Zum Hauptinhalt springen

Aktualisiert am 21. Mai 2026

📉 Inflationsrechner

Kaufkraftverlust und Preisanstieg durch Inflation berechnen — mit Jahr-für-Jahr-Tabelle.

Was möchten Sie berechnen?
%
Jahre

Kaufkraft nach 10 Jahren

820,35

Ihre 1.000,00 € haben in 10 Jahren nur noch eine Kaufkraft von 820,35

Kaufkraftverlust

179,65

Verlust in %

18 %

Durchschn. pro Jahr

17,97

Kaufkraftentwicklung

Heute1.000,00
In 10 Jahren820,35
Sparplan berechnen — Inflation mit Zinsen ausgleichenETF-Sparplan: Rendite über Inflation
Anzeige
CosmosDirekt

Tagesgeld Plus von CosmosDirekt: 2,2 % Zinsen p.a. garantiert — täglich verfügbar und ohne Mindesteinlage.

CosmosDirekt ansehen
Feedback

Historisch: Die durchschnittliche Inflation in Deutschland lag 2014–2024 bei ca. 2,8 % pro Jahr. In den Jahren 2022 und 2023 lag sie mit 6,9 % bzw. 5,9 % deutlich darüber.

War dieser Rechner hilfreich?

So funktioniert der Inflationsrechner

Formel

Kaufkraft = Betrag / (1 + Inflationsrate)^Jahre

Rechenbeispiel

Beispiel: 1.000 € bei 2% Inflation über 10 Jahre → Kaufkraft sinkt auf 820 € (Verlust: 180 €)

Was ist Inflation?

Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus für Güter und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Steigen die Preise, sinkt die Kaufkraft des Geldes — man kann sich für denselben Betrag weniger leisten als zuvor. Die Inflationsrate wird üblicherweise als jährliche prozentuale Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) gemessen, den das Statistische Bundesamt monatlich berechnet.

Eine moderate Inflation von etwa 2 Prozent pro Jahr wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) als Preisstabilität angestrebt. Dieser Zielwert soll für planbare wirtschaftliche Bedingungen sorgen und sowohl Deflation (sinkende Preise) als auch Hyperinflation (unkontrolliert steigende Preise) verhindern. In der Praxis schwankt die Inflationsrate jedoch erheblich — wie die Jahre 2022 und 2023 gezeigt haben, als sie in Deutschland auf 6,9 bzw. 5,9 Prozent stieg.

Unser Inflationsrechner hilft Ihnen, die Auswirkungen der Inflation auf Ihr Geld und auf Preise konkret zu berechnen. Im Modus „Kaufkraftverlust" sehen Sie, wie viel Ihre heutigen Ersparnisse in Zukunft noch wert sind. Im Modus „Preisanstieg" erfahren Sie, wie viel ein Produkt oder eine Dienstleistung in einigen Jahren kosten wird.

Wie berechnet man den Kaufkraftverlust?

Die Formel für den Kaufkraftverlust lautet: Realer Wert = Betrag ÷ (1 + Inflationsrate)^Jahre. Umgekehrt berechnet sich der zukünftige Preis als: Zukünftiger Preis = Preis × (1 + Inflationsrate)^Jahre.

Ein Beispiel: Sie haben heute 10.000 Euro auf dem Sparkonto. Bei einer Inflation von 2 Prozent pro Jahr hat dieses Geld in 10 Jahren nur noch eine Kaufkraft von 8.203 Euro — Sie verlieren fast 1.800 Euro an realer Kaufkraft. Bei 3 Prozent Inflation sinkt die Kaufkraft sogar auf 7.441 Euro. Und bei den 6,9 Prozent von 2022 wäre die Kaufkraft nach 10 Jahren auf nur noch 5.122 Euro geschrumpft — fast die Hälfte wäre verloren.

Dieser Effekt ist tückisch, weil er schleichend ist: Auf Ihrem Konto steht nominell immer noch derselbe Betrag, aber Sie können sich davon Jahr für Jahr weniger kaufen. Daher ist es wichtig, Geldanlagen zu wählen, deren Rendite mindestens die Inflationsrate ausgleicht.

Inflation in Deutschland — historische Entwicklung

Die Inflation in Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten erheblich geschwankt. In den 1990er Jahren lag sie bei durchschnittlich 2,4 Prozent. In den 2000er Jahren sank sie auf rund 1,5 Prozent. Die 2010er Jahre waren von besonders niedriger Inflation geprägt — teilweise unter 1 Prozent.

Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg führten dann zu einem dramatischen Anstieg: 2021 stieg die Inflation auf 3,1 Prozent, 2022 sprang sie auf 6,9 Prozent und 2023 lag sie bei 5,9 Prozent. 2024 normalisierte sich die Rate wieder auf rund 2,2 Prozent. Der Durchschnitt über den Zeitraum 2014–2024 liegt bei ca. 2,8 Prozent pro Jahr.

Langfristig — über die letzten 50 Jahre betrachtet — lag die durchschnittliche Inflation in Deutschland bei etwa 2,5 Prozent pro Jahr. Für langfristige Planungen (Altersvorsorge, Immobilienkauf, Sparziele) empfiehlt es sich, mit 2 bis 3 Prozent Inflation zu rechnen.

Wie kann man sich vor Inflation schützen?

Da Inflation die Kaufkraft von Bargeld und niedrig verzinsten Spareinlagen auffrisst, ist es wichtig, geeignete Strategien zum Schutz des Vermögens zu kennen:

  • Aktien und ETFs: Historisch haben breit gestreute Aktien-ETFs eine durchschnittliche Rendite von 7–8 Prozent pro Jahr erzielt — deutlich über der Inflation. Allerdings schwanken die Kurse kurzfristig, weshalb ein Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren empfohlen wird.
  • Immobilien: Sachwerte wie Immobilien gelten als klassischer Inflationsschutz, da ihre Preise tendenziell mit der Inflation steigen. Auch Mieteinnahmen werden regelmäßig an die Inflation angepasst.
  • Inflationsindexierte Anleihen: Diese Staatsanleihen passen ihre Auszahlung an die Inflationsrate an und bieten damit einen direkten Schutz.
  • Tagesgeld und Festgeld: In Phasen niedriger Inflation können Tagesgeldkonten die Kaufkraft erhalten, wenn der Zinssatz über der Inflationsrate liegt. In Hochinflationsphasen reichen die Zinsen jedoch oft nicht aus.
  • Diversifikation: Die beste Strategie ist eine breite Streuung über verschiedene Anlageklassen — so sind Sie gegen verschiedene Inflationsszenarien gewappnet.

Häufige Fragen

Was bedeutet eine Inflationsrate von 2%?
Eine Inflationsrate von 2% bedeutet, dass das allgemeine Preisniveau innerhalb eines Jahres um 2% gestiegen ist. Was heute 100 Euro kostet, kostet in einem Jahr 102 Euro. Umgekehrt verliert Ihr Geld 2% an Kaufkraft — für 100 Euro können Sie sich nur noch Waren im heutigen Wert von ca. 98 Euro leisten.
Wie hoch ist die aktuelle Inflation in Deutschland?
Die Inflationsrate in Deutschland hat sich nach den Spitzenwerten von 6,9% (2022) und 5,9% (2023) wieder normalisiert. 2024 lag sie bei rund 2,2%. Die genauen aktuellen Zahlen veröffentlicht das Statistische Bundesamt monatlich. Die EZB strebt langfristig eine Rate von 2% an.
Wie viel Kaufkraft verliere ich pro Jahr?
Bei 2% Inflation verlieren Sie jährlich etwa 2% Kaufkraft auf unverzinstes Geld. Das klingt wenig, summiert sich aber: Nach 10 Jahren sind es ca. 18%, nach 20 Jahren ca. 33% und nach 30 Jahren ca. 45%. Bei 3% Inflation verlieren Sie nach 10 Jahren bereits 26% Kaufkraft.
Schützt ein Tagesgeldkonto vor Inflation?
Nur wenn der Zinssatz über der Inflationsrate liegt. Bei 2% Tagesgeldzins und 3% Inflation verlieren Sie real 1% Kaufkraft pro Jahr. In der Niedrigzinsphase (2015–2021) lag der Tagesgeldzins oft bei 0%, die Inflation aber bei 1–2% — ein garantierter Kaufkraftverlust. Aktuell bieten einige Banken wieder 2–3% Zinsen.
Was ist die Regel von 72?
Die Regel von 72 ist eine Faustregel: Teilen Sie 72 durch die Inflationsrate, um die ungefähre Verdopplungszeit der Preise zu erhalten. Bei 2% Inflation: 72 ÷ 2 = 36 Jahre bis sich die Preise verdoppeln. Bei 3%: 24 Jahre. Bei 6%: 12 Jahre. Umgekehrt halbiert sich die Kaufkraft in derselben Zeitspanne.

Das könnte Sie auch interessieren