatten und Kinder) sowie Zuschüsse zu Diensthandy und -laptop, deren private Mitnutzung steuerfrei ist.

Wie bei allen Bausteinen gilt: Die genauen Voraussetzungen und Grenzen sind im Detail zu prüfen. Eine Kombination mehrerer Extras kann das steuerfreie Gesamtpaket deutlich vergrößern — ein Gespräch mit der Lohnbuchhaltung lohnt sich hier fast immer.

Eckwerte steuerfreie Bausteine 2026

Sachbezug-Freigrenze50 €pro Monat, § 8 Abs. 2 EStG (Freigrenze!)
Deutschlandticket63 €voll steuerfrei, § 3 Nr. 15 EStG (Stand 2026)
Essenszuschuss115,05 €7,67 €/Tag × 15 Tage (16. SvEV 2026)
BAV steuerfrei302 €4 % der RV-BBG, § 3 Nr. 63 EStG
Netto-Quote Brutto-Erhöhung~55 %3.500 € Basis, StKl I — Rest: Steuern/SV

Voraussetzungen für die Steuerfreiheit

  • Leistung wird zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt (keine Gehaltsumwandlung)
  • Sachbezug ist echte Sachleistung (Gutschein, Karte) — keine reine Geldzahlung
  • 50-€-Sachbezug-Freigrenze nicht überschreiten — schon 50,01 € macht alles steuerpflichtig
  • Essenszuschuss nur für tatsächliche Arbeitstage, nicht für Urlaubs- oder Krankheitstage
  • Jobticket-Zuschuss zusätzlich zum Lohn — sonst keine Steuerfreiheit
  • Bei BAV den gesetzlichen 15-%-Arbeitgeberzuschuss einfordern (§ 1a Abs. 1a BetrAVG)
  • Mehrere Bausteine kombinieren — jede Grenze gilt für sich und summiert sich

Sofort-Netto vs. BAV

KriteriumSofort-Bausteine (Ticket, Essen, Sachbezug)BAV-Entgeltumwandlung
Heute im Geldbeutelvoller Betrag netto, sofort0 € — fließt in die Rente
Steuersteuerfrei, endgültigerst in der Rentenphase fällig (gestundet)
Rentenwirkungkeine — zählt nicht für die Rentebaut zusätzliche Altersvorsorge auf
Arbeitgeberspart Sozialabgabengesetzlich 15 % Pflichtzuschuss
Passt fürwer heute mehr Netto brauchtwer langfristig vorsorgen will

Vereinfachte Schätzung — keine Steuerberatung

Diese Berechnung ist eine vereinfachte Schätzung. Die Netto-Werte hängen von Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkasse und weiteren Faktoren ab; die genannten Höchstbeträge und Voraussetzungen der Bausteine ändern sich immer wieder. Verbindlich sind allein Ihre Lohnbuchhaltung und gegebenenfalls ein Steuerberater. Steuerfreie Bausteine sind zudem zweckgebunden und meist ohne Wirkung auf die spätere Rente — sie ersetzen eine Brutto-Erhöhung nicht vollständig. Dies ist keine Steuerberatung.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Gehaltserhöhung oder Sachbezüge mehr?
In den meisten Fällen sind steuerfreie Sachbezüge attraktiver, weil weder Lohnsteuer noch Sozialabgaben anfallen. Von 200 € Brutto-Erhöhung bleiben in Steuerklasse I nur rund 105 bis 120 € netto — ein 63-€-Deutschlandticket (Stand 2026) bringt dagegen 63 € netto ohne Abzug. Der Rechner zeigt für Ihre Situation die optimale Lösung.
Wie hoch ist die Sachbezugsfreigrenze 2026?
Die Freigrenze nach § 8 Abs. 2 EStG liegt bei 50 € pro Monat. Wichtig: Es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag — schon ein Cent darüber macht den gesamten Betrag steuer- und sozialabgabenpflichtig. Der Sachbezug darf zudem keine reine Geldleistung sein, sondern muss echte Sachleistung (z. B. Gutschein, Tankkarte, Warenkarte) sein.
Was ist der maximale steuerfreie Essenszuschuss?
Der Arbeitgeber kann 2026 einen Essenszuschuss bis 7,67 € pro Arbeitstag steuerfrei gewähren (amtlicher Sachbezugswert 4,57 € plus 3,10 € Zuschuss). Bei 15 Arbeitstagen pro Monat sind das 115,05 €. Abgewickelt wird das meist über digitale Meal-Voucher-Anbieter — eingelöst werden können die Gutscheine in Restaurants, Supermärkten oder Bäckereien.
Ist das Deutschlandticket vom Arbeitgeber steuerfrei?
Ja. Zuschüsse des Arbeitgebers zum Deutschlandticket (63 €/Monat seit 01.01.2026) sind in voller Höhe steuer- und sozialabgabenfrei — vorausgesetzt, der Zuschuss wird zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt. Auch die Monatskarte des ÖPNV in Ihrer Stadt fällt unter die Jobticket-Regelung.
Lohnt sich BAV als Alternative zur Gehaltserhöhung?
Heute sehen Sie 0 € mehr netto — aber die BAV spart in der Ansparphase Steuern und Sozialabgaben. Der Arbeitgeber ist außerdem gesetzlich verpflichtet, bei der Entgeltumwandlung 15 % Zuschuss dazuzulegen. In der Rentenphase werden die Leistungen dann besteuert. Wer langfristig denkt und Steuern stundet, kann mit BAV attraktive Effekte erzielen — wer heute mehr Netto braucht, greift besser zu Jobticket oder Sachbezug.
Kann ich mein Gehalt einfach in Sachbezüge umwandeln?
In der Regel nein. Die steuerlichen Vergünstigungen setzen voraus, dass die Leistung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt wird. Eine reine Gehaltsumwandlung erkennt das Finanzamt bei Sachbezug, Jobticket, Essenszuschuss und Internet-Pauschale nicht an. Ausnahme ist die betriebliche Altersvorsorge — dort ist die Entgeltumwandlung gesetzlich ausdrücklich erlaubt.

Quellen & Rechtsgrundlagen

  1. § 8 EStG: Sachbezüge & 50-€-Freigrenze (Abs. 2) Originaltext
  2. § 3 EStG: Steuerfreie Einnahmen (Nr. 15 Jobticket, Nr. 63 BAV) Originaltext
  3. SvEV: Sachbezugswerte 2026 (16. Änderungsverordnung) OriginaltextSachbezugswert Mittagessen 4,57 € + steuerfreier AG-Zuschuss 3,10 € = 7,67 €/Arbeitstag (BGBl. 29.12.2025).

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